Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Mechtersheims Kevin Schwehm freut sich auf Derby gegen Ludwigshafen

Kevin Schwehm.
Kevin Schwehm.

Er ist der Mann, der beim Fußball-Oberligisten den Takt angeben soll: „Mittelfeldmotor“ Kevin Schwehm. Vor dem Derby gegen den FC Arminia Ludwigshafen (Montag, 19.30 Uhr) freut er sich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Weggefährten. Ein bekannter Name sagt ihm derweil nicht so viel.

TuS-Trainer Ralf Schmitt bezeichnet seine Nummer 32 als „Führungsspieler“. „Ich bin 27 Jahre alt und damit einer der älteren Spieler in der Mannschaft. Da muss ich diese Rolle auch annehmen“, erwidert Schwehm. Auf dem Platz ist er der „Kilometerfresser“, immer im Mittelfeld unterwegs zwischen Abwehr- und Angriffsdrittel.

Dabei scheut der 1,77 Meter große Akteur auch keinen Zweikampf. Eine Partie in der „Schwehmi“ keine Gelbe Karte sieht, ist selten. Dies spricht aber auch für seinen unbedingten Willen und seine Einsatzbereitschaft – zwei Eigenschaften, für die ihn die Verantwortlichen in Mechtersheim schätzen.

Ein Betze-Bu

Groß geworden ist Schwehm in der Jugend des 1. FC Kaiserslautern. Im Schatten des Fritz-Walter-Stadions durchlief er die Unter-17-Jährigen- und U19-Mannschaften, spielte dann zwei Jahre in der zweiten Mannschaft des FCK. Danach zog es ihn zum SC Hauenstein in die Oberliga, ehe er im Sommer 2017 seine Zelte an der Kirschenallee aufschlug.

Seitdem ist er Stammspieler in Mechtersheim, gehört eigentlich immer zur Startelf. Vor dem Derby gegen den FC Arminia Ludwigshafen freut er sich vor allem auf ein Wiedersehen mit ehemaligen Sportkameraden. Vor dieser Saison zog es Torhüter Peter Klug und Verteidiger Lukas Hartlieb in die Chemiestadt.

„Natürlich wollen wir den ehemaligen Mitspielern zeigen, dass wir Fußball spielen können“, formuliert er die Motivation für den Montagabend. Schließlich stecke in der Mechtersheimer Mannschaft viel Potenzial. „Wir haben in den vergangenen zwei Spielen Mentalität und Einsatzwillen gezeigt“, stellt Schwehm fest.

Für Nostalgiker

Während die aktuellen Akteure beider Teams sich teilweise noch gut kennen, ist das Wiedersehen mit Arminia-Trainer Ralf Gimmy an seiner ehemaligen Arbeitsstätte eher etwas Fußball-Nostalgiker und langjährige TuS-Fans.

Im Sommer 1989 war der inzwischen 60-Jährige nach Mechtersheim gekommen und hatten den Verein von der Bezirksliga in die Oberliga geführt. 2012 hatte sein Engagement dort geendet. Danach waren der FC Speyer 09 und ebenda sein Jugendverein, die Arminia, seine weiteren Wirkungsstätten.

Beides möglich

„Das war dann doch vor meiner Zeit“, stellt Schwehm fest und hat derzeit eher andere Ziele vor Augen. Der 27-Jährige steht kurz vor seiner Masterarbeit als Bauingenieur und arbeitet derzeit während seines Dualen Studiums in Ludwigshafen. Studienabschluss und sportliche Belastung? „Fußball ist ein guter Ausgleich“, kontert Schwehm.

Beides ließe sich trotz Organisationsaufwand gut miteinander verbinden. Und auch um den weiteren Verlauf der Saison ist ihm nicht bange: „Wir werden unsere Punkte noch holen“, verspricht Schwehm im Hinblick auf die anstehenden Partien. Wer seinen Einsatzwillen auf dem Rasen kennt, könnte das schon fast als Drohung verstehen …

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