Sparen mit der RHEINPFALZ
Ideen für preisgünstigen Spaß daheim und vor der Haustür
Fahrradausflug zum Hornbacher Spielplatz
Eine Radel-Spiel-Kombi-Tour nach Hornbach macht immer wieder Spaß, kostet wenig und geht auch jetzt im Herbst noch. Familien können sich in Zweibrücken aufs Rad schwingen und auf Radwegen am Hornbach entlang bis zum gleichnamigen Städtchen fahren. Wenn die Kinder noch zu klein sind und den ganzen Weg nicht schaffen, kann auch in Rimschweiler (an der Feuerwache am Radweg) oder Althornbach (am Tennisheim am Radweg) geparkt und von dort aus losgefahren werden. Egal, wo gestartet wird, das Ziel ist immer dasselbe: der Hornbacher Spielplatz zwischen Wohnmobil-Stellplatz und Mehrzweckhalle, der immer einen Besuch wert ist. Kinder können sich dort am hohen Seilkletterturm, auf der Seilrutsche oder der Rutschbahn austoben, für Erwachsene gibt’s Tische und Bänke, die zum Verzehr von mitgebrachtem Proviant einladen. Den Rucksack sollte man also nicht vergessen. Und weil im Moment das Herbstlaub so schön leuchtet, vielleicht auf dem Heimradelweg mal kurz anhalten, die schönsten Blätter aufsammeln und daheim in alten Büchern pressen. Wer Glück hat, stößt vielleicht auch noch auf Kastanien oder Nüsse und hat so gleich noch kostenloses Bastelmaterial für eventuelle Regentage.
Geocachen: Mit Kindern Schätze im Wald suchen
Lust auf einen Spaziergang im Wald, aber die Kinder wollen partout nicht laufen? Gehen Sie auf Schatzsuche! Beim Geocachen sucht man kleine Plastikdosen, die andere Geocacher versteckt haben, und schreibt seinen Namen und einen kurzen Text in ein Büchlein. Oft sind es nur kleine Röhrchen oder Filmdosen, aber es gibt auch größere Tupperdosen, in denen man vielleicht noch kleine Sachen zum Tauschen findet. Man schaut im Internet, welche Geocaches in der Nähe liegen und sucht sie anhand der Koordinaten. Dafür braucht man ein Handy oder ein GPS-Gerät, und man muss sich auf einer Geocaching-Seite kostenlos anmelden. Die meisten Caches findet man auf geocaching.com. Die kostenlose Version der offiziellen App ist leider eingeschränkt,
aber damit kann man bereits einfache Geocaches finden. Schöne, nicht zu lange Runden, die auch Kindern Spaß machen, gibt es zum Beispiel im Heilbachtal bei Niederauerbach, in den Birkhausen vor Rimschweiler, bei Mörsbach und im Wald beim Weiher an der Kirrberger Fischerhütte. Wem die ersten Schatzsuchen Spaß gemacht haben, sollte sich mit den Feinheiten des Spiels vertraut machen. Es gibt auch Geocaches, für die man erst ein Rätsel lösen muss, bevor man sie findet. Andere ziehen sich über mehrere Stationen bis zum Ziel. Und es gibt welche ohne Dose, wo man nur Fragen beantworten oder Bilder hochladen muss. Geocaching spricht man übrigens „Geokäsching“ aus. Es hat nichts mit Catchen zu tun. Cache („Käsch“) bezeichnet die Dose und das Versteck, nicht den Fang oder das Finden.
Den Kastanien des Herzogs nachspüren
Auf die Spuren von Glanz und Fall der Zweibrücker Herzöge kann man sich bei einem Familienausflug in den Waldpark Schloss Karlsberg zwischen Käshofen und Homburg-Sanddorf begeben – und dabei unterwegs auch noch kostenlose leckere Souvenirs fürs Abendessen ergattern. Auf einer Anhöhe bei Sanddorf hatte der Zweibrücker Herzog Karl II. August gegen Ende des 18. Jahrhunderts sein Märchenschloss Karlsberg errichtet, das jedoch bereits wenige Jahre nach seiner Fertigstellung 1793 im Zuge der Französischen Revolution niedergebrannt wurde.
Bis heute haben sich im Wald sehenswerte Relikte wie Orangerie, Bärenzwinger, Karlsberg- und Schwanenweiher erhalten. Infotafeln und QR-Codes für Audioführungen per Smartphone machen den Ausflug im herbstlichen Karlsbergwald gerade auch für technik-affine Familien interessant. Oberhalb der Orangerie, dort, wo sich früher Karl Augusts Schlossgärten befanden, hat eine Gruppe Esskastanienbäume die vergangenen 250 Jahre überdauert. Zumindest teilweise: Leider sind nicht gerade wenige der Bäume anno 1990 dem Orkan Wiebke zum Opfer gefallen. Doch wer genau hinschaut, kann noch einige der inzwischen als Naturdenkmäler geschützten Kastanien entdecken und die feinen Früchte vom Boden auflesen. Zugänge in den Waldpark Schloss Karlsberg finden sich vom Waldparkplatz an der Käshofer Straße zwischen Käshofen und Homburg sowie vom Anwesen Karlsberger Hof am Ortsausgang von Homburg-Sanddorf aus.
Walnüsse neben dem Landgericht aufsammeln
Fast jeder in Zweibrücken weiß, wo sich das Landgericht und das Amtsgericht befinden. Wenigen aber dürfte es aufgefallen sein, dass sich hinter dem Nebengebäude, an der Ecke Gutenbergstraße, ein ziemlich großer, stolzer Nussbaum erhebt. In diesen Tagen, nach zwei Jahren Pause, trägt er wieder reichlich Frucht. Über Stunden hinweg kann man im Vorbeigehen hören, wie die reifen Früchte knisternd auf den Boden fallen. So liegen derzeit unter dem Baum viele von der Schale befreite „neugeborene“ Nüsse. Diese laden zum Aufsammeln geradezu ein. Die Natur holt nach, was sie jahrelang verpasst hatte.
