Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SG Heltersberg/Geiselberg: Wohlfühlklima und Wald-Fitness

Das Meisterteam der SG Heltersberg/Geiselberg: (obere Reihe von links) Noah Berger, Ben Höser, Jonas Hensel, Leon Huber, Ruben S
Das Meisterteam der SG Heltersberg/Geiselberg: (obere Reihe von links) Noah Berger, Ben Höser, Jonas Hensel, Leon Huber, Ruben Schwebius, Max Entenmann, Kevin Thompson, Pascal Geisert, (mittlere Reihe) Trainer Ralf Richter, Betreuerin Isabelle Schmitt, Torwarttrainer Günther Trautwein, Kevin Käfer, Kevin Ray Mages, Jakob Denzer, Andreas Käfer, Lukas Stucky, Jonas Henrich, Dustin Lojewski, Christian Kolender, Trainer Lars Groth, Vorsitzender Klaus Vatter, (sitzend) Yanick Gundacker, Pascal Lutz, Johannes Denzer, Leif Evers, Yannick Trautwein, Jan Jochum, Lucas Hensel und Manuel Wittmann. Es fehlen die Vorsitzenden Dieter Kriegshäuser und Kevin Müller, Betreuerin Paula Schumacher, Alexander Eger, Marc Scherrer, Sascha Weitzel, Saverio Messina, Robin Schumacher und Marco Lutz.

Was den Meister der B-Klasse Ost auszeichnete, wer das Ausnahmetalent war, womit zwei Brüder glänzten und wie zwei Routiniers zusammen 63 Tore schossen.

Die SG Heltersberg/Geiselberg war in der Saison 2024/25 in der Fußball-B-Klasse Ost die beste Mannschaft der Hin- und der Rückrunde, auswärts und zu Hause, sie schoss mit großem Abstand die meisten Tore und kassierte die wenigsten. Mit 13 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten, die SG Bruchweiler, wurde die Holzland-Spielgemeinschaft souverän Meister und steigt in die A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken auf. Nur in der Fairplay-Wertung hatte der Primus die Nase nicht (ganz) vorne. Hinter dem TV/SC Hauenstein II reichte es hier „nur“ zum zweiten Platz.

„Wir wussten schon vor Rundenbeginn, dass in der Mannschaft sehr viel Potenzial steckt“, erzählt Ralf Richter, der gemeinsam mit dem mitspielenden Lars Goth als Trainer Verantwortung trug. Zwar war der Start in die Saison mit nur einem Sieg in den ersten vier Partien mäßig, „aber dann haben wir uns selbst gepusht“, erinnert sich Richter. Am Ende der Vorrunde stand die SG schon auf Platz eins.

„Wohlfühlklima“

Die Basis für den Erfolg sei die sehr gute Physis der gemeinsamen Mannschaft von TuS Heltersberg und FV Geiselberg gewesen. „Und die haben wir uns in den umliegenden Wäldern geholt“, setzte der Meistertrainer auf alt hergebrachte Methoden. Auf der Fitness habe ein „Hauptaugenmerk“ gelegen. Extrem wichtig für den Erfolg war laut Richter aber auch das „Wohlfühlklima“. Es habe keine Grüppchen gegeben, der Zusammenhalt sei enorm gewesen. Oft habe sich der Kader oder Teile davon bei Richters zum Grillen getroffen, wo „einfach mal nur über den FCK, das Leben an sich oder Sonstiges geredet wurde“. Richter: „Es herrschte eine familiäre Affäre.“ Der Kampf um die Stammplätze hinterließ keine negativen Spuren.

Besonders im Meisterkader war die Altersstruktur. Richter: „Der Älteste von den Jungen war 22, der Jüngste von den Älteren 30 – dazwischen gab es nichts.“ Und diese Mischung erwies sich als optimal. Die Routiniers Lars Groth, Manuel Wittmann, Kevin Ray Mages, Pascal Geisert, Andreas Käfer und Kevin Thompson führten die bereits auf hohem B-Klasse-Niveau kickenden Jungspunde an.

