Zweibrücken Hartes Stück Arbeit erwartet

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ZWEIBRÜCKEN. Vor Schlusslichtern wird im Sport gerne gewarnt. „Wir fahren da sicher nicht hin und glauben, dass wir problemlos gewinnen“, warnt also Stefan Bullacher, Trainer des Handball-Drittligisten SV 64 Zweibrücken davor, sich vom letzten Tabellenplatz des Gastgebers HSG VfR/Eintracht Wiesbaden täuschen zu lassen. Am Samstag, 18 Uhr, gastiert der SV beim Mitaufsteiger.

Sechs Punkte hat Wiesbaden bislang gewonnen, zuletzt durch den Sieg in Krefeld aufhorchen lassen. „Das ist eine gute Mannschaft. Es ist nicht ganz zu verstehen, warum sie bislang nur sechs Punkte geholt haben“, sagt Bullacher. Die Truppe aus der hessischen Landeshauptstadt weise eine gute Mischung auf: erfahrene Spieler wie Luis Garbo oder Yakup Kaplan, Nachwuchs aus der Region und den eigenen Reihen. Die Wiesbadener A-Jugend spielt in der Ost-Staffel der Jugend-Bundesliga. Zudem sei in der Vergangenheit der Meister der Oberliga Hessen in der Regel stärker gewesen als der Meister der RPS-Oberliga, steht für Bullacher fest. Möglicherweise spielte auch das fehlende Quäntchen Glück im ein oder anderen Spiel der Wiesbadener eine Rolle. „Die haben mit einem Tor Unterschied gegen Soest verloren, wir haben dort mit einem Tor Unterschied gewonnen“, weiß Bullacher, wie eng es im Handball zugehen kann. Deshalb erwartet er beim nächstgelegen Spielort in der West-Staffel eine Begegnung auf Augenhöhe. „Genau wie im Hinspiel“, erinnert er an den 30:27 (17:15)-Heimerfolg. Den hatten die Zweibrücker erst zwischen der 52. und 58. Minute sichergestellt. In dieser Phase setzten sie sich in der engen Partie von 25:24 auf 29:24 ab. „Ein hartes Stück Arbeit“, sagt Bullacher zurückblickend. Dass Wiesbaden den ein oder anderen Punkt in engen Spielen hat liegen lassen, erklärte sich der zum Saisonende scheidende Trainer Stephan Metz auch damit, dass es für sein Team eine Umstellung gewesen sei, eine komplette Runde mit Harz zu spielen. In der Oberliga wird in der Wiesbadener Halle nämlich ohne Klebemittel gespielt. Die Zweibrücker Löwen setzen in Wiesbaden wieder auf ihre Abwehrstärke. Wiesbaden gehört mit 478 geworfenen Toren ohnehin nicht zu den torgefährlichsten Teams der Liga. Allerdings haben die Gastgeber auch erst 18 Spiele ausgetragen, zwei Spiele weniger als das Gros der Konkurrenten. Die Lehrstunde zuletzt beim Branchen-Primus Ferndorf „haben wir verdaut und abgehakt“, sagt Bullacher. Das sei auch nicht allzu schwierig gewesen, „weil das einfach die mit Abstand beste Mannschaft war, gegen die wir bis jetzt gespielt haben“, sagt er zurückblickend. Am Samstag erwartet er ein deutlich engeres Spiel. „Hoffentlich“, hängt er in Erinnerung an Ferndorf schmunzelnd an. Wegen der Fasnacht fiel das Montagstraining aus. Personell muss Bullacher auf die Spieler des Jahrgangs 1997 wie Robin Egelhof verzichten, die mit der A-Jugend am Samstag zum Bundesliga-Spiel zur SG Kronau/Östringen fahren. Rückkehrer Tim Burkholder werde nur spielen, „wenn das mit dem Pass bis zum Anpfiff absolut sicher funktioniert hat“, sagt Bullacher. Das Risiko, dass möglicherweise noch ein Stempel gefehlt habe und er formell nicht hätte eingesetzt werden dürfen, „gehen wir sicher nicht ein“, sagt Bullacher. (add)

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