In diesem Fall mit dem schönen alleinstehenden Walnussbaum. Wenn man wüsste, wer den einst gepflanzt hat, so müsste man sich bei diesem großartigen Menschen bedanken. Es ist leider nicht möglich, nachzuforschen, ob es eine Frau oder ein Mann war und wann sie oder er diesem Prachtstück das Leben ermöglichte. Wir, die Zweibrücker, müssen dem „Phänomen“ von Herzen wünschen, dass es weiter gedeiht und uns beschert. Dieses Jahr mit dem langen sehr warmen Sommer war allgemein ertragreich für verschiedene Nussarten wie für die Haselnüsse an der Realschulstraße sowie für die Esskastanien am Spielplatz Wackenstraße. Vielleicht gibt es in unserer Stadt künftig auch exotische Spezies.
Discgolf – der etwas andere Freizeitsport
Wem das „herkömmliche“ Minigolf zu öde und richtiges Golf zu etepetete und teuer ist, der kann sich mal im Pirmasenser Strecktalpark an der Trendsportart Discgolf versuchen. Das funktioniert genau wie alle anderen Golf-Varianten, nur eben mit speziellen Scheiben (Discs), die einem Frisbee ähneln: Auf einem Parcours geht es darum, die Scheiben mit möglichst wenig Versuchen in einen Korb zu werfen. Im idyllischen Strecktalpark sind es 16 Bahnen, die von Discgolfern aus ganz Deutschland geschätzt werden und die darauf warten, gespielt zu werden. Das lässt sich prima mit der Familie machen, jeder der einen Frisbee bedienen kann, der kann auch Discgolf spielen. Empfohlen ist festes Schuhwerk, denn nicht immer landen die Scheiben dort, wo sie eigentlich hinsollen; Ausflüge ins Gebüsch sind keine Seltenheit, gerade bei Anfängern. Anderthalb bis zwei Stunden dauert eine komplette Runde, kann bei Bedarf aber auch abgekürzt werden, Pläne und Punktekarten zum Ausdrucken gibt es auf der Webseite www.dynamikum.de des Pirmasenser Dynamikums. Im Mitmachmuseum (Öffnungszeiten beachten) bekommt man übrigens auch die speziellen Scheiben – Frisbees von zuhause taugen zum Discgolf nicht – zum Kauf oder Leihe, eine kleine Leihgebühr wird dabei fällig. Es empfiehlt sich ein oder mehrere kleine Handtücher, zum einen um eine nasse Scheibe abzutrocknen – Discgolf funktioniert auch prima bei Regen. So eine Partie kann durchaus zur schweißtreibenden Angelegenheit werden, die Topographie im Strecktalpark sollte nicht unterschätzt werden. Vor allem bei ungenauen Würfen. Übrigens kann man Discgolf auch im Homburger Stadtpark spielen.
Zwischen Mühlen, Rosen und Urmenschen
Die Kneispermühle liegt mitten im Wallhalbtal und eignet sich hervorragend als Startpunkt für eine tolle Wanderung auf dem Gräfin-Sonja-Bernadotte-Weg (Markierung: rote Rose auf weißem Kreis). Der Weg ist rund zwölf Kilometer lang – je nachdem, ob man unterwegs noch einen Abstecher zu einem mutmaßlichen Wohnplatz von Steinzeitmenschen macht oder nicht. Abgesehen davon führt er auf einem Rundweg aus dem Tal hinauf ins Rosendorf Schmitshausen und wieder zurück. Dabei sind laut Info des Landkreises Südwestpfalz rund 320 Höhenmeter zu überwinden.
Der Weg führt über den Waldlehrpfad hinauf zum Rosengärtchen in Schmitshausen. Durch die Sonnenbergstraße im Ort, gesäumt von Dutzenden alten Bäumen, führt der Weg über den alten Kirchweg zurück ins Tal und an der Konradsmühle vorbei wieder zur Kneispermühle. Rucksackverpflegung (Rastplatz: Rosenhütte? Brunnen nahe Wallhalben?) schadet nicht. Zur Einkehr nach der Wanderung eignet sich der Gasthof Kneispermühle (täglich geöffnet, Mittwoch ist Ruhetag, donnerstags Schlachtfest). In Schmitshausen selbst gibt es zudem das Lokal „Zum Roseneck“. Als Einstiegspunkte für den Rundkurs eignen sich auch der Oskar-Scheerer-Platz in Schmitshausen oder der Parkplatz der Realschule Plus in Wallhalben.
Die alte Spiele-Schublade plündern
Zugegeben, ein bisschen hört sich dieser Spartipp an wie mitten in der tiefsten Corona-Pandemie. Aber auch jetzt in der Energiekrise ist nichts falsch daran, sich selbst mal runterzufahren und Zeit füreinander zu nehmen. Warum also nicht, statt große und vielleicht zu teure Ausflüge mit der Familie zu machen, einfach zu Hause bleiben? Und die Gemeinsam-Zeit spielerisch zu nutzen: Vater und Söhne können zum Beispiel mal wieder die alte Carrera-Bahn vom Speicher holen, aufbauen und sich stundenlang miteinander messen. Oder die Familie kramt eines der zahllosen Gesellschafts- oder Kartenspiele hervor, die seit Jahren in der betreffenden Schublade schlummern, und alle spielen gemütlich. Das geht nicht nur im Urlaub und kostet nix. Allerhöchstens Nerven – bei denen, die nicht gern verlieren.