Zweibrücken Abseits:

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A-Klassen-Spitzenreiter SV Ixheim hat seinen Vorsprung auf die Verfolger halten können, nach dem deutlichen 6:0-Sieg gegen das punktlose Schlusslicht Heltersberg hat die Römerstraßen-Elf jetzt 50 Zähler auf dem Konto – drei mehr als der Tabellenzweite SV Großsteinhausen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich Ixheim in bislang 20 Saisonspielen noch keine Pleite geleistet hat, an „Misserfolgen“ stehen lediglich fünf Unentschieden in der Zwischenbilanz. Dass seine Truppe bis zum Saisonende gänzlich ohne Niederlagen auskommen wird, kann sich Spielertrainer Gjevdet Shabani durchaus vorstellen, auch wenn er sowas in seiner Fußballerlaufbahn noch mit keinem Verein erlebt hat. „Die Mannschaft hat richtig Lust“, sagt er, dieser Siegeswille beflügele die Truppe und mache entsprechend auch die gute Defensivleistung möglich – Shabani und Co. haben mit 16 Gegentreffern die wenigsten Tore kassiert. In einigen Spielen, räumt der Coach ein, habe auch „das Glück des Tüchtigen“ eine Rolle gespielt. Bei der Pflichtaufgabe Heltersberg hat Gjevdet Shabani seine Truppe wieder als „tüchtig“ erlebt, zu kritisieren hatte er nur die Chancenverwertung im ersten Spielabschnitt. „Gegen eine Mannschaft, die sich so konsequent hinten reinstellt, ist aber auch nicht leicht zu spielen“, sagt er. In den nächsten Wochen müssen sich Shabani und seine erfolgsverwöhnten Jungs mit anderen Prüfsteinen auseinandersetzen, zunächst steht ein Gastspiel beim FC Knopp an. „Und dann spielen wir gegen Großsteinhausen und die SG Waldfischbach.“ Die Überschrift „Weselberg demontiert Tabellenführer“ gestern zum Spielgeschehen der B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West verdeutlicht einen Bottenbacher Ausrutscher, den man in dieser Art wohl nicht auf der Rechnung haben konnte. Die 0:7-Heimklatsche gegen den SC Weselberg eine Woche nach dem mageren 1:1 gegen die Kellertruppe aus Höheinöd lässt auf den ersten Blick vermuten, dass die Bottenbacher Vorbereitung in der Winterpause nicht gerade optimal verlaufen ist. Günther Rieger aus der Vorstandschaft des Spitzenreiters widerspricht solchen Spekulationen. Die Mannschaft habe in den Wochen vor dem Wiederbeginn der Saison dreimal pro Woche mit großem Engagement trainiert, sei bislang aber noch nicht wieder in Tritt gekommen. „Wobei man sagen muss, dass die Partie gegen Höheinöd ein Spiel auf ein Tor war, wegen des schlechten Platzes konnten wir aber unsere schnellen Außenspieler nicht einsetzen.“ Gegen die Höheinöder „Maurer“ sei also einfach nicht mehr drin gewesen, diese Erfahrung habe auch Weselberg gemacht, dass gegen den Höheinöder Defensivblock auch nur zu einem 0:0 gekommen sei. Das 0:7 vom Wochenende – nach Angaben Riegers vor 350 (!) Zuschauern – möchte der Mitvorstand nicht als Drama ansehen. „Weselberg war die bessere, die aggressivere Mannschaft und hat uns kalt erwischt. Man hat gemerkt, dass der SC gegen uns unbedingt gewinnen wollte“, fasst Günther Rieger die 90 Minuten zusammen. Der Tabellenführer – durch den Patzer jetzt punktgleich mit dem Zweiten Hornbach/Rimschweiler – behandelt die Niederlage nach der „Kein-Beinbruch-Methode“, laut Rieger kommt kein Unmut auf. „Wir wollten im ersten Jahr mit Spielertrainer Christoph Weller Dritter oder Vierter werden, in die Rolle einer Spitzenmannschaft mussten wir erst reinwachsen.“ Von daher, so das Vorstandsmitglied, mache man sich beim SV Bottenbach keinen Riesendruck. Am Sonntag war Internationaler Weltfrauentag. Und was war an diesem Tag, der an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erinnert, beim A-Jugend-Bundesligaspiel des SV 64 Zweibrücken das Thema zwischen Frauen und Männern? Das Putzen. „Jetzt muss man den Frauen auch noch erklären, wie geputzt wird“, stellten Stefan Frank und Christian Gauf, die die Männerseite vertraten, lachend fest. Wie und wann Harz vom Boden zu entfernen ist, lautete die Putz-Frage der Woche. Die richtige Technik erläuterte Gauf den SV-Handballerinnen Joline Müller und Marion Weick. Beim Harz-Entfernen habe sich gezeigt, dass die besten Putzergebnisse erzielt würden, wenn zuerst gekratzt, dann gesprüht und abschließend gewischt werde. Auf die genaue Reihenfolge kommt es also an. Harzspuren entfernen ist zum Leidwesen von Gauf immer ein Thema. „Da müssen wir manchmal schon detektivisch vorgehen, um festzustellen, wer das Harz nicht richtig entfernt hat“, sagt er. Das werde auch getan, um den hauptamtlichen Putzfrauen in der Halle das Arbeitsleben nicht so schwer zu machen. Dieses Mal waren also die Handballfrauen ins Visier der Harz-Detektive geraten. Jene waren sich allerdings nicht ganz sicher, dass das zurecht geschehen war. Es komme immerhin auch darauf an, wie viel Harz verwendet werde. Dass die Frauen da deutlicher sparsamer seien als die Männer, sei unbestritten. „Wir kommen, im Gegensatz zu den Männern, mit einer Dose Harz eine ganze Saison lang aus“, verwiesen Müller und Weick lachend darauf, dass beim Verursacherprinzip die Schmutzmenge zu berücksichtigen sei. Auch wenn die Parteien verbal nicht ganz zueinander fanden, geputzt wurde am Ende eines langen Spieltages gemeinsam. Das ist dann wohl gelebte Gleichberechtigung. Der TC Royal richtete am Sonntag das erste Jazz- und Modern Dance-Turnier der Saison aus und schlug sich prima. Moderator Rolf Eutenmüller stand runde acht Stunden mit dem Mikro in der Hand in der Halle. Er erläuterte den Ablauf und sorgte dafür, dass alle Akteure, inklusive der Wertungsrichter, zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Mehrmals bat er die Zuschauer um ein wenig Geduld, damit alle Ergebnisse geprüft und wieder geprüft werden konnten. Es sollte nur ja kein Fehler übersehen werden. Doch dann kurz vor Schluss, Minuten vor der letzten Siegerehrung, die dramatische Ansage: „Oh nein. Wir haben ein Riesenproblem!“ Alles horchte auf. Rechenfehler, Ergebnisse gar ungültig? Doch nein, Eutenmüller fuhr fort mit den Worten: „Wo ist nur der grüne Nagellack?“ Ob dahinter nicht ein wenig Erleichterung über das gelungene Turnier steckte? Eine frühlingshafte Restwoche wünschen

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