Mittelbach Mittelbachs Ortsbeirat will bei Wattweiler Feuerwehrproblem aushelfen

Noch hat die Wattweiler Feuerwehr genug Leute, eine Personalnot ist aber absehbar.
Noch hat die Wattweiler Feuerwehr genug Leute, eine Personalnot ist aber absehbar.

Der Wattweiler Feuerwehr droht ein dickes Personalproblem, so der Wattweiler Ortsvorsteher Thomas Körner. Mittelbach-Hengstbach ist davon direkt betroffen. Dessen Ortsbeirat will bei Werbemaßnahmen mithelfen.

In Wattweiler gibt es laut Zweibrückens obersten Feuerwehr-Chef Frank Theisinger zwar wieder etwas mehr Mitglieder, ob von den 14 Feuerwehrleuten auf dem Papier bei einem Einsatz aber jeder ausrückt, sei fraglich. Grund ist laut Theisinger, dass über Tag viele der ehrenamtlichen Wehrleute woanders ihrer regulären Arbeit nachgehen. Kommt in dieser Zeit im Vorort ein Einsatz rein, dann seien diese Leute nicht greifbar. Einzige Lösung für Theisinger: Mehr Feuerwehrleute, die bestenfalls über Tag im Vorort sind, etwa weil sie dort arbeiten oder regelmäßig im Home-Office sitzen. Das Problem ist laut dem städtischen Feuerwehr-Chef aber nicht neu. So ziemlich jedes Dorf im Umkreis habe damit zu kämpfen, sogar die städtische Wache sei davon nicht befreit. „Deshalb haben wir da mittlerweile hauptamtliche Kräfte“, erklärt Theisinger.

Während die Personalsituation in Wattweiler deutlich besser sein könnte, steigt die Anzahl der Einsätze kontinuierlich an. Vor wenigen Jahren ist die Wattweiler Löscheinheit im Jahr etwas über zwanzig Mal ausgerückt. In diesem Jahr waren es bereits über 40 Einsätze, bei denen die Feuerwehrleute aus dem Vorort dabei waren. „Das ist deshalb so, weil das Einsatzgebiet nun deutlich größer ist“, begründet Theisinger. Der Wattweiler Feuerwehr-Bezirk erstreckt auf den Vorort selbst, Mittelbach-Hengstbach, das Bäckerswäldchen, Wolfsloch, Teile Bubenhausens sowie im Ernstfall auf das Stadtgebiet. Theisinger ergänzt, dass aber auch das Einsatzgebiet der Rimschweiler und Mörsbacher Feuerwehr vergrößert wurde. Und laut dem Feuerwehr-Chef sei bei Einsätzen auf die jeweilige „Dringlichkeit“ zu achten. Eine simple Türöffnung sei etwa weniger „dramatisch“ als ein Brand.

Mittelbach will beim Werben mithelfen

Mittelbachs Ortsvorsteher Kurt Dettweiler – übrigens über Jahre hinweg ebenfalls aktiv bei der Feuerwehr dabei – sieht sich und seinen Ortsbeirat in der Pflicht, bei den Werbemaßnahmen der Wattweiler Nachbarn auszuhelfen. „Wir werden hier doch wohl den ein oder anderen Kameraden finden, der sich da anschließt“, sagte Dettweiler in der jüngsten Mittelbacher Ortsbeiratssitzung. Theisinger ergänzte, dass künftige Feuerwehrleute bestenfalls den Vorort fest als ihren zukünftigen Wohnort behalten – Paradebeispiel seien junge Eltern, die frisch ein Haus bezogen haben. Gerade bei jungen Feuerwehrleuten beobachtet Theisinger öfters, dass sie im jugendlichen Alter sehr für die Feuerwehr engagiert sind, dann für Studium oder Ausbildung aber wegziehen.

Wattweilers Vorort-Chef Thomas Körner machte am Dienstagabend deutlich, dass seine Wehr mit dem aktuellen Personal zwar noch auskomme, wenn auch knapp. Doch ein Personalengpass kündige sich an. Deshalb gebe es seinerseits Ambitionen, mittels direkter Werbung mögliche Feuerwehrleute anzusprechen. Körner machte dabei deutlich, dass das Sagen über die Werbung die Feuerwehr hat. Sein Ortsbeirat wolle lediglich unterstützen. „Einfach, damit wir den Leuten verdeutlichen, dass wir vom Ortsbeirat da hintendranstehen“, erklärt Körner. Dettweiler kündigte an, in Sachen Werbung für die Feuerwehr mitzuhelfen.

Kritik an geänderter Route bei Blaulichtfahrt

Aaron Holaus kritisierte im Zusammenhang die geänderte Route der Blaulichtfahrt. Eigentlich sollte die Einsatzfahrzeug-Parade auch durch Hengstbach fahren, spontan sei jedoch die Route geändert worden. Die Folge: Zahlreiche Familien mit Kindern, die in Hengstbach vergeblich auf die Ankunft der Einsatzfahrzeuge warteten, prognostiziert Holaus. Er äußerte deshalb die Idee, bei der Einweihungsfeier des sanierten Hengstbacher Brunnens im kommenden Frühjahr ein paar Feuerwehrautos auszustellen. Das sei einerseits eine kleine „Entschädigung“ für die Blaulichtfahrt, andererseits direkte Werbung für das Feuerwehramt.

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