Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Hermersberg: Masch-Plan geht nicht auf

Ernüchterung bei den Hermersbergern angesichts des Rückstands. Kapitän Pascal Masch (auf der Bank Zweiter von rechts) kam zu spä
Ernüchterung bei den Hermersbergern angesichts des Rückstands. Kapitän Pascal Masch (auf der Bank Zweiter von rechts) kam zu spät vom Bundeswehr-Länderspiel zurück, Trainer Jens Mayer (stehend) grübelt.

Das Heimspiel des SV Hermersberg in der Fußball-Verbandsliga gegen den TuS Marienborn wurde am Freitag erst um 20 Uhr angepfiffen, damit Pascal Masch noch mitmischen kann. Doch letztlich spielte der SVH-Kapitän gar nicht, und seine Mannschaft unterlag trotz phasenweise guter Leistung aufgrund der Mängel beim Torabschluss den starken Mainzern mit 0:3 (0:1).

Geplant war, dass Masch am Freitagmittag von seiner England-Reise mit der Bundeswehr-Nationalmannschaft zurückkehrt und dann noch am Abend seinen gewohnten Platz im SVH-Mittelfeld einnimmt. Dieser Plan ging nicht auf, weil „der Flieger vier Stunden Verspätung hatte“, wie Masch berichtete. So kam er am Freitag erst in der Halbzeitpause in Hermersberg an und wurde nicht mehr eingewechselt. Und einen Tag zuvor wurde er beim 0:0 der Bundeswehrauswahl in Aldershot nicht eingesetzt.

Mangelde Durchschlagskraft

In der temporeichen Partie gegen Marienborn besaß Hermersberg vor allem in den ersten 20 Minuten Vorteile. Nach vier Minuten köpfte der starke Kapitän Marius Dausmann den Ball nach einer Ecke von Patrick Freyer an den Pfosten. Eine Viertelstunde später setzte Freyer selbst einen Schuss von der Strafraumgrenze knapp neben das Tor der Rheinhessen. „Wir müssen einfach die Tore erzielen. Aber im letzten Drittel fehlte bisweilen die Durchschlagskraft. Und ab und an haben wir falsche Entscheidungen getroffen. Da fehlt noch ein wenig die Qualität“, bilanzierte SVH-Trainer Jens Mayer nach der Partie und fügte hinzu: „Wir hatten gefühlt 15 bis 20 Ecken in diesem Spiel. Unter dem Strich kommt da zu wenig dabei rum.“

Wie man das besser machen kann, zeigte Marienborn nach 77 Minuten. Meikel Melament schlug eine Ecke mit Zug auf den kurzen Pfosten. Moritz Breier, Marienborns Innenverteidiger mit Gardemaß, lief ein und rammte den Ball per Kopf zum entscheidenden 3:0 für sein Team in die Maschen des Hermersberger Tores.

Nur Auswärtsspiele

Für den TuS war’s das neunte Auswärtsspiel in Folge. Da der Marienborner Kunstrasen erneuert wird, trägt die Mannschaft alle Partien der Vorrunde auswärts aus. Ihr Trainer Kayhan Ali Cakici war mit der Leistung der Elf vor 160 Zuschauern sehr zufrieden: „Hier zu spielen ist immer schwierig. Hermersberg ist sehr kampfstark, und wir hatten eine schwere erste Viertelstunde zu überstehen. Aber wir haben uns in die Partie reingefressen, dann auch gut gespielt und verdient gewonnen.“

Tatsächlich kam Marienborn nach 20 Minuten besser ins Spiel. Einen ersten Warnschuss von Angreifer Alexander Rimoldi lenkte Hermersbergs Torwart Noah Wächter gerade noch um den Pfosten (27.). Fünf Minuten später wurden die Gelb-Schwarzen nach einer eigenen Ecke klassisch ausgekontert. Der zurücksprintende Außenverteidiger Christoph Metzger brachte im eigenen Strafraum Marienborns Philipp Schrimb regelwidrig zu Fall – Strafstoß. Rimoldi verwandelte ganz sicher vom Punkt.

Wieder ein Konter

Fünf Minuten nach der Pause bot sich Hermersbergs Tim Dudek die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch seine Abnahme nach Flanke des guten Jens Kolb entschärfte TuS-Keeper Benedict Martens. In Minute 66 wieder ein Konter der Gäste. Eigentlich hatten die in Überzahl auf den Hermersberger Strafraum zulaufenden Marienborner den Ball bereits wieder verloren., doch vom Bein eines Hermersbergers sprang der Ball Matti Rieß vor die Füße. Der zog aus der Drehung sofort ab und überwand Wächter aus zwölf Metern zum 2:0 für den TuS.

SO SPIELTEN SIE

SV Hermersberg: Wächter - Metzger (85. Wohlgemuth), Simon (83. Mendel), Dausmann, Kolb - Bold, Buchmann (67. Lelle) - Ruf (62. Schacker), Dudek, Freyer - Gries (78. Bißbort).

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