Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Dudenhofen/Schifferstadt hat eine Problemzone

Das nächste Derby kommt bestimmt: HSG Dudenhofen/Schifferstadt (rot) trifft auf TSV Speyer.
Das nächste Derby kommt bestimmt: HSG Dudenhofen/Schifferstadt (rot) trifft auf TSV Speyer.

Pfalzligist HSG Dudenhofen/Schifferstadt steht vor einer etwas schwierigen Runde. Es kommt Pech dazu. Doch bei den Vorbereitungsspielen gab es schon gute Auftritte.

Die Panthers der Handballspielgemeinschaft (HSG) Dudenhofen/Schifferstadt, im Vorjahr Pfalzliga-Dritter mit 33:11 Punkten, starten am 17. September mit der Auswärtspartie bei TG Waldsee in die Spielrunde 2023/2024.

Trainer David Oetzel, der weiterhin an der Bande steht, sieht die Mannschaft gegenüber dem Vorjahr wegen der geringeren personellen Breite im Rückraum und dem durch einen schweren Unfall für die gesamte Saison ausfallenden Carsten Handl nicht ganz so stark wie in der vergangenen Saison.

Konstanz fehlt

Im Rückblick spricht er von zwei unnötigen und schmerzhaften Niederlagen gegen Kandel und Wörth, die ein noch besseres Abschneiden verhinderten. Auch die jetzige Vorbereitung offenbare, wie im Vorjahr, eine gewisse fehlende Konstanz. „Daran gilt es nun, intensiv zu arbeiten“, sagte Oetzel dieser Zeitung.

Agile Abwehr, Tempo und breit angelegte Angriffe mit viel Tiefe nennt der Coach als taktische Elemente. Motivation und Emotionen während der Trainingseinheiten sowie bei Spielen, eine Einheit, die sich nicht nur auf dem Feld, sondern auch außerhalb gut versteht und sich zudem aktiv ins Vereinsleben einbringt, wünscht sich der Übungsleiter von der Truppe.

Torwart-Trio

Nicht nur wenige Schlüsselspieler sieht Oetzel vorrangig in der Verantwortung: „Alle stehen während des Spiels gleichermaßen in der Pflicht und müssen ihre hundertprozentige Leistung abrufen, um letztlich als Kollektiv erfolgreich zu sein.“ Im Tor baut er auf Erik Schopp, Felix Trapp und Tobias Weinerth, die sich gut ergänzen und prima verstehen.

Bedauerlich und schmerzlich seien die Abgänge: „Max Barlang hat bei wenigen Einsätzen immer Leistung gezeigt und fehlt vor allem in der Breite. Auch Paul Schutzius vermissen wir als jahrelangen Führungsspieler enorm. Zusätzlich ist der Weggang des A-Jugendlichen Jakob Chrust, der bei vielen Spielanteilen gute Leistungen bot, ein herber Verlust.“

Kein Dogmatiker

Die Neuzugänge Markus Michel und den verletzten Carsten Handl plant er als Linksaußen beziehungsweise im Rückraum rechts ein. Der neu in den Mannschaftsrat gewählte Kreisläufer Patrick Müller finde sich auf seiner Position immer besser zurecht. Eine eigene Spielphilosophie möchte der Übungsleiter nicht durchdrücken.

Oetzel: „Ich lasse die Mannschaft das spielen, was am besten zu ihr passt. Und was am besten passt, versuchen wir gemeinsam zu erarbeiten.“ Eine konstantere Leistung mit höherer Motivation als in der vergangenen Runde und weniger Gegentore erwartet er von der Mannschaft.

Eigenes Spiel

Bedingt durch viele, auch längerfristige Urlaube von Spielern sei die derzeitige Leistungsfähigkeit der Mannschaft nur schwer einzuschätzen. Guten Auftritten in Vorbereitungspartien gegen TV Offenbach, HSG Worms und TV Groß-Rohrheim folgten eher schwächere Auftritte gegen TV Friedrichsfeld und die Südpfalztiger.

Als Baustellen, an denen zu arbeiten ist, nennt Oetzel die Abwehr, der er mehr Stabilität verleihen möchte sowie ein geduldigerer Aufbau. Zudem soll sich das Team nicht dem Gegner anpassen, sondern sein eigenes Spiel durchdrücken. Zum Favoritenkreis zählt er seine eigene Truppe nicht. TSV Speyer und HSG Kaiserslautern sind für ihn die Titelanwärter.

SO SPIELEN SIE

Zugänge: Tobias Weinerth, Carsten Handl (beide TSV Iggelheim), Markus Michel (Südpfalztiger)

Abgänge: Max Barlang (Karriereende), Jakob Chrust (nur noch HLZ Friesenheim/Hochdorf), Paul Schutzius (Studium)

Kader: Aurel Albert, Marco Beckmann, Dominic Gerbes, Carsten Handl, Matthias Handrich, Christopher Huber, Markus Michel, Patrick Müller, Simon Richter, Marco Schneider, Erik Schopp, Finn Schutzius, Dominik Selinger, Felix Trapp, Tobias Weinerth, Konrad Worf, Lorenz Worf

Trainer: David Oetzel

Co-Trainer: Christoph Schubart, Walter Klein (Athletik), Markus Kiese (Torleute)

Physiotherapeut: Jannis Hackel

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