Speyer
Fußball: FV Dudenhofen räumt Niederlage ein
Christian Schultz ist ein sehr fairer Verlierer. Gleich mehrfach unterstrich der Coach des FV Dudenhofen nach dem 2:3 (1:2) im Oberligaderby bei Absteiger Wormatia Worms, dass die Rheinhessen verdient gewonnen hätten.
Und doch: „Ich bin nicht unzufrieden. Wir haben Moral bewiesen, die Partie in der zweiten Halbzeit kämpferisch offen gestaltet und auch ein paar spielerische Akzente gesetzt.“
Auch seine Spieler sahen die Niederlage als Erfahrungswert auf dem Weg zur endgültigen Oberliga-Reife: „Drei Abspielfehler vor den Gegentoren, so etwas wird in der Oberliga eben bestraft“, betonte Torwart Marcel Johann: „Wir haben verdient verloren, weil wir mehr Fehler als der Gegner gemacht haben. Die müssen wir minimieren, wenn wir die Klasse halten wollen.“
Kleinere Chancen
So stand’s schon 0:2, kaum dass eine Viertelstunde gespielt war. Der FVD versteckte sich zwar nicht, Julian Scharfenberger stand auch fast frei vor dem Tor, hatte aufgrund Rücklage aber keine echte Torchance (11.).
Auf seinen Rückpass nahm Paul Stock aus 20 Metern Maß – kein Problem jedoch für Wormatia-Keeper Niklas Reichel (16.). Aus 30 Metern gar versuchte es Rami Zein – sehenswert, aber auch vorbei.
Schiri großzügig
Und dass der Schiedsrichter-Assistent mögliche Abseitsstellungen großzügig auslegte, konnten die Dudenhofener in der ersten Halbzeit auch nicht nutzen. So gab es nur das 1:2, als Scharfenberger nach einem eher unnötigen Rückpass der Wormser bissig an den Ball gekommen und daran geblieben war (23.).
„Man kann nicht immer drei Tore schießen. Wenn es geklappt hätte, dann hätten wir den Punkt auch verdient gehabt. Aber eine Mannschaft wie Worms macht dann eben die Dinger“, sagte Scharfenberger, der ins gleiche Horn stieß wie seine Mitstreiter: „Wir haben wieder gemerkt, in der Oberliga werden Fehler direkt bestraft.“
Derbe Gäste
Und dennoch: Das Spiel geriet in der Folge bis zum Ende offener, gute Chancen aber besaß der FVD auch fortan nicht wirklich. Joker Filimon Gerezgiher schien per Konter für die Wormser alles klar zu machen (80.), wenig später (87.) aber traf Kevin Hoffmann per abgefälschtem Freistoß – und die restlichen sieben Minuten gerieten zum Hoffnungslauf für den FVD.
„Die scheißen sich doch in die Hosen vor Dudenhofen“, verlautete es von der Gästebank – durchaus treffend. „Heiße Schlussminuten“, merkte auch Hoffmann an: „Wir müssen deshalb das Positive mitnehmen. Nachdem wir schwer ins Spiel gekommen sind, haben wir uns reingekämpft und den Kopf nicht verloren.“
Trainer zur Kasse
Blieb als Randnotiz noch die Gelbe Karte für die Bank, genauer: für den Co-Trainer. „Ja, für Steffen Litzel. das ist wichtig, denn das kostet Geld“, sagte ein gut gelaunter Christian Schultz.
Rheinpfalz-Tipp: 1:1
Ein 1:1 war schon nach zwölf Minuten unmöglich. Dennoch: In der Schlussphase hätte es für Dudenhofen durchaus zum Ausgleich einschlagen können. Der FVD hat also auch gegen ambitionierte Teams ein Remis in Reichweite.