Speyer Speyerer zieht es regelmäßig in die Welt hinaus
Die Speyerer sind ein reiselustiges Völkchen. Das bestätigen sie auch in diesem Jahr wieder mit einem ambitionierten städtischen Reiseprogramm. Vier sogenannte Bürgerreisen in Partnerstädte der Domstadt sind geplant. Der Trip ins italienische Ravenna ist sogar schon ausgebucht. Das hat der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Matthias Nowack, auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt.
Zum Glück bieten sich noch attraktive andere Möglichkeiten. Der Auftakt ist noch nicht einmal erfolgt, aber quasi jetzt doch schon vorbei. Von Dienstag, 3. April, bis Sonntag, 8. April, steht der ausgebuchte Trip nach Italien in die Emilia Romagna an. Der Freundeskreis Ravenna ist Organisator der Fahrt in die historisch bedeutsame Stadt. Am Dienstag, 31. Juli, startet die schon traditionelle einwöchige Visite von Jerusalem. Die Reise in die religionsgeschichtlich wie politisch interessante Stadt in Israel – die Vereinigten Staaten von Amerika wollen in Kürze dort ihre Botschaft eröffnen – dauert bis Montag, 6. August. Reiseleiter ist der ausgewiesene Speyerer Jerusalem-Experte Andreas Niggemann vom Freundeskreis Yavne. Von Samstag, 22. September, bis Sonntag, 29. September, führt wieder eine Bürgerreise nach Kursk und Russland. Verantwortlich dafür zeichnet der Freundeskreis Kursk. Geplant ist außerdem, wie Nowack informierte, in der zweiten Oktoberhälfte eine 14-tägige Bürgerreise nach China und in die jüngste Speyerer Partnerstadt, Ningde, durchzuführen. Die Stadt Speyer und die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft GDCF planen diese Reise in das Reich der Mitte gemeinsam. Darüber hinaus gibt es bereits weitere Überlegungen für eine Bürgerreisen-Premiere. Ziel: Japan. Der Verein „Kopf hoch, Japan! – Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Vorderpfalz“ wurde nach der Dreifach-Katastrophe am 11. März 2011 – Erdbeben, Tsunami und Atomunfall in Fukushima – in Speyer gegründet, um Opfer im Krisengebiet unbürokratisch und zügig zu unterstützen. Der Verein hat zu diesem Zweck japanische Kulturveranstaltungen organisiert und mit Erlösen schnell, direkt und kostengünstig im Krisengebiet helfen können. Der Vereinsvorsitzende Martin Moser und seine Frau Tomoko, die aus dem Unglücksgebiet Sendai stammt, planen derzeit eine erste Bürgerreise nach Japan. Wie Moser auf Anfrage mitteilte, werden sie diese Reise im Herbst 2019 anbieten. Wen das reizt, kann sich am Freitag, 16. März, 17 Uhr, im Historischen Ratssaal, bei einer traditionellen zweistündigen japanischen Tee-Zeremonie schon einstimmen lassen. Der Verein bietet sie kostenlos an. Anmeldung Interessenten an den Reisen 2018 können sich bereits als Teilnehmer eintragen lassen. Die Anmeldung zu diesen Reisen kann bei der Stadtverwaltung über Lisa Schönhöfer (E-Mail lisa.schoenhoefer@stadt-speyer.de) erfolgen.