Torschützenkönige
Fußballer Dominik Reitz trifft 31-mal für die SG Heltersberg/Geiselberg
Der Grund für das Fehlen von Reitz bei vielen Trainingsabenden ist dessen Beruf. Er ist nämlich im Fernverkehr für die in Kleinsteinhausen ansässige Firma Weidner tätig. Wenn seine Mannschaftskollegen in Geiselberg oder Heltersberg also ihre Runden drehen, dann kurvt der 24-jährige Kraftfahrer in Belgien, Frankreich oder Niederlande seine ganz spezielle Runde. Reitz bekennt sich klar zu seinem Beruf: „Der LKW ist auch mein Hobby.“
Wenn er es einrichten kann, dann ist Reitz, der sich seine gute physische Verfassung bei dem Minimum an Übungseinheiten selbst nicht erklären kann, selbstverständlich auch im Training am Ball. Dort, wo er von klein auf kickt. Denn beim TuS Heltersberg startete der Geiselberger, der seit August in Heltersberg wohnt, seine Fußballerkarriere. Über Hermersberg wechselte er dann zum FK Pirmasens, von wo er zum Ende des zweiten A-Jugendjahres zurück zu seinem Heimatklub wechselte. Er profitiere noch heute von seiner sehr guten Ausbildung als Fußballer, bekennt der ledige Reitz.
Reitz schießt keine Freistöße und Elfmeter
Allerdings wäre sein Job als Top-Vollstrecker nicht von Erfolg gekrönt, gäbe es nicht die tolle Zuarbeit „des gesamten Teams“ und, so gibt er unumwunden zu, „es hätten auch noch sehr viel mehr Tore sein können“. Doch es gebe keine Garantie, dass das Produkt Torerfolg auch mit seinem starken linken Fuß und seiner Antrittsschnelligkeit stets optimal gelingt. 31 Treffer in 22 Spielen sind aber eine fette Ausbeute. Auch weil alle seine Tore aus dem Spiel heraus erzielt wurden. Reitz: „Ich schieße keine Elfmeter und keine Freistöße.“
In der nächsten Saison wird das Toreschießen für den Mann mit jeder Menge PS unter der LKW-Haube und im Fuß in der A-Klasse dann ein Stück anspruchsvoller.