Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel „Verhalten optimistisch“: Bleibt der letzte Pfälzer Kaufhof erhalten?

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Geht der Kelch der Schließung erneut an der Speyerer Filiale des Warenhaus-Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof vorüber? Michael Wagner, CDU-Landtagsabgeordneter aus der Domstadt, hat sich der RHEINPFALZ gegenüber „verhalten optimistisch“ geäußert, was die Zukunft des Traditionshauses am Altpörtel betrifft.

Als Grund für seine Zuversicht nennt Wagner diverse Medienberichte rund um die Pläne der neuen Galeria-Eigentümer Richard Baker von der US-Investmentgesellschaft NRDC sowie dem deutschen Unternehmer Bernd Beetz, Präsident des SV Waldhof Mannheim. So liegen „Focus“ und „Welt“ offenbar Listen mit Filialen vor, die geschlossen werden sollen. „Demnach wäre Speyer nicht betroffen“, sagt Wagner. In ihm keime daher „die Hoffnung, dass nach den Turbulenzen der zurückliegenden Jahre unser Speyerer Kaufhof auch diese schwere Zeit übersteht“.

Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus hatte am 10. April die neuen Investoren vorgestellt. Diese hatten angekündigt, „mehr als 70“ der derzeit 92 Filialen erhalten zu wollen. Zu konkreten Standorten haben sie sich bis jetzt nicht geäußert. Auch die Essener Galeria-Zentrale hat auf eine Anfrage der RHEINPFALZ bislang nicht reagiert. Zu den Häusern, die auf der Kippe stehen, gehört Medienberichten zufolge in der Region der Standort am Mannheimer Paradeplatz. Hintergrund sei, dass das dortige Gebäude im Gegensatz zu dem in Speyer der insolventen Signa-Gruppe gehöre, die zudem horrende Mieten verlange.

Niko Rauch, seit wenigen Wochen Geschäftsführer der Niederlassung in der Quadratestadt, bestätigt auf Anfrage, dass Signa von einzelnen Filialen bis zu 30 Prozent des Umsatzes als Miete verlange. Wirtschaftlich darstellbar und branchenüblich seien jedoch „acht bis zehn Prozent“, sagt Rauch, der zuvor die Speyerer Filiale leitete. Dass laut „ominöser Listen“ das Kaufhaus in Mannheim geschlossen werden könnte, hätten er und seine rund 100 Mitarbeiter „zur Kenntnis genommen“.

„Aber im Zusammenhang mit Galeria wurde schon viel geschrieben“, gibt sich Rauch noch entspannt. Aus der Zentrale in Essen habe er jedenfalls bisher keine Signale erhalten „in welche Richtung auch immer“. Mehr Klarheit erwarte er sich erst in der kommenden Woche, denn bis zum 30. April soll der Insolvenzplan vorliegen. Erst dann werde man sehen, wo wirklich das Licht ausgehe.

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