Pirmasens Muskeltraining im Freien: Pirmasens eröffnet Calisthenics-Anlage

Sportdezernent Denis Clauer (vorne) hat bei der Einweihung der Calisthenics-Station am Mittwoch gezeigt, was er kann. Oberbürger
Sportdezernent Denis Clauer (vorne) hat bei der Einweihung der Calisthenics-Station am Mittwoch gezeigt, was er kann. Oberbürgermeister Markus Zwick wollte dagegen eher abhängen und Bernhard Matheis (rechts) hat sich das Treiben aus sicherer Entfernung angesehen.

Eine Calisthenics-Station kann seit kurzem im Sportpark Husterhöhe von jedermann zum Muskeltraining genutzt werden. Für 27.000 Euro hat die Stadt ein Freiluft-Fitnessstudio geschaffen, das für die Nutzer kostenlos ist.

Die Idee für eine Calisthenic-Station geht auf einen SPD-Antrag zurück. Als Calistenics wird ein Trainingsprogramm bezeichnet, bei dem der Sportler mit dem eigenen Körpergewicht an Stangen trainieren kann. Die SPD wollte die Anlage am Eisweiher realisiert haben. Wer dort jedoch trainieren sollte, und wie das ganze finanziert werden könnte, sei offen geblieben, monierte Sportdezernent Denis Clauer. „Es hätte keinen Nutzen am Eisweiher gehabt“, sagt Clauer, der später jedoch vom „Bewegungsmanager“ der Stadtverwaltung, Tim Ruhstorfer, angesprochen wurde. Der erachtete eine solche Anlage im Sportpark Husterhöhe für sinnvoll.

Dort trainierten schon FKP, MTV, Pirmasenser Sportverein (PSV), TuS Winzeln und diverse Leichtathleten. „Man sollte so etwas nicht irgendwo machen, sondern dort, wo es Nutzen hat“, begründet Clauer die Realisierung auf der Husterhöhe, wo sich mit dem Programm „Land in Bewegung“ des rheinland-pfälzischen Sportministeriums auch ein Finanzier fand, der 12.870 Euro zuschießen konnte. Für die verbleibenden 13.600 Euro erklärte sich die Rheinberger-Stiftung bereit. Deren stellvertretender Vorstandsvorsitzender Bernhard Matheis betonte bei der Einweihung der Anlage, dass dies genau im Sinne von Klaus Rheinberger sei, der Investitionen für die Gesundheitsförderung und Soziales unterstützen wollte. Matheis verwies auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach nicht allein Ausdauersport für die Gesundheit besonders förderlich sei, sondern auch Muskelaufbau extrem wichtig sei. „Wo wäre eine solche Station besser aufgehoben als im Sportpark“, meinte denn auch Oberbürgermeister Markus Zwick, der in der Anlage eine tolle Ergänzung zum Angebot der Vereine sieht.

Niederschwellig, kostenlos und öffentlich

In der Calisthenics-Station fänden Sportler alles was sie sich wünschen, erklärte Jochen Borchert, Administrator des Projekts „Land in Bewegung“, das in den vergangenen drei Jahren insgesamt rund eine Million Euro in Projekte wie in Pirmasens investiert habe. Mit Calisthenics gelinge es, Gesundheitsvorsorge für jeden mit Gemeinsamkeit und Teilhabe zu verbinden, schwärmte Borchert. Das Angebot sei durch die langen Öffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr sehr niedrigschwellig, kostenlos und im öffentlichen Raum, so Borchert.

Info

Das Wort Calisthenics kommt aus dem Griechischen und ist eine Kombination aus Stärke und Schön. Die Calisthenics-Bewegung entstand in den 2000er-Jahren in Sportparks in New York, wo Sportler umsonst und gemeinsam trainierten. Für die Übungen wird nur das eigene Körpergewicht genutzt. In der Regel reichen einzelne Stangen und Barren für das Training aus. Die Pirmasenser Anlage kombiniert auf einer Fläche von 90 Quadratmetern Barren, Ringe, Sprungbank und Reckstangen.

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