Als „Ausnahmetalent“, betitelt Richter den erst 18-jährigen Mittelfeldspieler Ruben Schwebius. Er sei „ein Ballmagnet, technisch hochbegabt und wissbegierig“. Er habe nur das „Problem“, dass er zu viel von sich fordere. Der Teenager verdiente sich bei seinen Einsätzen stets Bestnoten. Genauso wie der 21-jährige Kevin Käfer, der bereits Bezirksligaluft beim SV Schopp geschnuppert hat. Richter: „Er rennt von Box zu Box, verliert kein einziges Kopfballduell, und seine gezeigte Leidenschaft ist unerreicht.“ Auch Yannick Trautwein gehört mit seinen 21 Lenzen zu den „Bambini“ im Team. Trotz eines Meniskusrisses bestritt der starke Torwart 29 Begegnungen und hielt elf Mal die Null fest.

Zwei pfeilschnelle Brüder

Auch ein junges Brüderpärchen begeisterte die SG-Fans: Jakob (18) und Johannes (21) Denzer. Beide seien „pfeilschnell, zweikampfstark und superfit“, so Richter, wobei Jakob im Sturm und Johannes in der Abwehr agiert. Bemerkenswert ist auch, dass der junge Verteidiger Dustin Lojewski (22) auch noch die A-Junioren der SG trainiert. Noch so ein junger Wilder mit viel Potenzial ist Lukas Stucky (19), der im Angriff insbesondere seine Stärken im Eins-gegen-eins hat.

Dann die „Alten:“ Allen voran Ray Kevin Mages, der bereits 41 Jahre auf dem Buckel hast. „Er ist ein Vollblutfußballer ohne Allüren, der sich für nichts auf dem Platz zu schade und Gold für uns Wert ist“, lobt Richter seinen Mittelstürmer. Mit 31 Treffern hatte er nur einen weniger als Spielertrainer Groth, der zum Torschützenkönig der B-Klasse Ost avancierte und zu 14 weiteren Toren die Vorlage gab. Bei Groth kommt Richter ins Schwärmen: „Er ist ein sehr loyaler Typ, der bereits die sechste Saison bei uns als Trainer tätig ist. Er ist überall einsetzbar, stabilisiert unser Mittelfeld, erzielt mit der Technik seines linken Fußes viele Freistoßtore, kickt mit Leidenschaft, und wenn wir einen Arbeitsdienst haben, ist er auch da.“

Baumeister Richter

Richter und Groth kommunizierten sehr viel miteinander. Und wenn es mal zwei Meinungen gab, so tragen beide die dann getroffene Entscheidung uneingeschränkt mit. Ralf Richter selbst ist der „Baumeister“ des Teams, der Coach, der alles zusammenhält, sich um alles intensiv kümmert. Richter merkt aber bescheiden an: „Wir machen alles im Team, zumal mit Klaus Vatter (Geiselberg) und Dieter Kriegshäuser (Heltersberg) zwei Vorsitzende mit viel Fußballverstand die beiden Vereine anführen.“

Elf Spieler aus dem Meisterkader kommen auf 22 und mehr Saison-Einsätze, bei weiteren zehn sind es über zehn Einsätze. Ein Beleg für einen breiten Kader mit viel Qualität. So hat die SG Heltersberg/Geiselberg nur vier der 30 Partien verloren und zweimal unentschieden gespielt.

DER MEISTERKADER

Torhüter: Yannick Trautwein (21 Jahre/29 Spiele/kein Tor), Alexander Eger (31/1/0), Leif Evers (19/1/0)

Abwehr: Pascal Geisert (33/14/0), Jan Jochum (22/14/0), Manuel Wittmann (33/29/0), Lucas Hensel (23/10/0), Dustin Lojewski (22/24/1), Marco Lutz (40/1/0), Jonas Henrich (37/17/1), Johannes Denzer (21/27/1), Yanick Gundacker (22/16/1), Sascha Weitzel (39/5/0), Saverio Messina (19/1/0)

Mittelfeld: Kevin Käfer (21/26/10), Jonas Hensel (21/24/8 Tore), Ruben Schwebius (18/24/9), Lars Groth (36/29/32), Kevin Thompson (41/15/1), Max Entenmann (18/10/0), Lukas Stucky (19/22/4), Robin Schumacher (37/4/0), Andreas Käfer (37/16/2)

Angriff: Jakob Denzer (18/26/4), Ben Höser (22/18/3), Pascal Lutz (23/12/0), Kevin Ray Mages (41/25/31), Marc Scherrer (30/3/3), Christian Kolender (35/6/2)

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