Speyer/Rhein-Pfalz-Kreis Stadtwerke investieren in Photovoltaik und Glasfasernetz

Neue Energie: Auf dieser Grasfläche zwischen Berghausen und Speyer wollen die SWS eine Photovoltaik-Anlage errichten.
Neue Energie: Auf dieser Grasfläche zwischen Berghausen und Speyer wollen die SWS eine Photovoltaik-Anlage errichten.

Die Stadtwerke Speyer (SWS) schrauben im kommenden Jahr die Investitionen kräftig in die Höhe. Laut Wirtschaftsplan fließen die größten Summen in den Erhalt der Leitungen, ins Glasfasernetz – und in die Photovoltaik.

Wie viel wird investiert?
Als Gesamtinvestitionssumme für 2024 stehen 28,4 Millionen im Wirtschaftsplan, das sind sieben Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. Dennoch soll am Ende ein positives Ergebnis stehen. Die SWS rechnen mit 400.000 Euro. Für dieses Jahr steht ein Überschuss von etwas mehr als 700.000 Euro im Plan.

In welchen Bereichen wird investiert?
Ein Drittel der Gesamtsumme, 9,4 Millionen Euro, fließen in Erweiterung und Erneuerung der Netze für Strom, Erdgas und Wasser. 4,8 Millionen Euro sind für den Ausbau der Fern- und Nahwärmeversorgung vorgesehen, 6,2 Millionen Euro für zusätzliche Glasfaserleitungen und knapp 6 Millionen für Photovoltaik.

Wo geht es mit dem Glasfasernetz besonders voran?
Der Schwerpunkt liegt hier laut SWS im Gebiet um den Birkenweg in Nord und um den Russenweiher in Süd. Dort sei das Interesse der Kunden am größten. Doch auch außerhalb dieser beiden Bereiche soll Glasfaser gelegt werden. Die Investitionen in Glasfaser und Telekommunikation seien „zukunftsweisend“, würden aber „das Jahresergebnis merklich belasten“, so SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. In den Sparten Strom, Erdgas, Wärme und erneuerbare Energien erwartet er „positive Ergebnisse“.

Was passiert bei der Photovoltaik?
Hier verdoppeln die SWS die Investitionssumme des laufenden Jahres nahezu. Der überwiegende Teil, rund 5,4 Millionen Euro, wird demnach in mehrere Freiflächen-Anlagen gesteckt. Eine davon soll die bestehende PV-Anlage auf dem Müllberg ergänzen, „um den Stromeigenbedarf der Kläranlage auf Dauer zu 100 Prozent zu decken“. Neu gebaut werden soll zudem eine Freiflächen-PV-Anlage am Wasserwerk Süd, die seit längerer Zeit in der Planung ist und laut SWS „nach aktuellen Informationen realisiert werden könnte“. Die schwierige Genehmigungslage stand einer früheren Umsetzung entgegen. Konkret soll die PV-Anlage grenzüberschreitend auf Speyerer und Römerberger Gemarkung stehen, und zwar in den Gebieten „Am Tafelsbrunnen“ (Speyer) und „Im Berg“ an der Mörschhohl (Römerberg) auf dem Hang, der parallel zur L507 zwischen Berghausen und Speyer verläuft. Geplant ist eine Freiflächen-PV-Anlage mit einer Gesamtfläche von 2,9 Hektar und einer Leistung von zirka 2,3 Megawatt. Sie soll nach früheren Angaben der SWS rund 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. „Der Ausbau der Photovoltaik ist entscheidend für die Energiewende“, sagt Bühring.

Was ist sonst noch geplant?
Auch die Elektroladeinfrastruktur werde ausgebaut. Für Normal- und Schnellladepunkte stehen demnach 310.000 Euro im Plan. „Fast 100 Ladepunkte können wir derzeit in Speyer und in der Region zur Verfügung stellen“, sagt Bühring. Die Investitionen für das Sport- und Erlebnisbad Bademaxx betragen rund 130.000 Euro, doppelt so viel wie im laufenden Jahr. Die Verkehrsbetriebe Speyer (VBS), eine Tochtergesellschaft der SWS, investieren 3,1 Millionen Euro in den Stadtverkehr, den Hafen und die Parkraumbewirtschaftung. Davon sind 2,8 Millionen Euro für die Errichtung der Ladeinfrastruktur für 35 Elektrobusse auf dem Gelände des Busbetriebshofs in der Heinkelstraße vorgesehen.

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