Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Scherpf-Gala bei 5:1 des FKP-Verbandsligateams gegen Hermersberg

Ein Schlüssel zum Pirmasenser Erfolg: Patrick Freyer (links) wurde intensiv „bearbeitet“; hier haben (von links) Timo Landoll, M
Ein Schlüssel zum Pirmasenser Erfolg: Patrick Freyer (links) wurde intensiv »bearbeitet«; hier haben (von links) Timo Landoll, Maurice Schnell und Francis Sesay ein Auge auf Hermersbergs Top-Angreifer.

Mit 5:1 gewann der FKP II das kurzfristig vom Stadion auf den Kunstrasen verlegte Verbandsliga-Derby gegen den SV Hermersberg. Die Leihgaben aus dem Oberligakader zeigten starke Leistungen. Die Gäste verloren auch noch ihren Kapitän.

3:0 führte der FK Pirmasens II am Gründonnerstag zur Halbzeit des Verbandsligaderbys gegen den SV Hermersberg. Dann wurde es kurz noch einmal etwas spannend. Der eingewechselte Nico Freiler traf in der 53. Minute per Freistoß für den SVH. Hermersbergs Hoffnungen, in dem für den Abstiegskampf so wichtigen Match doch noch zu punkten, endeten neun Minuten später. Der wie aufgedreht spielende Kristof Scherpf „vernaschte“ auf der Torauslinie einen Hermersberger Gegenspieler und machte aus ganz spitzem Winkel sein drittes Tor an diesem Abend zum 4:1 für Pirmasens. „Er hat heute vorne den Unterschied ausgemacht“, lobte der Spielertrainer des FKP II, Christopher Ludy, der erkältet war und daher zunächst auf der Bank Platz nahm. „Er ist ja auch nicht nur hier, um mitzuspielen, sondern will sich ja auch für die Oberligamannschaft empfehlen“, fügte Ludy schmunzelnd hinzu.

„Desolates Zweikampfverhalten“

Sein Team agierte auf dem Kunstrasen-Nebenplatz – die Stadt hatte den Naturrasen im Stadion gesperrt – von der ersten Minute an voll konzentriert und hoch aggressiv. Hermersberg (ohne Marius Dausmann und Tim Dudek) war dagegen in der Abwehr einige Male unkonzentriert und im Angriff wenig durchschlagskräftig, SVH-Coach Jens Mayer nahm nach der Partie kein Blatt vor den Mund: „Desolates Zweikampfverhalten, desolates Passspiel! Wir haben den Gegner teilweise naiv zu Toren eingeladen. Das hatte mit einem Verteidigen in der Verbandsliga wenig zu tun. Zudem war Pirmasens viel giftiger als wir. Wenn ich sehe, wie Patrick Freyer über die 90 Minuten bearbeitet wurde.“ Hermersbergs Co-Spielertrainer und Ex-FKP-Stürmer lieferte sich rassige Zweikämpfe mit dem sehr guten Francis Sesay. Und war der doch einmal ausgespielt, standen sofort ein oder gar zwei weitere FKP-Verteidiger bereit.

In der FKP-Offensive bereiteten die pfeilschnellen, immer wieder anlaufenden Maurice Schnell, Sergen Tok und Silas Gutmann – wie Scherpf derzeit im Oberligateam zumindest nicht in der Startelf – den Hermersbergern immer wieder Probleme. Gutmann jagte nach 17 Minuten Gegenspieler Jens Kolb 35 Meter vor dem Hermersberger Tor den Ball ab und legte sofort quer zu Scherpf. Der überwand mit einem sehenswerten Schlenzer aus 17 Metern SVH-Keeper Noah Wächter zum 1:0. Elf Minuten später ließ Schnell für Scherpf abtropfen, und der traf aus 22 Metern zum 2:0. Die geschockten Gäste fingen sich nur eine Minute später den dritten Gegentreffer ein. Gutmann drückte die Flanke von Tok aus kurzer Distanz über die Linie. Trainer Mayer stellte nun um. Er beorderte Freyer als zweiten Stürmer neben Lukas Bißbort in den Angriff – eine Maßnahme, die sich letztlich kaum auszahlte.

Masch sieht Rot

Spätestens nach Scherpfs Treffer zum 4:1 war das Spiel gelaufen. Auch am 5:1 war der Dreifach-Torschütze beteiligt: Nachdem er Jona Wohlgemuth ausgespielt hatte, traf Scherpf die Torlatte; Schnell „staubte“ ab. Zuvor hatte Hermersberg Glück, als der eingewechselte Lennart Vogt nach sehr schöner Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Ludy aus kurzer Distanz zu lange zögerte und dann an Wächter scheiterte.

Hermersbergs frustrierter Kapitän Pascal Masch sah zunächst wegen eines Fouls Gelb und nach unfreundlichen Worten zum Gegner Rot (87.).

SO SPIELTEN SIE

FK Pirmasens II: Cölsch - Sesay, Stuppy, Volberg, Dahler - Gutmann (68. Vogt), Jubileum, Landoll (85. Shala), Scherpf (76. Schäfer) - Schnell (79. Scoular-Stajic), Tok (64. Ludy)

SV Hermersberg: Wächter - Metzger, Wohlgemuth, Simon, Kolb (69. Mendel) - Masch, Buchmann - Lelle (62. Ruf), Bold (46. Freiler), Freyer - Bißbort

Tore: 1:0, 2:0 Scherpf (17., 28.), 3:0 Gutmann (29.), 3:1 Freiler (53.), 4:1 Scherpf (62.), 5:1 Schnell (75.) - Gelbe Karten: Stuppy - Bold, Masch - Rote Karte: Masch (87.) - Beste Spieler: Scherpf, Sesay, Volberg, Schnell - Buchmann, Freyer - Zuschauer: 300 - Schiedsrichter: Kaufmann (Mainz).

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