VG Römerberg-Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Diese Kandidaten wollen Bürgermeister werden

Harald Löffler
Harald Löffler

Rund 16.850 Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen entscheiden am 6. März, wer Bürgermeister oder Bürgermeisterin wird. Zur Wahl stehen vier Personen. Falls keine davon eine absolute Mehrheit erzielt, gibt es am 27. März eine Stichwahl. Die RHEINPFALZ stellt die Kandidaten vor.

Die Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen wird spannend: Drei Bewerber und eine Bewerberin haben ihren Hut in den Ring geworfen und sind zur Wahl zugelassen. Alle sind politisch bekannt: Harald Löffler (CDU) ist seit 18 Jahren ehrenamtlicher Ortsbürgermeister von Harthausen. Silke Schmitt-Makdice (SPD) übt dieses Ehrenamt, für das es eine Aufwandsentschädigung gibt, seit drei Jahren in Hanhofen aus. Zudem ist sie Beigeordnete der Verbandsgemeinde. Matthias Hoffmann (Grüne) steht seit genauso langer Zeit an der Spitze der Ortsgemeinde Römerberg. Justus Rabe (FDP) ist bislang ehrenamtlich als Beigeordneter der Verbandsgemeinde aufgetreten.

Der bisherige Bürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) tritt aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Seine Amtszeit endet mit Ablauf des 30. Juni 2022. Der 68-Jährige war dann 23 Jahre Bürgermeister. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird wie er hauptamtlich aktiv sein und der rund 100 Mitarbeitende zählenden Verbandsgemeindeverwaltung vorstehen. Das Bürgermeisteramt ist wichtig, weil zusammen mit dem Verbandsgemeinderat und in Abstimmung mit den vier Ortsgemeinden sowie dessen Vertretern politisch gestaltet werden kann.

Der Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung in Dudenhofen: Hier zieht der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Manfred Scharfenberge
Zur Sache

Kandidaten stellen sich der RHEINPFALZ-Diskussion

Fokus liegt auf Bürgern

Der 50-jährige Harald Löffler will die Verwaltung zukunftsfähig machen, indem etwa Homeoffice-Möglichkeiten für die Mitarbeitenden ausgebaut werden. Für die Bürger sollen Onlinezugänge ausgeweitet werden, damit sie einen Reisepass auch im Internet beantragen können. Zudem soll die Terminvergabe für die Rathäuser intensiviert werden, um Einzelfälle schneller aufzuarbeiten. Außerdem pocht der Harthausener, der einen örtlichen Kunststoffverarbeitungsbetrieb führt, auf einen digitalen Ausbau der Schulen und will sich für den Hochwasserschutz einsetzen. Des Weiteren legt der Christdemokrat Wert darauf, dass die Zusammenarbeit mit der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) ausgeweitet wird und die bereits in die Wege geleitete Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Dudenhofen sowie die erforderlichen Neubauten in Mechtersheim und Harthausen umgesetzt werden.

Die 42-jährige Silke Schmitt-Makdice kennt die Verwaltung aus dem Effeff. Sie arbeitet seit 25 Jahren bei der Stadtverwaltung in Speyer und ist dort seit fünf Jahren Finanzabteilungsleiterin. Die Hanhofenerin steht für „eine offene Verwaltung, die sich als Dienstleiter für die Menschen versteht“. Die SPD-Frau möchte digitale Angebote machen. Ihr ist im Sinne aller Generationen aber auch wichtig, dass die Bürger ihre Anliegen weiterhin vor Ort in den Rathäusern erledigen können. Des Weiteren möchte Schmitt-Makdice die Ortsgemeinden stärken und deren Individualität bewahren. Gleichzeitig möchte sie den Zusammenhalt leben. Zudem spricht sich die Hanhofenerin für eine leistungsfähige und moderne Feuerwehr, den Aus- und Umbau der Gerätehäuser sowie einen wirksamen Hochwasserschutz aus. Am Herzen liege ihr auch die Jugendarbeit, die sie ausbauen möchte, sagt die 42-Jährige.

„Wir-Gefühl leben“

Der 58-jährige Matthias Hoffmann will mit der Verwaltung neue Wege beschreiten und dabei vor allem die Bürgernähe ausbauen, die aus Sicht des Mechtersheimers zu kurz kommt. Er will zentralere Strukturen schaffen und Synergien zwischen den Ortsgemeinden nutzen. Gleichzeitig möchte er ein „Wir-Gefühl“ leben. Der Grünen-Politiker, der seinen Hauptberuf bei der BASF zugunsten seines Ortsbürgermeisteramts in Römerberg 2020 aufgegeben hat, wünscht sich weitere Windräder in der Verbandsgemeinde sowie den Ausbau der Fahrradwege und die energetische Sanierung von gemeindeeigenen Liegenschaften.

Der 37-jährige Justus Rabe präsentiert sich als „jung, dynamisch und anpackend“. Der FDP-Politiker aus Heiligenstein möchte die Verwaltung „kundenorientiert“ umbauen und zu „einem der modernsten Arbeitgeber im Rhein-Pfalz-Kreis“ machen. Der staatlich anerkannte Techniker für Gartenbau, der im BASF-Agrarzentrum in Limburgerhof arbeitet, will vor allem die Digitalisierung vorantreiben.

Silke Schmitt-Makdice
Silke Schmitt-Makdice
Matthias Hoffmann
Matthias Hoffmann
Justus Rabe
Justus Rabe
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