Leichtathletik
Überflieger und eine Seelentrösterin
Anders als noch im März in der Kaiserslauterer Barbarossahalle waren diesmal bis auf den Stabhochsprung und das Hammerwerfen alle Disziplinen der Leichtathletik vertreten. Sprint über 50, 75 und 100 Meter, dazu Läufe über 200, 300, 400 und 800 Meter sowie Staffel- und Hürdenlauf. Zudem Hoch-, Weit- und Dreisprung, Kugelstoßen, Speer- und Diskuswerfen. Ausrichter war, wie auch die vergangenen Jahre, der Leichtathletikverband Pfalz (LVP), der die Kampfrichter stellte und auch für die Organisation und das Wettkampfbüro zuständig war. Der 1. FC Kaiserslautern übernahm als „Heimverein“ die Bewirtung der etwa 200 Athleten, sowie deren Trainer, Betreuer und Angehörigen während der ganztägigen Veranstaltung.
Neben den Athleten aus dem Bezirk traten erneut auch Gastvereine aus der Vorderpfalz und dem Moselraum an sowie ein Gaststarter im Weitsprung aus Luxemburg. Sie nutzten die Gelegenheit, zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison unter Wettkampfbedingungen zu testen. Als besonderen Höhepunkt wurde die Teilnahme des 85-jährigen Arnold Schroth gewertet, der antrat, um die Qualifikation im 400-Meter-Lauf für die deutsche Seniorenmeisterschaft in seiner Altersklasse zu erreichen.
35 LAZ-Athleten
Hermann Hartmann, der Veranstaltungsleiter, dankte den Wettergöttern: „Bis jetzt spielt das Wetter ideal mit, und es soll ja auch noch bis Abend halten.“ Er erläuterte die Schwierigkeiten bei der Organisation: „Im Vorfeld ist es viel Arbeit, einen Zeitplan zu erstellen. Am Ende muss man immer hoffen, dass alles hinhaut. Bisher läuft aber alles nach Plan.“
Aus Zweibrücken war erneut nur das LAZ vertreten, das mit etwa 35 Athleten in allen Altersklassen an den Start ging und bis auf das Diskuswerfen in allen Disziplinen antrat. Ulrike Beyerlein, Cheftrainerin des LAZ, beschreibt die Schwierigkeiten während der Vorbereitung: „Durch den vielen Regen und das nasse Wetter konnten wir kaum im Freien trainieren, das merkt man. Der Unterschied ist groß, ob du in der Halle trainierst oder draußen. Es geht heute für alle Athleten darum, wieder reinzukommen und unter Wettkampfbedingungen zu testen, wo sie stehen. Heute muss nicht alles perfekt sein.“ Insgesamt zeigte sie sich zufrieden mit den Ergebnissen: „Bisher haben wir rundum gute Werte. Ich bin mir sicher, wir werden mit einem zufriedenstellenden Ergebnis heimfahren.“
Furioses Comeback
Auch Beyerleins Töchter Anika und Ines traten an und holten beide erste Plätze. Anika gewann den Weitsprung der Frauen mit einer Weite von 4,68 Meter, während Ines den Frauenspeer auf 41,12 Meter warf.
Dreisprung-Spezialist Malik Harrell, der erst aus einer Verletzungspause zurückgekommen war, gewann auf Anhieb den Weitsprung der Männer der Klasse U20 mit einer Weite von 6,05 Meter.
Für die kleinsten Jungen und Mädchen der Altersklassen 10/11 war LAZ-Trainerin Katrin Krause zuständig. Sie hatte mit der Betreuung der Nachwuchsathleten und mit der Organisation alle Hände voll zu tun. Schließlich musste sie den Überblick behalten, wer wann wo startet. „Zwölf der Kinder kommen aus der Talentsichtung 2023 und sind noch in ihrem ersten Jahr. Beim Wettkampf sind alle so aufgeregt, dass sie oft das im Training Erlernte nicht zeigen können. Wenn dann etwas nicht klappt, ist es für die Kinder natürlich enttäuschend und dann bin ich auch noch Seelentrösterin.“
Ergebnisse
Sieger des LAZ Zweibrücken
Frauen, Weitsprung: 1. Anika Beyerlein, 4,68 m – Speerwurf: 1. Ines Beyerlein, 41,12 m
Männer U20, Weitsprung: 1. Malik Harrell, 6,05 m
Frauen U18, Kugelstoßen: 1. Katharina Schmitz, 9,61 m – Speerwurf: 1. Ciara Hüther, 31,05 m
Mädchen W16, 4x100 m: 1. Staffel
Mädchen W15, Kugelstoßen: 1. Alva Perez Valence, 6,45 m
Mädchen W14, Weitsprung: 1. Lea-Sophie Sanchez Valence, 4,10 m
Mädchen W13, 75 Meter: 1. Johanna Klug, 10,83 sec
Jungen M13, 800 Meter: 1. Dorian Senst, 2:33,30 min
Mädchen W12, 4x50: 1. Staffel 32,49 sec
Jungen M12, 800 Meter: 1. Moritz Wingerter, 2:58,33 min – 4x50 m: 1. Staffel 31,99sec
Mädchen W11, Weitsprung: 1. Leni Maurer, 3,82 m
Jungen M10, 50 Meter: 1. Jan Conde, 7,98 sec – Weitsprung: 1. Conde 3,62 m.