Fußball
Vizemeister SC Hauenstein steigt nach 6:2-Erfolg in U17-Verbandsliga auf
Die B-Junioren-Fußballer des SC Hauenstein/Lug-Schwanheim haben ihr letztes Saisonspiel in der Landesliga Westpfalz gegen den VfR Kaiserslautern mit 6:2 (5:2) gewonnen, sicherten sich damit Platz zwei vor dem SV Morlautern und steigen in die Verbandsliga auf. Der Sportclub profitiert davon, dass Meister FK Pirmasens II (drei Zähler vor Hauenstein) nicht aufsteigen darf, da der ältere Jahrgang der Pirmasenser auch nächste Saison in der Verbandsliga spielt.
Bis zum letzten Spieltag lieferten sich die Hauensteiner ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem bis dahin punktgleichen SV Morlautern. Da Morlautern in der letzten Partie zu Hause gegen die JFG Pfälzer Bergland entscheidend patzte (1:2), sicherte sich Hauenstein durch seinen Sieg die Vizemeisterschaft. Als das Ergebnis der eine Stunde später angepfiffenen Partie in Morlautern nach Hauenstein „durchsickerte“, war die Freude groß beim Hauensteiner Nachwuchs, der den Erfolg bis spät in die Nacht ausgiebig feierte.
Blitzstart der Gastgeber
Die Partie gegen den VfR wurde vor 100 Zuschauern auf dem Rasen des TV Hauenstein ausgetragen. Vom Top-Zustand des Untergrunds offensichtlich animiert, begann der SCH furios. Bereits in der ersten Minute prüfte Philipp Frank den sehr gut reagierenden Gästetorwart Noel Schwind. In der dritten Minute flankte Matthias Seibel von links auf den Kopf von Mittelstürmer Luca Kessler. Der legte ab für Alex Schmitt, der den Ball aus kurzer Distanz ins Tor beförderte.
Doch nur weitere zwei Minuten später nutzte Fardin Rahmani eine Unachtsamkeit in der Hauensteiner Abwehr zum 1:1-Ausgleich. In der Folge wurde Hauensteins Trainer Günter Pritz an der Seitenlinie etwas lauter und trieb sein Team energisch nach vorne. Der Coach wird sein Team nicht in die Verbandsliga begleiten. Bereits im Januar gab Pritz sein Aufhören zum Saisonende bekannt. Für ihn wird zukünftig Jugendleiter Thomas Falkenhain die Mannschaft betreuen, unterstützt vom bisherigen Co-Trainer Claudiu Kopp.
Lautere Ansprache des Trainers hilft
Die Ansprache des Trainers half. Hauenstein drückte den Gegner immer tiefer in die eigene Hälfte und erzielte von der 19. bis zur 26. Minute vier Treffer. Zunächst verlängerte Kessler einen Freistoß von Abwehrchef Maxim Lenhardt ins Gästetor. Eine Minute später foulte VfR-Keeper Schwind Melvin Klein – Strafstoß. Schmitt verwandelte sicher. Der Elfmeterschütze lieferte weitere drei Minuten später die Vorarbeit zum Treffer von Philipp Martz per Kopfball – 4:1 für Hauenstein. Nach 26 Minuten bediente Kessler im Strafraum Seibel, der mit links zum 5:1 ins untere rechte Toreck traf.
In der Folge gönnte sich Hauenstein eine Verschnaufpause, die der VfR nach einer halben Stunde zu seinem zweiten Treffer durch Pascal Weber nutzte. Im zweiten Durchgang verflachte die Partie. Beide Teams wechselten fleißig durch. Für einen der wenigen Höhepunkte sorgte Schmitt, der nach 68 Minuten mit seinem dritten Treffer das 6:2 besorgte.
Hauensteiner künftig mit zwei B-Jugend-Teams
„Das ist ein sehr schöner Erfolg. Wir werden versuchen, das in der nächsten Runde gut hinzubekommen“, freute sich auch SCH-Vorsitzender Udo Memmer über die Rückkehr in die U17-Verbandsliga. Ein Großteil der Mannschaft verlässt den Aufsteiger in Richtung eigene A-Jugend. „Durch den Aufstieg besteht jetzt natürlich auch ein Anreiz für Spieler aus der Umgebung, zu uns zu kommen“, sagt Memmer. Der Verein will in der neuen Saison zwei B-Jugend-Teams ins Rennen schicken. Die B2 wird von Paul Mayer und Markus Thesen betreut werden.
So spielten sie
SC Hauenstein/Lug-Schwanheim: Sander - Reither (60. Seibel), Lenhardt (60. Kessler), Scheib, Schwab (75. Reither) - Klein (65. Nahso), Martz - Frank (55. Kopp), Schmitt (70. Lenhardt), Seibel (35. Kustes) - Kessler (35. Evers)
Tore: 1:0 Schmitt (3.), 1:1 Rahmani (5.), 2:1 Kessler (19.), 3:1 Schmitt (20., Foulelfmeter), 4:1 Martz (23.), 5:1 Seibel (26.), 5:2 Weber (28.), 6:2 Schmitt (68.) - Beste Spieler: Kessler, Scheib, Schmitt - Schneider, Schwind, Weber - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Engelbrecht (Thaleischweiler-Fröschen).