Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel Dem Verpächter gerne entgegenkommend

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Beim Turnverein (TV) Althornbach läuft es in Sachen Fußball in dieser Saison in der B-Klasse, Gruppe A, bestens. Zumindest was die Punktausbeute der mittlerweile 15 ausgetragenen Partien betrifft: Zwölf Spiele wurden gewonnen, zweimal spielte das Team von Trainer Michael Greinert unentschieden (gegen Stambach und Harsberg/Schauerberg). Nur gegen Hermersberg II zog der frühere Landesligist den Kürzeren.

Durchaus erstaunlich, wenn man die Voraussetzungen als Maßstab nimmt. Denn der Rasenplatz des TVA befindet sich in solch einem schlechten Zustand, dass Fußballspiele dort zurzeit nicht möglich sind. Michael Greinert, auch TVA-Spielleiter, führt das auf die in den letzten Wochen zu feuchten Witterungsbedingungen zurück. Und dann wäre da noch das Problem mit dem Flutlicht. Um das Grün des TVA-Platzes gibt es keins.

Ergo muss sich der Turnverein Saison für Saison ein Trainingsasyl für die dunkle Jahreszeit suchen. Greinert: „Mit dem Bau neuer Umkleideräume und Duschen wurde auch bereits ein Kabel für das Flutlicht verlegt. Unser Plan ist es, mindestens zwei Flutlichtmasten zu stellen, damit wir im Winter wenigstens bei uns trainieren können.“ Bis es soweit ist, müssen die Kicker des TVA aber weiter reisen. Wenn sich in der Vergangenheit keine Gelegenheit ergeben hatte, bei einem Nachbarverein zu trainieren („die VB haben uns schon oft ausgeholfen“), dann, ja dann „sind wir auf den Bolzplatz am Feuerwehrhaus ausgewichen“, bekennt Greinert.

In dieser Saison darf Althornbach das Viereck des SV Palatia Contwig als Trainingsgelände nutzen. „Wir sind jeweils mittwochs dort“, berichtet Greinert. In jenem Contwig, wo die erste Mannschaft in der A-Klasse und die zweite Garnitur in der B-Klasse, Gruppe A kickt. Eben da, wo auch der TV Althornbach am Ball ist. Und als nun der SV Palatia Contwig II beim TV Althornbach antreten sollte, fehlten den Contwigern die Spieler. Sie fragten beim TVA an, ob das Spiel denn nicht verlegt werden könne. Und selbstverständlich war Althornbach sofort bereit, dem Ansinnen seines Verpächters zu entsprechen. Mehr noch. Der TVA fragte gleich nach, ob Contwig II denn nicht auch noch das Rückspiel, um dieses geht es bei der Absage, in Contwig austragen wolle. „Dann spielen wir eben zweimal in dieser Saison in Contwig“ sagt Greinert lapidar. Und so kommt es denn auch. Am 9. Dezember findet also das „Heimspiel“ der Althornbacher gegen Contwig in Contwig statt.

Erwähnenswert: Trotz all der Widrigkeiten führt die Althornbacher Turnerschaft die Tabelle der B-Klasse Gruppe A mit 38 Punkten aus 15 Spielen an. PS: Die Contwiger Zweite ist mit zehn Zählern Letzter.

Vier Spiele wegen Corona ausgefallen

Das Coronavirus drängt König Fußball immer mehr ins Abseits. Im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken mussten am vorigen Wochenende gleich vier Begegnungen wegen Coronafällen abgesagt werden. „Ein Spieler von uns hatte sich positiv getestet. Zwar steht der daraufhin veranlasste PCR-Test noch aus. Wir wollten jedoch kein Risiko eingehen, weshalb das Spiel gegen den SV Obersimten abgesetzt wurde“, erklärt Bernhard Zoller, der Spielleiter des TV/SC Hauenstein II, wieso seine Mannschaft am Wochenende nicht in der A-Klasse auflief. Corona ließ zudem die Partien Rot-Weiß Höhmühlbach gegen SG Pirmasens, FC Dahn gegen SC Busenberg und TuS Rumbach gegen SV Trulben II ausfallen.

Kreisvorsitzender Reiner Ehrgott möchte die „Entwicklung noch abwarten“, äußert dennoch Kritik. Am „Staat“, der „nichts macht, alles laufen lässt“ – und am Südwestdeutschen Fußball-Verband, „der sich nicht äußert“. Es habe den Anschein, dass der Verband unbedingt die Hauptrunde zu Ende bringen möchte, um überhaupt wieder zu einer Wertung zu kommen. Ehrgott: „Ich habe mit noch mehr Absetzungen an diesem Spieltag gerechnet.“ Die hohen Inzidenzzahlen ließen jedenfalls keine positive Prognose zu.

In der Hoffnung, dass der Ball weiter rollen kann, bleiben Sie gesund Helmut Igel

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