Pirmasens „Papa und Opa sind zwei ehrliche Kritiker“
Der FK Pirmasens II, derzeit Tabellenzehnter der Fußball-Oberliga, empfängt heute um 15.30 Uhr den zwei Zähler besser gestellten Mitaufsteiger FSV Jägersburg im Stadion Husterhöhe. Andreas Petry sprach mit FKP-Angreifer Christopher Ludy (23), mit neun Saisontreffern der erfolgreichste Schütze seines Teams.
Wir haben uns auch unsere Gedanken gemacht. Wir haben eine Serie hingelegt, die keiner erwartet hatte. Da hat mancher von uns vielleicht ein paar Körner verloren. Jetzt müssen wir aber den Hebel umlegen. Gerade im letzten Spiel in Elversberg hat das Zusammenspiel nicht mehr so gut funktioniert. Wie viele Punkte braucht der FKP II, um nicht abzusteigen? Ich sage, mit sechs Punkten wären wir gesichert. Wichtig ist es, dass wir es in der eigenen Hand haben, den Abstieg zu verhindern. Insbesondere in den Spielen gegen die Mitabstiegskonkurrenten wie Arminia Ludwigshafen und Salmrohr müssen wir unsere Punkte holen. Wichtig ist natürlich, dass die erste Mannschaft nicht absteigt. Wo sieht Christopher Ludy seine Stärken? Ich denke, dass ich der Mannschaft am meisten im torgefährlichen Bereich helfen kann: sei es als Torschütze oder aber auch als Vorbereiter. Zudem sehe ich mich angesichts der vielen ganz jungen Spieler als erfahrener Spieler in der Pflicht, eine gewisse Führungsfunktion zu übernehmen. Sind Sie mit Ihrer derzeitigen Situation als Spieler der Oberligamannschaft zufrieden? Grundsätzlich bin ich damit zufrieden, dass ich dieses Jahr die Möglichkeit habe, in der Oberliga zu spielen. Trotzdem liebäugle ich schon mit der ersten Mannschaft. Ich habe vor ein paar Wochen den Vertrag um ein Jahr verlängert, weil ich mich beim FKP wohl fühle. Allerdings ist es natürlich nicht mein Anspruch, ewig in der zweiten Mannschaft zu spielen. Sie kommen ja aus einer Fußballerfamilie, Ihr Vater, Stephan Ludy, hat selbst beim FKP gespielt. Ist er auch ihr größter Kritiker? Ja, der Papa und mein Opa sind bei den meisten Spielen dabei. Auf der Heimfahrt nach dem Spiel sind die Telefonate mit beiden Pflicht. Dabei bekomme ich von beiden die Meinung gesagt. Es sind zwei ehrliche Kritiker, und das schadet nichts. Zur Person Christopher Ludy begann in seinem Heimatdorf Leimen mit dem Fußballspielen, wechselte dann zum FK Pirmasens, mit dem er Meister der B-Junioren-Regionalliga wurde. Es folgten drei Juniorenjahre beim SC Freiburg, wo Christian Streich sein erster Trainer war. Mit 19 kehrte Ludy zum FKP zurück. Seine Tore trugen wesentlich dazu bei, dass der FKP II dreimal hintereinander aufstieg. Ludy war Torschützenkönig der Bezirksliga 2012/13 (37 Saisontreffer) und der Landesliga 2013/14 (32 Tore). Auch an der Oberligameisterschaft 2014 und dem Verbandspokalsieg 2015 des FKP I hatte er seinen Anteil. Nach abgeschlossenem Bachelor-Studium als Betriebsökonom arbeitet er nun bei Hager in Blieskastel im Controlling. (pea/peb)