Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Corona: Patienten zwischen 42 und 100 Jahren alt

Coronavirus: In Speyer steigen seit Januar die Zahlen.
Coronavirus: In Speyer steigen seit Januar die Zahlen.

Nachdem die Corona-Inzidenzen im Dezember lange Zeit rückläufig waren, klettern die Zahlen Anfang Januar wieder nach oben. Die Speyerer Krankenhäuser beobachten die Entwicklung genau, auch weil ihre Personallage angespannt ist. Ein Überblick.

Die Lage in den Krankenhäusern: „Um rund ein Drittel“, sagt Barbara Fresenius, Leiterin der Unternehmenskommunikation im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, hat die Anzahl der in der Einrichtung versorgten Corona-Patienten über das zurückliegende Wochenende zugenommen. „Zurzeit versorgen wir 14 Covid-19-Patienten.“ Unter diesen Patienten befänden sich auch acht Personen, die nach einem Corona-Ausbruch Ende Dezember im Krankenhaus selbst auf die Isolierstation verlegt wurden. Die meisten der mit dem Coronavirus infizierten Patienten seien über 80 Jahre alt. „Der jüngste Covid-Patient ist 61 Jahre alt“, berichtet Fresenius. Fünf der Patienten, so Fresenius, müssten intensivmedizinisch betreut werden. Vier der fünf Personen müssten beatmet werden, nur einer davon sei gegen Covid-19 geimpft.

An die Kapazitätsgrenzen sei das Krankenhaus bislang noch nicht gekommen. „Bisher konnten wir alle Notfälle versorgen“, sagt Fresenius. An andere Krankenhäuser habe man daher noch niemanden verweisen müssen. Auf der Intensivstation fehlten jedoch einige Mitarbeiter. „Sie befinden sich in Quarantäne“, sagt die Pressesprecherin.

Im St.-Vincentius-Krankenhaus werden zurzeit 18 Patienten mit Covid-19 behandelt. „Vier davon auf der Intensiv-, 14 befinden sich auf der Isolierstation“, sagt die Ärztliche Direktorin Cornelia Leszinski. „Nur einer der Intensivpatienten ist geimpft.“ Die Altersspanne der Covid-19-Patienten liege zwischen 42 und 100 Jahren. „Sowohl die Jüngste, wie auch der Älteste befinden sich nicht auf der Intensivstation“, berichtet Leszinski.

Die Lage auf der Station sei seit zwei bis drei Wochen konstant. Verlegt werden musste bisher niemand. „Wir konnten sogar einen Patienten aus einem anderen Krankenhaus aufnehmen“, berichtet Leszinski. Die Situation unter den Mitarbeitern beschreibt sie als „angespannt, aber stabil“.

Tests und Impfungen zwischen den Jahren: Impfungen in der kommunalen Impfstelle wurden an Weihnachten in Speyer nicht angeboten, dafür aber in der Woche zwischen den Feiertagen und Silvester. „Vom 28. Dezember bis 30. Dezember wurde wie gewohnt, jeweils von 16 Uhr bis 20 Uhr, nach vorheriger Terminvereinbarung geimpft“, sagt Annika Siebert von der Pressestelle der Stadtverwaltung. 421 Personen seien in dieser Zeit geimpft worden. Deutlich häufiger wurde der Impfbus genutzt, der am 28. Dezember und 30. Dezember in der Domstadt Halt machte. „Am 28. Dezember wurden 533 Personen und am 30. Dezember 352 geimpft“, so Siebert.

Im Gegensatz zu den Impfstellen waren auch an den Feiertagen einige Schnelltestzentren geöffnet. In der Kalenderwoche 51, in der auch die Weihnachtstage lagen, haben mehr als 7200 Personen das Angebot in den mit der Stadt kooperierenden Schnelltestzentren genutzt. Eine Woche zuvor waren es noch fast 8000 Bürger, eine Woche später – in der Kalenderwoche 52 also – ließen sich nur noch etwas mehr als 6200 Menschen in den mit der Stadt kooperierenden Schnelltestzentren testen.

Die Infektionszahlen: Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat am Dienstag 28 weitere bestätigte Corona-Fälle in Speyer gemeldet. Die Anzahl der als infiziert geltenden Personen in der Domstadt steigt auf 463. Der Inzidenzwert liegt damit bei 205 (Vortag: 206,9). Mit 296,1 verzeichnen die Unter-20-Jährigen den höchsten Inzidenzwert. Den Inzidenzwert der Über-60-Jährigen beziffert das LUA auf 129,5 und somit am niedrigsten.

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