FUSSBALL
FKP-Spieler Daniel Bohl und sein „Lieblingsgegner“ SG Sonnenhof Großaspach
„Ich mag die Großaspacher sehr gern, weil sie ein extrem schönes Stadion haben – weshalb meine Freundin immer zu den Spielen mitgefahren ist – und weil sie in der Dritten Liga mit ihren relativ geringen finanziellen Mitteln sehr viel erreicht haben, worin ich wiederum Parallelen zum FKP sehe.“ 151 Spiele in der Dritten Liga und 51 in der Regionalliga stehen in der Vita von Daniel Bohl, 13 dieser 202 Matches bestritt er gegen die von ihm so gelobte SG Sonnenhof Großaspach. Seine Bilanz mit Mainz 05 II, dem Halleschen FC und Energie Cottbus ist positiv (sechs Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen), mit dem Chemnitzer FC verlor er dagegen zweimal, mit Pirmasens einmal.
„Gegen uns selbst verloren“
Und diese eine, außergewöhnlich deutliche Niederlage mit dem FKP im vergangenen Februar wurmt Bohl immer noch. „Das 1:7 hat schon sehr wehgetan, vor allem weil wir quasi gegen uns selbst verloren haben“, erinnert sich der 27-Jährige ebenso ungern wie FKP-Trainer Patrick Fischer, der noch „extreme individuelle Fehler“ vor Augen hat.
Der Zweite gegen den Vierten
Schwamm drüber, diese Saison läuft’s für die Pirmasenser trotz der jüngsten 1:2-Heimniederlage gegen den Titelkandidaten Steinbach Haiger richtig gut: zehn Punkte aus fünf Partien, Platz vier, punktgleich mit dem Tabellenzweiten, der da Sonnenhof Großaspach heißt. In den ersten vier Spielen fehlte Bohl wegen eines Muskelfaserrisses im Adduktorenbereich, gegen Steinbach wurde er in der Schlussphase eingewechselt, nun kehrt er auf seinen angestammten Platz im zentralen defensiven Mittelfeld zurück. Trainer Fischer legte sich da schon mal fest, auch wenn er mit David Becker und Salif Cissé zwei weitere starke Sechser hat, die aber beide – wie auch Bohl – ebenso als etwas offensiverer Achter spielen können.
„Über unseren guten Start habe ich mich mit am meisten gefreut. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass es die Jungs auch ohne mich hinkriegen“, erzählt Bohl. Und er betont, dass es „die Mannschaft auch gegen Steinbach über weite Strecken gut gemacht“ habe.
Beflügelter Hammann
Neben Bohl kehrt auch Sascha Hammann in die Startelf zurück. Der flinke Linksverteidiger hatte vorigen Samstag wegen seiner Hochzeit gefehlt. „Die Heirat beflügelt ihn wohl. Im Training hat Sascha diese Woche ein paar Tore geschossen“, berichtet Fischer augenzwinkernd.
Büsken statt Schulz
Erstmals wird der 19-jährige Ramon Büsken Ersatztorhüter in einem Regionalligaspiel sein. Jan Schulz, der sonstige Stellvertreter von Stammkeeper Benjamin Reitz, soll am Sonntag in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Übrigens: Einlass gewährt die SG Sonnenhof gemäß der 3G-Regel. Theoretisch könnten alle Plätze im 10.000 Menschen fassenden Stadion im Sportpark Fautenhau besetzt werden.