FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Super-Serie gerissen: Hinterweidenthal verliert Verbandspokalspiel in Weselberg

Der Hinterweidenthaler Lukas Werner attackiert hier Weselbergs Torschützen Attila Baum (in Schwarz-Weiß). Daniel Tretter schaut
Der Hinterweidenthaler Lukas Werner attackiert hier Weselbergs Torschützen Attila Baum (in Schwarz-Weiß). Daniel Tretter schaut zu.

Der SC Weselberg hat geschafft, was etliche Fußballmannschaften in den vergangenen 13 Monaten vergeblich versucht haben: den SV Hinterweidenthal in einem Pflichtspiel zu schlagen. Durch ein 3:0 (1:0) gegen den Landesliga-Neuling ist der Bezirksligist in die vierte Verbandspokalrunde eingezogen.

Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass den Weselbergern gegen die beste Defensive der abgelaufenen Bezirksligasaison gleich drei Treffer gelingen. Und das obwohl Torjäger Kevin Büchler nach sieben Treffern in den letzten drei Partien dieses Mal leer ausging.

Kessler vergibt Riesenchance

Lange Zeit war es vor 230 Zuschauern das erwartete Kampfspiel mit zwei starken Abwehrreihen. Die Gäste zeigten in der weitgehend ausgeglichenen ersten Halbzeit die etwas bessere Spielanlage und besaßen in der 34. Minute die Riesenchance zur Führung. Hinterweidenthals Kapitän Kim-Dan Schenk hatte sich auf der rechten Seite schön durchgesetzt und präzise nach innen gepasst. Doch sein Mitspieler Dominic Kessler setzte den Ball aus acht Metern unbedrängt neben das Tor. „Es war das erwartet intensive Spiel. Die Gelegenheit zur Führung mussten wir einfach nutzen. Danach haben wir hinten geschlafen. Das können wir besser. Aber Gratulation an Weselberg“, sagte Gästetrainer Denis Jung nach dem Spiel.

Assels Sonntagsschuss

Die Weselberger Führung (41.) fiel nach einem von Michael Helfrich nicht weit genug abgewehrten Flankenball. 25 Meter vor dem Gästetor hielt Weselbergs Spielertrainer Felix Assel einfach mal drauf, und – durch den nassen Rasen beschleunigt – rauschte der Linksschuss unhaltbar für SVH-Keeper Jonas Jung ins rechte untere Toreck. „Das war ein Sonntagsschuss“, konstatierte Assel hinterher. Und sagte weiter: „In der ersten Hälfte war das Spiel sehr umkämpft und hätte in beide Richtungen gehen können. Allerdings wurde uns auch ein klarer Elfmeter verwehrt. In der zweiten Hälfte haben wir uns den Sieg verdient. Auch wenn wir in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit geschwommen haben.“

Vergeblich Elfer gefordert

Nach 25 Minuten forderten die Einheimischen lautstark Strafstoß, als Hinterweidenthals Helfrich im eigenen Strafraum an der Grenze des Erlaubten gegen Fabian Baumann einstieg. Doch die Pfeife von Schiedsrichterin Anika Schulz blieb stumm.

Mays Glanzparade

Drei Minuten nach der Pause verhinderte Weselbergs Keeper Steffen May mit einer Glanzparade bei Schenks Kopfball den möglichen Ausgleich. In der Folge fing sich Weselberg und siegte letztlich verdient, da Assels Team seine Chancen rigoros nutzte und in der Abwehr nichts mehr zuließ.

Jungs Patzer

Das vorentscheidende 2:0 ging allerdings auf die Kappe von Jonas Jung. Hinterweidenthals Torwart mit Oberliga-Erfahrung ließ einen harmlosen 20-Meter-Schuss von Baumann ins linke Eck rutschen (75.) und gestand auch gleich: „Das war meiner.“

Die Hinterweidenthaler Schockstarre nutzte nur eine Minute später SCW-Routinier Attila Baum. Jascha Conzelmann hatte zuvor auf rechts den Turbo gezündet und war nach seinem Solo erst am gut reagierenden Jung gescheitert. Den Nachschuss bugsierte Baum ins leere Tor.

SO SPIELTEN SIE

SC Weselberg: May - Patrick Kessler, Marco Kessler, Dopp (69. Graßmann) - Conzelmann, Landoll, Assel, Marcel Schäfer (54. Alexander Baum) - Büchler, Attila Baum (77. Huffmann), Baumann (79. Peifer)

SV Hinterweidenthal: Jonas Jung - Becker, Werner, Helfrich, Kaufmann - Tretter, Hirschinger - Zwick, Schäfer (84. Schneider), Dominic Kessler (82. Schweitzer) - Schenk

Tore: 1:0 Assel (41.), 2:0 Baumann (75.), 3:0 Attila Baum (76.) - Gelbe Karten: Assel, Landoll - Schäfer, Schenk, Tretter - Beste Spieler: Assel, Conzelmann, Marco Kessler - Hirschinger, Schenk, Tretter - Zuschauer: 230 - Schiedsrichter: Schulz (TuS Rötsweiler-Nockenthal).

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