Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TS Rodalben begeistert ihr Publikum

Florian Bold wirft eines seiner fünf Tore, das 4:4. Beobachter dieser Aktion sind (von links) Moritz Greiner, Manuel Grill, Mori
Florian Bold wirft eines seiner fünf Tore, das 4:4. Beobachter dieser Aktion sind (von links) Moritz Greiner, Manuel Grill, Moritz Leonhardt, Dominik Selinger und Hendrik Matheis.

Eine Galavorstellung boten am Samstagabend die Pfalzliga-Handballer der Turnerschaft Rodalben: Mit 27:20 (12:11) fegten sie den keinesfalls schwachen Verbandsligameister HSG Dudenhofen/Schifferstadt aus der Halle.

„Unsere beste Leistung seit langem. Basis zum Sieg war unsere bombenstarke Abwehr, die durch zwei geniale Torhüter unterstützt wurde. Auch im Angriff haben wir nie den Kopf verloren“, zog TSR-Spielertrainer Moritz Baumgart sein Fazit und lobte die Gäste: „Die gingen ein Mordstempo und waren in der ersten Halbzeit nah dran.“

Von Beginn an entwickelte sich auf beiden Seiten ein temperamentvolles, schnelles Spiel. Gegen die offensive 3-2-1-Abwehr der HSG mussten die Rodalber, die ihrerseits eine aktive 6/0-Deckung vorzogen, Schwerstarbeit leisten. Bis zum 4:5 in der zehnten Minute ging der Gast immer mit einem Tor in Führung. Ihrem in dieser Phase glänzend haltenden Torhüter Jan Freyberger hatte es die TSR zu verdanken, dass sie nicht höher in Rückstand geriet. Doch dann ging Rodalben durch zwei Tore von Jonas Goll und einen Treffer von Moritz Greiner mit 7:5 in Front, was die Zuschauer mit frenetischem Beifall belohnten. Doch der Gast fing sich wieder und wendete auch dank einiger Paraden von Keeper Felix Trapp das Blatt – 9:10 (24.). Moritz Baumgart reagierte mit einer Auszeit. Sein spielfreudiges Team schaffte daraufhin noch eine 12:11-Pausenführung.

Siebenmeterkiller

In den zweiten 30 Minuten spielten die Rodalber wie im Rausch und zogen innerhalb von neun Minuten, bestens unterstützt durch ihre Fans, nach drei Toren von Kevin Hauck auf 18:12 davon. Einen erheblichen Anteil daran hatte Torhüter Angelo Seelinger. Kurz vor der Halbzeitpause für Freyberger zwischen die Pfosten gegangen, brachte er die Vorderpfälzer schier zur Verzweiflung. Seelinger entwickelt sich immer mehr zum Siebenmeterkiller; in seinen 35 Minuten Einsatzzeit wehrte er drei Strafwürfe ab. Sieben Minuten vor Schluss kam der erst 17-jährige Leif Schäfer aufs Feld und netzte 90 Sekunden zum stürmisch umjubelten 25:16 ein.

SO SPIELTEN SIE

TS Rodalben: Freyberger, ab 25. Seelinger - Greiner (3), Jonas Baumgart (6), Matheis (2) - Goll (2/2), Hauck (7/1) - Bold (5); Moritz Baumgart (1), Haury, Schäfer (1), Max Hubele

Spielfilm: 3:4 (8.), 7:5 (14.), 9:10 (24.), 12:11 (Halbzeit), 17:12 (38.), 21:14 (46.), 26:16 (55.), 27:20 (Ende) - Zeitstrafen: 4 - 1 - Siebenmeter: 6/3 - 7/3 - Beste Spieler: Seelinger, Jonas Baumgart, Hauck - Trapp, Schubart, Selinger - Zuschauer: 220 - Schiedsrichter: Japundza/Huthmacher (Göcklingen/Albersweiler).

Stimmen zum Spiel: „Angelo war klasse“

Gerd Zimmermann, Trainer der HSG:

Wir müssen noch viel lernen. Die erste Halbzeit war in Ordnung. Was dann folgte, ist mir unverständlich. Die TSR hat eine große Mannschaft und wird eine große Rolle bei der Titelvergabe spielen.

Angelo Seelinger, TSR-Torhüter: Ich habe mich über die Leistung unseres Teams riesig gefreut. So kann es weitergehen.

Jonas Baumgart, TSR-Kapitän: Angelo war klasse. Als es eng wurde, hielten wir super dagegen.

Leif Schäfer, 17-jähriger TSR-Pfalzliga-Debütant: Es war einfach nur schön. Obwohl ich noch nichts erreicht habe, hatte ich einen tollen Zuspruch.

Johannes Matheis, ehemaliger TSR-Trainer: Das hat einfach nur Spaß gemacht. Stark war Moritz Greiner, der seinem angeschlagenen Spielertrainer Luft bis zum Spielende verschafft hat.

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