Speyer
Kalmit bis Königstuhl: Neuer Ausblick bei der VR Bank
„Ein beeindruckender Bau“, sagte VR-Vorstandssprecher Till Meßmer bei der Einweihungsfeier am Dienstag schwärmerisch. Er dankte den rund 70 beteiligten Firmen und erwähnte die Beiträge der früheren Vorstandsmitglieder Winfried Szkutnik und Rudolf Müller an der Vorbereitung, bevor der aktuelle Bauvorstand Thomas Sold und Architekt Markus Fritz (Büro ADS, Speyer) Eckdaten präsentierten. Das Budget werde „mit einem Kraftakt“ eingehalten, Herausforderungen wie die Statik nach dem Fund alter Tiefkeller und die zunächst unzureichende Entwässerung der Außenanlagen seien gemeistert werden.
Zwei Verwaltungsebenen in den unteren Geschossen sind in den vergangenen Tagen bereits von rund 50 Mitarbeitern bezogen worden. Der große Veranstaltungsraum und die über eine Wendeltreppe erreichbare Dachterrasse darüber erlebten beim Eröffnungsfest ihre Feuertaufe. Die Verantwortlichen sind auf alle baulichen Elemente stolz. In den Büros seien moderne Raumkonzepte umgesetzt, die auch die Attraktivität der Bank als Arbeitgeber erhöhten. Der Veranstaltungsraum mit modernster Technik fasse bis zu 300 Gäste. Die Terrasse mit Blick „von der Kalmit bis zum Königstuhl“ passe zum Geschäftsgebiet. Auch Treppen, Lichtkonzept und die Feinsteinzeug-Fassade aus Italien seien repräsentativ.
Photovoltaik kommt hinzu
Nachhaltigkeit spielte laut Sold eine große Rolle. Die energetischen Standards seien hoch. Eine neue Photovoltaik-Anlage belege die Hälfte der Dachfläche. Auf den übrigen Gebäuden des Kreditinstituts zwischen Unterer und Oberer Langgasse sollten weitere Solarmodule hinzukommen. Dafür würden bis Jahresende ungefähr 600.000 Euro verbaut, um am Ende 60 Prozent des eigenen Strombedarfs auf diese Weise zu decken.
Mit dem zusätzlichen Gebäude soll die Verwaltung der nach mehreren Fusionen auf 705 Mitarbeiter angewachsenen Bank in Speyer zusammengeführt werden. Rund 70 Kräfte seien zuletzt noch an anderen Standorten eingesetzt gewesen, vor allem in Lambsheim im Rhein-Pfalz-Kreis, wo ab Oktober nur eine Filiale erhalten bleibt. Knapp 400 Mitarbeiter des Instituts arbeiteten in Zukunft in der Domstadt. Auch in den Bestandsgebäuden stünden für 120 Mitarbeiter Umzüge an, weil nach weiteren Umbauten bisher verstreut sitzende Bereiche zusammengeführt würden.
Treffpunkt für Kunden
Der Veranstaltungsraum solle bald zum Treffpunkt für Kunden werden, die ihre Anlagen optimieren wollen, sagte Meßmer. Die Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme nahe sieben Milliarden Euro plane darin regelmäßige Informationstermine. Eine – dank mehreren Kameras im Raum mögliche – hybride Veranstaltung mit einem Influencer solle sich gezielt an junge Kunden richten, so Vorstandsmitglied Achim Seiler.
Im Außenbereich werde ab Oktober noch Begrünung folgen. Dann solle auch eine neue Schranke an der Parkplatz-Zufahrt stehen. Die Fahrtwege auf dem VR-Bank-Areal würden neu geregelt, erklärte Sold. Gegenverkehr wie vor der Bauphase sei wegen der Unfallgefahr nicht mehr möglich. Fahrzeuge könnten das Gelände dann mit einer Einbahn-Regelung von der Bahnhofstraße her erreichen und über die Obere Langgasse verlassen.