Schifferstadt Neuer Pegelmesser für Rehbach geplant

So ähnlich wie hier, an der Sägmühle in Bad Dürkheim, würde die Messstelle am Rehbach aussehen.
So ähnlich wie hier, an der Sägmühle in Bad Dürkheim, würde die Messstelle am Rehbach aussehen.

Eine neue Pegelmessstelle soll am Rehbach bei Schifferstadt eingerichtet werden. Damit sollen Daten von Wasserständen und -abflüssen erhoben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das ist auch eine Frage des Hochwasserschutzes.

Dieser sogenannte Oberflächenpegel, der im Bereich der Kreisbauschuttdeponie geplant wird, soll Aufschluss über Hoch- und Niedrigwasser geben und den natürlichen Abfluss des Rehbachs erfassen. Das Ganze ist ein Projekt der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd. Deren Vertreter Frank Pfannebecker und der Mannheimer Wasserbauingenieur Waldemar Fast junior haben den Mitgliedern des Forst-, Agrar- und Umweltausschusses die Hintergründe erläutert. Das Vorhaben stieß dort auf breite Zustimmung, auch weil die so erhobenen Daten für alle im Internet sichtbar sein werden. „Es ist ja auch ein Vorteil für uns in Schifferstadt, wenn wir verlässliche Daten für den Rehbach haben“, sagte die Erste Beigeordnete Ursula Behrendt-Roden (Grüne). Und zwar für Hoch- wie auch für Niedrigwasser. Die Ausschussmitglieder haben dem Vorhaben einhellig zugestimmt.

Warum ein Pegel in der Schifferstadter Gemarkung?
Um verlässliche und vor allem unbeeinflusste Daten über die Wasserstände zu erhalten, erläuterte Fast. Denn die nächstgelegene Messstelle im Waldmühlweg in Ludwigshafen-Rheingönheim liege bei Rheinhochwasser im Rückstaubereich des Flusses - das könne die Daten verfälschen. In der anderen Richtung werde erst wieder in Neustadt der Pegel des Rehbachs erfasst. Bei der Standortsuche für eine unbeeinflusste Messstrecke wurden die Fachleute in Schifferstadt fündig. Und nach der Prüfung verschiedener Anforderungen – gerader Bachverlauf, ausreichendes Grabenprofil, keine Einleitungen aus Anlagen, Pumpwerken oder ähnlichem, kein Rückstau aus anderen Gewässern – blieb von ursprünglich fünf verschiedenen Varianten ein Platz bei der Deponie westlich der L454 übrig. Der noch dazu den Vorteil hat, dass er durch die Nähe der Landesstraße gut angefahren werden kann.

Wie sieht ein solcher Oberflächenpegelmessstand aus?
Am geplanten Standort wird laut Waldemar Fast ein Steg mit Geländer über den Rehbach errichtet. An diesem Steg ist eine Plattform mit Messinstrumenten und Gerät zur Übertragung der Daten. An der Böschung wird eine Treppe mit Pegellatte angelegt. Und der Messsteg wird auf beiden Seiten gesichert, mit einem Zaun auf einer Seite, beziehungsweise einer Tür. Damit niemand verleitet wird, darauf über den Rehbach zu balancieren ...

Gibt es Eingriffe in die Umgebung?
Laut Fast müssen für den Messsteg je Ufer ein Fundament gesetzt werden, ein weiteres für die Pegellatte einschließlich Treppe. Für die Zeit der Erbauung werde eine Baustraße eingerichtet, sagte Frank Pfannebecker. Diese werde von der SGD danach wieder zurückgebaut, wenn die Gemeinde dies wünsche, könne aber auch erhalten bleiben. Und der Bewuchs im Bereich der Pegelstation werde regelmäßig zurückgeschnitten. Hinzu komme der Zaun. Die Messstrecke werde rund 40 Meter betragen und mit Sohle und Böschung befestigt. Der Baumbestand werde nicht beeinträchtigt.

Wie geht es nun weiter?
Laut Frank Pfannebecker wolle man noch in diesem Jahr die Planung erledigen und etwa im März des kommenden Jahres ausschreiben. Im Sommer 2024 könnte dann gebaut werden: „Vorausgesetzt wir kriegen die Mittel vom Ministerium.“

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