Tischtennis
TTC Nünschweiler: Dohmen springt ein bei 3:7 gegen Oberliga-Spitzenreiter
„Henry hat am Samstag noch trainiert, da sah es ganz gut aus“, berichtet Nünschweilers Teambetreuer Peter Becker. Am Ende war es nicht Wiches lädierter Arm, der einen Einsatz am Sonntag verhinderte, sondern das Bein. Becker: „Er konnte nicht mehr richtig auftreten. Deshalb musste Marcel Dohmen einspringen.“ Für Dohmen, der sich zurzeit im Referendariat zum Grundschullehrer befindet, hieß es, nachdem er am Sonntagmorgen sein Handy angeschaltet hatte, aufstehen und ab nach Nünschweiler. „Ich habe ein wenig mit dem Einsatz gerechnet, auch weil es bei Henry während der Woche schon nicht so gut aussah. Ich kam schon öfter recht unerwartet zum Einsatz, deshalb ist das nichts Neues für mich“, erzählt der 25-jährige Dohmen.
Umstellung
Größere Probleme bereitete ihm der Wechsel vom Tischtennis in der 2. Pfalzliga West zu dem in der Oberliga. „In der Pfalzliga greife ich zu 90 Prozent als erstes an und setze die Gegner unter Druck. In der Oberliga ist es eher umgekehrt – zwar nicht ganz so extrem, aber ich muss dann eher passiver spielen. Auch fehlt mir sicherlich noch die Erfahrung in der Oberliga“, sagt Dohmen, der vor der vergangenen Saison vom ASV Höringen nach Nünschweiler gewechselt war. Für ihn sei es doch reichlich unangenehm, wenn er an einem Tag noch in der 2. Pfalzliga spielt – wie am Samstag beim 9:4-Sieg von Nünschweiler II gegen Vinningen – und kaum 24 Stunden später in der Oberliga an der Platte steht.
Mit Illtals Sebastien Niederstrasser begegnete Dohmen gleich ein für das hintere Paarkreuz besonders starker Akteur. „Er hat jahrelang in der Oberliga vorne gegen die besten Spieler gespielt und richtig gut abgeschnitten“, weiß Becker. Vor Dohmens Partie lag der TTC bereits 1:4 zurück – nur das Doppel von Fabian Freytag und Thomas Veith war an die Gastgeber gegangen. Schon im ersten Satz war die Qualität von Niederstrasser zu sehen. Dennoch gewann Dohmen durch geschicktes Blockspiel mit 11:9. „Danach hat er in der Spieleröffnung keinen Fehler mehr gemacht. Ich war direkt passiv und bin auch nicht so sehr ins Risiko gegangen“, analysiert Dohmen seine Vier-Satz-Niederlage.
Starker Schultz
Als auch noch Freytag gegen TTF-Spitzenspieler Aaron Vallbracht verlor, war die Partie beim Stand von 1:6 entschieden. Für zwei positive Momente reichte es allerdings noch. Timo Schultz, der schon gegen Vallbracht mit tollem Angriffsspiel geglänzt hatte, bezwang den auf beiden Seiten mit Störmaterial spielenden Jan Limbach in fünf Sätzen. Dohmen setzte zum Abschluss auch noch einen Akzent und siegte gegen Matthew Daish im Entscheidungssatz.
SO SPIELTEN SIE
TTC Nünschweiler - TTF Illtal 3:7. Timo Schultz/Marcel Dohmen - Aaron Vallbracht/Jan Limbach 8:11, 9:11, 6:11, Fabian Freytag/Thomas Veith - Sebastien Niederstrasser/Matthew Daish 11:6, 11:8, 12:10, Freytag - Limbach 8:11, 8:11, 9:11, Schultz - Vallbracht 6:11, 5:11, 11:9, 7:11, Veith - Daish 10:12, 7:11, 10:12, Dohmen - Niederstrasser 11:9, 3:11, 6:11, 5:11, Freytag - Vallbracht 6:11, 5:11, 3:11, Schultz - Limbach 7:11, 13:11, 11:7, 7:11, 11:5, Veith - Niederstrasser 7:11, 11:9, 9:11, 11:7, 5:11, Dohmen - Daish 5:11, 11:6, 11:6, 4:11, 11:7.