Fußball
Kein guter Tag für den SV Hermersberg: 0:3 gegen FC Basara Mainz
Der Hermersberger Torhüter Noah Wächter hatte einen starken Tag erwischt. Einen Fehler erlaubte er sich jedoch sehr früh in der Partie, als er nach einem weit geschlagenen Ball der Mainzer zu zögerlich agierte und von Basara-Offensivakteur Martin Dahlem überlupft wurde (8.).
Nur drei Minuten später gab es in der Entstehung fast eine Kopie des 1:0. SVH-Abwehrspieler Marius Dausmann fälschte nach einem langen Ball in die Spitze einen Schuss von Joscha Marzi derart unglücklich ab, dass dieser sich unhaltbar für Wächter ins Tor senkte. „Wir waren von Anfang an nicht im Spiel. Wir wollten aggressiv ins Spiel gehen. Aber die erste Halbzeit war unterirdisch“, befand ein enttäuschter SVH-Kapitän Miguel Deho, der für den gesperrten Mannschaftsführer Pascal Masch die Binde trug.
Deho: Blutleer und k.o.
Die Landeshauptstädter waren gewohnt kombinationsstark, hetzten die Gelb-Schwarzen über den Platz, die große Lücken im Abwehrspiel offenbarten. Immer wieder wurde der SVH von hohen Bällen überrascht, konnten sich auch daraus entstehende Abpraller zumeist nicht sichern. Die bessere Raumaufteilung der Gäste, die gleichzeitig den Ball per vieler Direktpässe in den eigenen Reihen zirkulieren ließen, waren zu viel für die Hermersberger. „Wir waren blutleer und k.o. Sie haben uns den Schneid abgekauft“, meinte Deho.
Noch vor der Halbzeit gab es die nächste Hiobsbotschaft für die Hermersberger. Lukas Bißbort grätschte in der Nähe des Mainzer Strafraums derart hart ins Sprunggelenk seines Gegenspielers, dass Schiedsrichter Stephan Rüdiger die Rote Karte zückte (44.).
SVH-Torwart Wächter hält sein Team im Spiel
In der zweiten Spielhälfte berappelte sich die Gastgeber ein wenig, kamen aber nur selten zu Chancen. Vielmehr war es SVH-Torhüter Wächter, der seine Mannschaft im Spiel hielt. Immer wieder brachte er noch ein Körperteil dazwischen. „Noah hat heute extrem stark gespielt. Er kann wegen seiner Ausbildung als Polizist nur sehr selten trainieren. Was er im Training abliefert, das ist super“, meinte Deho, der nach der Saison zum FK Pirmasens wechselt.
Nico Freiler (64.), nach einer Kopfballverlängerung von Dausmann, hatte die beste Chance für den SVH, als er zwei Meter vor der Torlinie den Ball noch über das Gehäuse bugsierte. SVH-Stürmer Florian Weber erwischte einen rabenschwarzen Tag, kam kaum zum Zug. „Wenn Flo im Sturm nicht gut drauf ist, dann sind wir vorne zu harmlos“, stellt Deho fest.
Am Mittwoch Nachholspiel beim SV Steinwenden
Völlig überflüssig die Rote Karte für Florian Weber, die er in der 88. Minute wegen Meckerns kassierte. „Wir schwächen uns selbst. Ich weiß gar nicht wer, am Mittwoch gegen Steinwenden spielen soll“,erklärte Deho in Anbetracht der vier fehlenden Stammspieler um Patrick Freyer, Pascal Masch, Lukas Bißbort und Florian Weber, für den die Saison gelaufen sein dürfte.
Mit einer der letzten Spielaktionen erhöhte Aiman Abdelaali nach einem Konter noch auf 3:0 für Mainz (90.). Bereits am Mittwoch (19 Uhr) trifft der SV Hermersberg im Nachholspiel auswärts auf den SV Steinwenden.
SO SPIELTEN SIE
SV Hermersberg: Wächter - Juner, Dausmann, Deho, Metzger - Freiler, Dudek (76. Simon) - Lelle (59. Mendel), Bißbort, Gries (84. Jochum) - Weber.