Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Alte Scheune: Ehepaar plant Wellness-Hotel samt Spa – und Inhaberin weiß nichts davon

Im Juli 2024 hat die Alte Scheune in Oberauerbach den Betrieb aufgegeben. Noch immer steht die Immobilie zum Verkauf.
Im Juli 2024 hat die Alte Scheune in Oberauerbach den Betrieb aufgegeben. Noch immer steht die Immobilie zum Verkauf.

Seit Sommer 2024 ist die Alte Scheune in Oberauerbach geschlossen. Noch immer steht die Eventlocation zum Verkauf. Jetzt tritt online ein Ehepaar mit großen Ideen auf.

„Unser Traumprojekt: Eventscheune plus Hotel, Wellness und Spa“ titulieren Julia und Konstantin Wall ihren Spendenaufruf im Internet. Das Ehepaar will der Alten Scheune in Oberauerbachs Dorfmitte neues Leben einhauchen. Über ein halbes Jahr waren sie im Kontakt mit der Verkäuferin, berichtet Konstantin Wall im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Leider haben wir bislang keine Finanzierung bekommen“, sagt er und begründet damit gleichzeitig eine im November gestartete Spendenaktion im Internet. „Wir finden das Objekt sehr spannend“, meint Wall. Die Vision: Das Hotel ausbauen, dazu eine Wellness-Oase und das gastronomische Angebot auffrischen. Die Scheune will Wall als Eventlocation unbedingt beibehalten. „Wir sind überzeugt, dass unsere Idee die Gegend deutlich aufwerten würde.“

Das Ehepaar Wall wohnt in Contwig. Konstantin Wall ist in der Region bekannt als Unternehmer für Bagger- und Erdarbeiten. Vor größeren Sanierungsarbeiten schreckt er laut eigenen Aussagen nicht zurück. „Wir haben das Know-how dafür“, sagt er. Und auch in der Gastronomie- und Hotellerie-Branche hätten Julia und Konstantin Wall Erfahrung. Er blick auf sieben Jahre Arbeit in diesem Wirtschaftszweig zurück, seine Frau auf acht Jahre.

Maike Mayer, Inhaberin der Immobilie, erfuhr durch DIE RHEINPFALZ von den Umbauplänen des Ehepaars Wall. Aktueller Stand sei, dass die Alte Scheune noch immer zum Verkauf stehe. „Es gab immer mal wieder Anfragen, einen festen Interessenten haben wir aber nicht“, sagt Mayer.

Betrieb wegen Personalnot aufgegeben

13 Jahre lang hat Mayer die Alte Scheune mit Roland Puder in Eigenregie betrieben. Dann kämpfte sie zweieinhalb Jahre mit Personalproblemen. Als die letzte Servicekraft zum 31. Juli 2024 kündigte, zog Mayer die Reißleine. Sie hatte die Alte Scheune nebenberuflich geleitet. Das Gasthaus brachte für sie von Anfang an eine Doppelbelastung mit sich – was kein Problem gewesen sei, solange genug Personal da war. Auch Mayers Mutter half im Lokal aus, ebenfalls nebenberuflich. In den letzten Betriebswochen war die Personalnot dann so groß, dass die Mutter manchmal an vier Tagen in der Woche einspringen musste, um die Fremdenzimmer zu putzen.

Bevor Mayer und Puder das Lokal übernommen hatten, war das Gebäude verpachtet. Wirklich gut sei das nicht gelaufen. „Wenn wir verpachten, haben wir weiterhin viel Arbeit damit. Dann geht mal die Heizung nicht, dann der Herd, und wir müssen danach gucken“, sagte sie im Sommer 2024. Das Areal des Gasthauses umfasst neben dem Restaurant die zum Festsaal ausgebaute Scheune, 13 Hotelzimmer verteilt auf zwei Etagen und einen Biergarten.

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