Fussball
Platz des SV Herschberg trotz allem nicht verwaist
In der Saison 2017/18 gehörte der SV Herschberg noch der Fußball-Verbandsliga an. Aktuell hat der Fußballverein von der Sickingerhöhe kein Herrenteam mehr im Spieltrieb und versucht einen Neuanfang in der C-Klasse zur neuen Spielzeit zu forcieren. Nur im Jugendfußball ist der SVH momentan noch an einigen Spielgemeinschaften umliegender Vereine beteiligt.
Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga im Jahr 2018 als Tabellenletzter mit neun Punkten war die darauffolgende Saison in der Landesliga nur eine Durchgangsstation auf dem Weg in die nächsttiefere Klasse. Elf Punkte und der damit verbundene vorletzte Rang bedeuteten gleich wieder den Durchmarsch in die Bezirksliga.
Auf Trainer- und Spielersuche
In den folgenden beiden Spielzeiten „rettete“ jeweils der coronabedingte Saisonabbruch den SVH vor dem Abstieg in die A-Klasse. In der aktuellen Spielzeit folgte dann der Zusammenbruch: Anfang September zog der Verein seine gerade erst wieder ins Leben gerufene zweite Mannschaft nach Differenzen mit den Spielertrainern und wegen Personalmangels aus dem Spielbetrieb der C-Klasse zurück. Mitte Oktober meldete der SVH auch seine Bezirksliga-Mannschaft ab, und der langjährige Vorsitzende Uli Salzmann trat zurück. „Es gab keine Alternative oder Perspektive“, merkte der damit nun alleinige Vereinsvorsitzende Florian Peifer damals zur Abmeldung des Teams an.
Heute, gut drei Monate später, sagt er zur RHEINPFALZ: „Wir hätten gerne wieder eine Herrenmannschaft im Spielbetrieb. Auch der Aufbau einer AH-Mannschaft ist ein Ziel.“ Das zu verwirklichen, sei aber nicht einfach. „Angesprochene Spieler wollen natürlich wissen, wer Trainer wird. Und potenzielle Trainer wollen wissen, auf welche Spieler sie zurückgreifen können. Daher betreiben wir unsere Bemühungen parallel“, informiert Peifer. Auch wenn es zur Saison 2022/23 noch nicht klappen sollte mit einem Team, sollen die Anstrengungen dann eben für die übernächste Runde weitergeführt werden.
Höheinöd kickt in Herschberg
Die laufenden Kosten werden in erster Linie aus drei Einnahmequellen gestemmt. Peifer: „Da sind natürlich die Mitgliedsbeiträge und die Einnahmen aus unserem Sportheimbetrieb. Dazu kommen noch Aktionen außer der Reihe, wie zum Beispiel zuletzt unser Pizzaabend.“
Übrigens: Auch wenn der SV Herschberg derzeit keine Mannschaft mehr im Spielbetrieb hat, so wird auf seinem Platz an der Saalstadter Straße dennoch Fußball gespielt. Der SSV Höheinöd nutzt diesen in dieser Saison, weil er gerade seinen Hartplatz in ein Rasenfeld umwandelt.