Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Soldaten unterstützen Wichernhaus bei Corona-Schnelltests

Helfen seit Mittwoch bei den Schnelltests im Wichernhaus (von links): Eugen Gak, Marc Pfeiffer und Viktor Schmidt von den Fallsc
Helfen seit Mittwoch bei den Schnelltests im Wichernhaus (von links): Eugen Gak, Marc Pfeiffer und Viktor Schmidt von den Fallschirmjägern aus Zweibrücken.

Seit Mittwoch helfen drei Fallschirmjäger aus der Niederauerbach-Kaserne bei den Corona-Schnelltests im Wichernhaus. Leiter Raphaël Baumann hatte darum gebeten, um die eigenen Mitarbeiter zu entlasten und gleichzeitig die Vorsichtsmaßnahmen auf einem hohen Niveau zu halten.

Laut Baumann werden rund 600 Abstriche für die Schnelltests im Haus pro Woche bei Bewohnern, Besuchern und Mitarbeitern gemacht. „Ein Abstrich braucht 15 Minuten. Das sind sechs Planstellen, die nur Abstriche machen“, berichtet der Leiter des Wichernhauses. Dabei haben die Mitarbeiter auch ihre eigentliche Arbeit zu erledigen, die Abstriche würden zusätzliche gemacht. „Die Teams haben schon mehrere Wochenenden hintereinander gearbeitet. Die haben nie Pause“, sagt Baumann. Deshalb habe er um die Hilfe der Bundeswehr gebeten.

Da dort nur Behörden um Amtshilfe bitten können, habe die Stadt den Antrag übernommen. Und seit Mittwoch sind die uniformierten Helfer im Einsatz. In erster Linie seien sie beim Empfang und Registrieren der Besucher tätig und machen bei Besuchern und Beschäftigten Abstriche für Schnelltests. Bei den Hausbewohnern übernehmen nach wie vor die Mitarbeiter die Tests.

Weiter strenge Regeln trotz Impfung

„Die Soldaten sind herzlich willkommen und werden auch von uns verpflegt“, erzählt Baumann. Es handele sich nicht um Sanitätssoldaten, sondern um normale Fallschirmjäger aus der Niederauerbach-Kaserne. Sie seien vom Roten Kreuz und vor Ort von Mitarbeitern des Wichernhauses eingewiesen worden und sollen künftig weitestgehend selbstständig arbeiten.

Wie Baumann mitteilte, haben am 26. Januar alle Bewohner ihre zweite Impfung bekommen. Und auch die Beschäftigten seien mittlerweile zum zweiten Mal geimpft. „Ich kann sagen, am 26. waren wir bei 98 Prozent. Aber mittlerweile haben wir wieder Neuzugänge, die noch nicht geimpft sind“, so Baumann. Somit gilt weiterhin „unbedingt zu vermeiden, dass die Krankheit eingeschleppt wird“.

Baumann: Zu hundert Prozent auf der Hut

Deshalb werde es trotz Impfungen kein erweitertes Besuchsrecht geben. Auch die Masken müssen weiterhin getragen werden. „Das mag im Einzelfall schwer nachvollziehbar sein, aber bis jetzt gibt es keine anders lautenden Anordnungen. Und wir müssen machen, was der Verordnungsgeber sagt. Deshalb sind wir weiterhin zu hundert Prozent auf der Hut“, stellt Baumann klar.

Im Awo-Haus am Rosengarten, dem zweiten Zweibrücker Pflegeheim, ist derzeit kein Einsatz der Bundeswehr geplant. „Wenn wir wider Erwarten nicht plötzlich die doppelte Menge an Abstrichen machen müssen, erledigt das das eigene Personal“, sagt Leiterin Andrea Schantz. Mitarbeiter werden dort zweimal wöchentlich für einen Schnelltest abgestrichen, die Bewohner einmal. Und zusätzlich jeder, der ins Haus kommt. „Das können wir noch ganz gut stemmen“, teilt Schantz mit.

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