Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Mechtersheim – Dudenhofen 1:4

Als wäre er nie weg gewesen: Ralf Gimmy.
Als wäre er nie weg gewesen: Ralf Gimmy.

Oberligist FV Dudenhofen ist derzeit einfach nicht zu stoppen. Auch der TuS Mechtersheim konnte den FVD bei der Rückkehr Ralf Gimmys auf die Römerberger Trainerbank am Mittwochabend nicht stoppen. Am Ende hieß es beim Comeback 1:4 (1:1) – wie der Coach das Spiel erlebte.

„Dieser Start war durchwachsen, würde ich sagen. Vor uns liegt viel Arbeit“, sagte Mechtersheims Coach nach dem Spiel. Dabei begann der TuS eigentlich ordentlich und gestaltete die erste Halbzeit gegen Dudenhofen noch sehr ausgeglichen. Gimmy wirkte dabei an der Linie, als wäre er nie weg gewesen.

„Hin, hin, hin“, „tiefer“, oder „durchlaufen“, rief der Trainer den Seinen immer wieder zu. Mit der ersten gefährlichen Aktion glückte die Gästeführung. Marvin Sprengling flankte über die rechte Seite flach herein. Mit ein wenig Slapstick landete der Ball bei Christopher Koch, der ihn über die Linie bugsierte.

„In der Folge“, so Gimmy in seiner Analyse, „haben wir es mit dem Ausgleich prima hingekriegt“. Der gelang Aleksandar Biedermann quasi im Gegenzug nach Eingabe von Marvin Benefo (18.). Sowohl Koch als auch Biedermann standen bei ihren Treffern viel zu frei. Gimmy verfolgte das Geschehen meist stehend. Auf seinem Sitz hielt es ihn nie lang.

Kampfbetont

Seine Mannschaft machte ihren Job in der Folge ordentlich und hielt gut dagegen. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Match ohne größere Vorteile auf der einen oder anderen Seite. „In der zweiten Halbzeit hätte man meinen können, der Gegner hat Vitaminspritzen bekommen und wir irgendein Schlafmittel“, meinte Gimmy weiter.

Anders ausgedrückt, agierte Dudenhofen ab Minute 46 sehr druckvoll und aktiver als der TuS. Das führte unter anderem zu vier Dudenhöfer Ecken direkt hintereinander direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs. „Wir haben dann im Endeffekt auch den Faden verloren“, meinte der TuS-Coach.

Nach starker Einzelaktion Michael Bittners brachte wiederum Koch den FVD in Führung (58.). Als die Zuschauer außen sich gerade gegen die zunehmenden Mückenangriffe wehrten, führte auf dem Platz eine weitere Einzelaktion zur Entscheidung.

Thiede tankt

Diesmal tankte sich Pascal Thiede im Mittelfeld durch und schaltete nach seinem Pfostenschuss am schnellsten – 3:1 (61.). Gimmy forderte nach dem Doppelschlag eine Reaktion seiner Schützlinge. Doch ein Mechtersheimer Aufbäumen blieb aus. Stattdessen bestätigte Jannik Styblo seine starke Form und veredelte einen schönen Sprengling-Pass (68.).

„Dudenhofen hat es gerochen, dass da was im Busch ist. Und wenn sie etwas riechen, werden sie richtig unangenehm“, bilanzierte Gimmy.

„Ich denke, nach 90 Minuten war es ein verdienter Derbysieg. Es war ein Spiel mit wenig Torchancen. Die Chancen, die da waren, wurden von den Mannschaften eiskalt genutzt. In der zweiten Halbzeit hat es die Mannschaft überragend gemacht, 45 Minuten Power-Play“, fasste Dudenhofens Trainer Steffen Litzel seine Sicht zusammen.

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