Zweibrücken Mit Aleter in die Oberliga

Haitham Aleter (rechts) ist der neue SVK Trainer. Alexander Hoffmann (links) wird Co-Trainer.
Haitham Aleter (rechts) ist der neue SVK Trainer. Alexander Hoffmann (links) wird Co-Trainer.

„Zweibrücken.“ Oberliga. Dort sehen sich die Verbandsvolleyballer vom SVK Blieskastel/Zweibrücken nächstes Jahr um diese Zeit. Wie, das ist ganz klar: Mit dem neuen Spielertrainer Haitham Aleter, wie Alexander Hoffmann, ehemaliger Spielertrainer und inzwischen Co-Trainer vom SVK, berichtet. Die Vorbereitung zur kommenden Saison, die Ende September anfängt, startete schon diese Woche. Wesentlich früher als noch im vergangenen Jahr. Haitham Aleter leitet sie, Hoffmann ist Co-Trainer. Aleter ist ein syrischer Flüchtling, der erst vor vier Jahren nach Deutschland kam und in Syrien in der Jugendnationalmannschaft spielte. Bevor der 44-Jährige zum SVK gekommen ist, hat er zwei Jahre lang die Regionalliga-Damen des SV Steinwenden trainiert. Aleter war laut Hoffmann auch schon beim letzten Saisonspiel gegen Klarenthal 2 dabei und hat dort eine Videoanalyse des Spiels gemacht: „Sowas hab ich noch nicht gesehen“, sagt Hoffmann. Durch die Analyse konnte Aleter herausarbeiten, wo das Spiel des SVK noch verbessert werden kann. „Die Pläne finde ich sehr gut“, findet Hoffmann. Mit der vergangenen Saison ist Hoffmann sehr zufrieden: „Wir waren durchweg gut besetzt, nicht so wie in der Saison davor.“ Er bezieht sich auf den Personalmangel, der zu Saisonbeginn noch ein Problem war. Zudem war die Trainingsbeteiligung wesentlich besser, und mit dem Neuzugang Stefan Nezlaw hat man einen starken Spieler für die Mittelposition gefunden. „Das sind alles Kriterien, dass die Saison erfolgreich war“. Hoffmanns Ziel zu Saisonbeginn, auf Platz fünf oder höher zu kommen, haben die Zweibrücker ebenfalls erreicht. Sie standen am Saisonende auf Platz vier. Hoffmann will aber noch weiter nach oben. Die Vorbereitung dazu gliedert sich laut Hoffmann in drei Teile: Fitness, Ball-Kontrolle und zuletzt Spielsituationen. „In der Feldverteidigung und im Außenangriff sind wir sehr stark. Das Problem ist noch das Blockspiel sowie der erste Pass“, erklärt der Co-Trainer. Er ist froh, dass Aleter die Vorbereitung übernimmt. Hoffmann ist angehender Lehrer und hat durch das Referendariat derzeit viele Prüfung. „Seit dem letzten Saisonspiel habe ich auch nicht mehr kontinuierlich Zeit. Als Trainer muss man aber Zeit haben, da sonst kein Training ist. Ich bin daher froh, dass Aleter das übernimmt“, erklärt Hoffmann. Ein weiterer Faktor für Hoffmann ist, dass ein Trainer von außerhalb eine ganz andere Wirkung auf die Mannschaft hat. „Ich bin mit vielen aus dem Team verwand oder seit Jahren gut befreundet“, erklärt Hoffmann. Es sei daher schwer, auch mal richtige Kritik zu äußern, ohne dabei einen Streit zu provozieren. Hoffmann ist in seine Trainerposition „reingerutscht“, wie er es beschreibt. „Wir haben damals einen neuen Trainer gebraucht, und da es für einen von außerhalb nicht lukrativ ist, eine so kleine Mannschaft zu trainieren, bei der oft das Training ausfällt, war klar, dass einer von den Spielern den Job übernehmen muss“, schildert Hoffmann. Da er im Gegensatz zu den anderen Spielern aus dem Team als Student (für Lehramt) einen geregelten Tagesablauf hatte und immer zum Training kommen konnte, fiel die Wahl auf ihn. „Anfangs wollte ich nicht, hab’ die Rolle dann aber übernommen“, erzählt er. Die Größe der Mannschaft ist nach wie vor das Problem beim SVK. „Wir haben bisher nur zwei in der Mitte, es wäre aber besser, wenn wir da drei oder vier Spieler hätten“, sagt Hoffmann. Zudem gibt es keine Jugendmannschaft mehr. Die hat sich vor der vergangenen Saison aufgelöst. Das Problem ist, dass eine Strafgebühr fällig wird, wenn ein Verein keine Jugendmannschaft hat und beim Spielbetrieb angemeldet ist. „Wenn wir in der Oberliga spielen, ist die sogar noch teurer als in der Verbandsliga“, erklärt der Co-Trainer. Die Mannschaft will daher offensiv werden, die Leute direkt ansprechen. Zum einen sollen laut Hoffmann Plakate in den Schulen und in der Hochschule aufgehängt werden, zum anderen haben die Spieler überlegt, im Sommer ein Trainingscamp anzubieten, um neue Spieler anzulocken. Kader Haitham Aleter (Trainer), Alexander Hoffmann (Co-Trainer), Christian Bernhardt, Daniel Hoffmann, Michael Hoffmann, Daniel Hübert, André Noll, Waldemar Schill, Timo Werner, Stefan Nezlaw, Jürgen Hoffmann, Andreas Eitel, Albert Neumann.

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