Speyer Für Sicherheit und Verpflegung gesorgt
«Dudenhofen.» Es ist angerichtet: Bier- und Würstchen-Pavillons sind aufgebaut, die Großeinkäufe erledigt. Die Ordner wissen, was zu tun ist. Das Pokal-Halbfinale zwischen Verbandsligist FV Dudenhofen und dem 1. FC Kaiserslautern (heute, 19.30 Uhr) im ausverkauften Südweststadion Ludwigshafen kann beginnen.
„Ich glaube, es wird richtig gut“, sagte der Dudenhofener Vereinsvorsitzende Roland Klaus schon am Samstagnachmittag im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der Besuch im Gastro-Supermarkt und ein Arbeitseinsatz in der Spielstätte lagen da gerade hinter ihm. Mit Unterstützung eines FCK-Fanklubs aus Böhl errichtete der FVD die Imbissbuden. „3500 Bratwürste, 2000 Rindswürste, 5500 Brötchen“, zählte Klubchef Klaus auf. Was für oben drauf? „50 große Flaschen Senf, 50 große Flaschen Ketchup.“ Und damit’s keine Sauerei gibt, händigen die Helfer 10.000 Servietten aus. Durst? 15.000 Trinkbecher für knapp 6500 Zuschauer. Wieviel Bierfässer anrollen, das weiß Klaus gar nicht so genau. Überwältigt zeigte er sich von der Hilfsbereitschaft in Verein und Dorf: „Wir haben 80 Helfer. Das sind fast zu viel. Da haben wir ein Luxusproblem. Alle Abteilungen machen mit.“ Der Tennisclub unterstützt ebenso mit einer Handvoll wie die Sänger der Liedertafel: „Die Resonanz ist richtig groß.“ Die Sparkasse stiftete 20 Spielbälle. Die Jugend des JFV Ganerb 12 stellt die Einlaufkinder und sorgt rund um den Rasen dafür, dass es keine allzu langen Zeitverzögerungen gibt. Zwei Busse transportieren 100 Dudenhofener Fans. Die Lauterer stellen 30 der zusammen 50 Ordner, besetzen den Eingang, schauen in Rucksäcke, nehmen Leibesvisitationen vor. „Das darf ja nicht jeder machen“, erläuterte Klaus: „Dazu braucht man eine Ausbildung.“ Die Dudenhofener ziehen an weniger problematischen Punkten auf, begleiten die Rollstuhlfahrer und überwachen den Vip-Bereich. Der Vorsitzende kündigte Verbandsbürgermeister Manfred Scharfenberger, Ortschef Peter Eberhard sowie das Speyerer Stadtoberhaupt Stefanie Seiler an: „Auch das Medieninteresse ist groß.“ Klaus hofft, dass für den Verein „ein niedriger bis mittlerer fünfstelliger Betrag“ übrigbleibt: „Das Geld wird reinvestiert.“ Das Dach des Vereinsheims müsse saniert werden. Überrascht zeigte er sich von der geringen Stadionmiete von 3950 Euro an Ludwigshafen, mit der der FVD gut zusammenarbeite. 40 Prozent der Zuschauereinnahmen gingen an seinen Klub, 60 an den FCK. Der Spieltag beginnt für Klaus um 10 Uhr, um noch zu reagieren, wenn eine Kabeltrommel oder ein Küchenmesser fehle: „Ich habe mir Urlaub genommen“, sagte der Dudenhofener Physiotherapeut.