Pirmasens
Schulsanierungen: Jetzt auch Kant-Gymnasium dabei
Was den Bürgermeister Gas geben lässt: Der Pirmasenser Haushalt ist genehmigt, das für das Immanuel-Kant-Gymnasium eingeplante Geld darf ausgegeben werden. Mit 2,3 Millionen Euro wird das Sanierungsprojekt, das den Einstieg in die Modernisierung des Kant-Gymnasiums darstellt, allerdings nicht belasten. Auch der Förderbescheid der Landesregierung ist bei der Stadtverwaltung eingegangen: 1,4 Millionen Euro an Schulbaufördermitteln sind genehmigt, an der Stadt selbst bleiben nur noch 900.000 Euro hängen.
Immer noch eine Menge Geld, aber der sogenannte E-Bau in dem Gymnasium auf dem Horeb hat eine Sanierung dringend notwendig, betont Maas: „Die Fachsäle sind veraltet, der Brandschutz ist nicht auf aktuellem Stand, die Sanitäranlagen müssen modernisiert werden, die Alu-Schwingfenster stellen ein Sicherheitsrisiko dar, das Raumkonzept passt nicht mehr.“ Es gibt also eine Menge an Gründen, sich an die Modernisierung des mehr als 50 Jahre alten Schulgebäudes zu machen. Das Immanuel-Kant-Gymnasium besteht aus zwei Gebäuden (F- und G-Bau), die aus den 1970er Jahren stammen, so Maas, alle anderen Gebäude sind noch älter, wurden in den 1960er Jahren errichtet.
Naturwissenschaftliche Fachräume seit 50 Jahren unverändert
Die naturwissenschaftlichen Fachräume im Kant-Gymnasium sind überwiegend noch in dem Zustand wie im Jahr 1975, als sie gebaut wurden. Wegen fehlender Sicherheitseinrichtungen, veralteter und defekter Ausstattung kann momentan in diesen Räumen kein Unterricht stattfinden, der dem Rahmenlehrplan Naturwissenschaften entspricht. Die rheinland-pfälzische Unfallkasse hat zudem sicherheitsrelevante Mängel bei den Schwingfenstern gesehen, sodass dringender Handlungsbedarf besteht. Auch müssen die Brandschutz-Rettungswege ergänzt werden, so Maas. Vorrang haben die Fachsäle, informiert der Bürgermeister, zunächst geht es mit dem Chemieraum los, dann sollen die Physiksäle folgen, im dritten Schritt werden die Sanitäranlagen saniert, am Ende kommen der Naturwissenschaftsraum und der Aufenthaltsraum für die Oberstufenschüler dran.
Zwei Jahre dauern die Sanierungsarbeiten, kündigt der Bürgermeister an. Die Fachbereiche im ersten Untergeschoss werden dabei neu aufgeteilt: Chemie- und Physikräume mit Vorbereitungs- und Sammlungszimmern werden den aktuellen Anforderungen angepasst und ausgestattet. Indem Innenwände herausgenommen werden, vergrößern sich auch die Physikräume. Die bisherige Schülerbücherei wird in einen Aufenthaltsraum für die Oberstufe umgewandelt. Der Werkraum wird für eine Doppelnutzung von Biologie und Kunst umgebaut. Notausgänge werden ergänzt, und natürlich die veralteten Aluschwingfenster ersetzt. Die lärmintensiven Arbeiten werden in Ferienzeiten ausgeführt, die anderen Arbeiten während der Schulzeit in Absprache mit der Schulleitung.
Schrittweise die drei Gymnasien sanieren
Für den Bürgermeister und Baudezernenten bedeutet die E-Bau-Sanierung einen entscheidenden Schritt, nämlich den Einstieg in die Sanierung des Kant-Gymnasiums – die sich aber über Jahre erstrecken wird, ähnlich wie im Hugo-Ball- und im Leibnizgymnasium. „Wir sind aber froh, dass wir schrittweise die Modernisierung der Gymnasien angehen können“, betont Maas. Noch sind die Sanierungsarbeiten in den beiden anderen Gymnasien nicht abgeschlossen, im Ball-Gymnasium werden weitere Fenster ausgetauscht und der E-Bau bekommt ein Gründach, für das Leibniz-Gymnasium wurde der Auftrag für weitere neue Fenster schon vergeben.
Stolz ist der Bürgermeister darauf, dass in diesem Jahr das Ball-Gymnasium zur ersten energieautarken Schule wird. „Wir investieren in einen Batteriespeicher“, kündigt er an, damit der Strom aus den Photovoltaikanlagen gespeichert und zu Schulzeiten verbraucht werden kann. Die Berechnungen haben ergeben, dass damit kein Stromzukauf mehr notwendig sein wird. Geheizt wird im Ball-Gymnasium mit Fernwärme, eine neue Heizungssteuerung hat die Wärmekosten reduziert.
Grundschulen für Ganztagsprojekte rüsten
Nicht vergessen werden dürfen aber die anderen weiterführenden Schulen, betont Maas: Auch an der Käthe-Dassler-Realschule plus läuft die Fenstererneuerung, und an der Berufsbildenden Schule stehe noch der B-Bau zur Generalsanierung an. „Wir planen jährlich etwa zwei bis 2,5 Millionen Euro für die Schulmodernisierungen ein“, macht Maas deutlich, dass es ein Langzeitprojekt ist. Ein Lob spricht er seinem Gebäudemanagement aus, „das eine hohe Schlagzahl hat“.
Investiert wird in diesem Jahr auch stark in die Grundschulen: Auf dem Horeb und im Winzler Viertel in der Wittelsbachschule müssen die Gebäude für die Ganztagsprojekte angepasst werden, in Fehrbach wird eine Mensa eingerichtet.