Speyer
Handball: TSV spielt gegen Nationalmannschaft
Das Ergebnis war zweitrangig. „Wenn wir jemandem helfen können, dann tun wir das sehr gerne“, sagte Markert. Die Kobras siegten vor 200 Zuschauern in der Pfalzhalle Haßloch 30:22 (15:13). Der TSV Speyer war während des Abschlusstrainingslagers der vorletzte Testgegner.
Beherzt
„Trainer Alexander Zimpelmann hatte angefragt. Deshalb wollten wir so eine Gelegenheit nicht auslassen“, meinte Markert, dem drei Akteure wegen Corona fehlten und dem gegen Ottersheim/Bellheim/Zeiskam/Kuhardt II das nächste Match ins Haus stand. Die Domstädter gingen beherzt zur Sache, lagen von Beginn an in Front.
Aber erst in der zweiten Hälfte nach einer Schwächephase der Sieben von Zimpelmann, bei der Dominik Götz aus Lambsheim zu den Stärksten zählte, setzten sie sich ab. Dabei profitierten sie nicht nur von ihrer stabilen Abwehr, sondern auch von unzähligen technischen Fehlern auf der Seite der Gastgeber, die nach vielen Trainingseinheiten müde wirkten.
Lücken gefunden
Besonders Jakub Balaz im rechten Rückraum und Markert im Überkreuzspiel fanden immer wieder die Lücken zum gegnerischen Tor. Dazu setzte sich Sven Pohlmann am Kreis immer wieder durch. Gero Gertenbach zwischen den Pfosten der Gehörlosen verhinderte mit einem Sahnetag Schlimmeres.
Über 20 Paraden, darunter auch zwei gehaltene Siebenmeter, sorgten dafür, dass die Deafboys bis zur 44. Minute mithielten (18:20) und dann nach einem 6:0-Lauf des TSV etwas unter die Räder kamen. „Es war eine zerfahrene Partie mit vielen technischen Fehlern. Wir hatten heute nicht die Mannschaft, die ich mir gewünscht hatte“, meinte Markert.
Kräfte verteilen
Der Coach: „Unser Ziel war es, dass wir die Kräfte gleichmäßig verteilen, um auch in den nächsten Spielen erfolgreich zu sein.“ Gesprächsbedarf sah der Bundestrainer. „Es war im Vergleich zum Spiel am Tag zuvor wieder ein Schritt nach vorne. Wir werden das Spiel nochmals analysieren, um aus den gemachten Fehlern zu lernen.“
In Haßloch versammelte er zum vierten und letzten Mal vor dem Abflug am 27. April seinen Kader. Die Mission der Deafboys ist klar: Sie wollen diesmal um die Medaillen mitspielen. So stehen in der Vorrunde die Partien gegen Serbien, Kenia, Brasilien und Kamerun auf dem Plan: „Unser Fokus liegt ganz klar auf dem ersten Spiel gegen Serbien.“
Zimpelmann: „Dann schauen wir von Spiel zu Spiel.“ Da wünschten die TSV-Handballer auch ihren Freunden bei den kommenden Aufgaben viel Erfolg.
So spielten sie
Deutschland: Gertenbach (SVG Kassel), Klein (Barmstedter MTV) - Werling (TV Wörth) 3/1, Tomaschewski (SG Neumünster) 3/1, Bayer (VfL Raststedde) 1 - Götz (SV Waldhof) 5, Kinnböck (TSV Ost-Mostheim) 2 - Lauckner (Barmstedte) 2 - Petersen (Preetzer SV) 3, Keßler (SG Heidelberg/Leimen), Hild (DJK Rimpar) 2, Kaut (TSB Ravensburg) 1, Le Ngoc (HBS Nürnberg).
TSV Speyer: Doppler, Handwerker (ab 31.) - Balaz (10/2), Markert (4), Weber (3) - Krick (2), Jucanovic (1) - Krieg (6), Pohlmann (3) - Russ (1), Heid, Schmitt.
Spielfilm: 1:3 (5.), 4:4 (15.), 5:8 (19.), 8:11 (23.), 11:12 (27.), 13:15 (30. HZ.), 15:19 (37.), 18:21 (44.), 18:25 (47.), 19:26 (51.), 21:27 (58.), 22:30 (60., Ende) - Siebenmeter: 4/2 - 6/2 - Zeitstrafen: 0 - 2 - Beste Spieler: Gertenbach, Götz - Balaz, Markert - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Koob/Krause (Mutterstadt).