Pirmasens Beim FK Clausen ist Fasching gestrichen

Humorvoll weist A-Klasse-Schlusslicht TuS Leimen auf sein Spiel am Fasnachtssamstag hin.
Humorvoll weist A-Klasse-Schlusslicht TuS Leimen auf sein Spiel am Fasnachtssamstag hin.

Sechs Tage faschingsfrei hat Wolfgang Flick, der Trainer des TV/SC Hauenstein II und III, seinen Fußballern gegeben. In der sogenannten fünften Jahreszeit sollten sich seine Akteure austoben können. Für die 16 Mannschaften, die am Faschingssamstag im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken von der A- bis zur C-Klasse um Punkte kämpfen, kann dies natürlich nicht gelten. Doch wird vielleicht das närrische Element ins Training integriert? Die RHEINPFALZ fragte sich durch.

„Bei uns absolut nicht. Fasching ist nach der Niederlage gegen Fischbach gestrichen“, sagt der Spielleiter des FK Clausen, Leo Burkhart. Es gelte, sehr ernsthaft zu trainieren, denn das Match am Samstag beim TSC Zweibrücken II sei ein entscheidendes im Abstiegskampf der A-Klasse. „Und dann spielen wir eine Woche später gegen Ruhbank, das auch noch jeden Punkt im Kampf gegen den Abstieg benötigt.“ Deshalb gelte: „Nix vermoddelt, gar nix. Alles gestrichen.“ Charly Becker, der Trainer des SC Busenberg (B-Klasse Ost), hat für ein vermoddeltes Training nichts übrig. „Das haben wir früher mal gemacht“, erzählt der erfahrene Coach. Doch dann sei Alkohol ins Spiel gekommen, und die Trainingseinheit sei nicht nur ad absurdum geführt worden, sondern zudem gefährlich geworden. Zwar seien seine Schützlinge närrisch aktiv – „dass die an Altweiberfasnacht keinen Bus von Busenberg zum Zelt in Dahn fahren lassen, ist alles“ –, jedoch ohne Ball am Fuß. Das Training in der kommenden Woche hat Becker von Dienstag auf Aschermittwoch verlegt, „weil die alle am Dienstag noch auf dem Umzug in Bundenthal oder Bruchweiler sind“. Aber zuerst steht das Spiel am Samstag (15 Uhr) gegen Obersimten an. Christoph Gampfer, der 22-jährige Spielertrainer des FC Ruppertsweiler, sieht keine Verbindung von Fasching und Fußball. Sein abstiegsgefährdetes Team, das am Samstag um 14.30 Uhr in der B-Klasse Ost ohne Leistungsträger Karl Sekoll (Kreuzbandriss) gegen Titelkandidat Hochstellerhof antritt, benötige alle Konzentration, um Punkte einzufahren. Gampfer: „Ich spiele seit 15 Jahren Fußball. An ein vermoddeltes Training kann ich mich nicht erinnern.“ Alexander Reich, Spielertrainer des SV Hochstellerhof, lässt Fasching auch außen vor – zumindest bis die Begegnung in Ruppertsweiler absolviert ist. Schließlich soll die gute Position in der Tabelle nicht „närrisch“ verspielt werden. „Am Samstagabend haben wir eine Faschingsveranstaltung im Sportheim. Da werden wohl alle hingehen. Und vielleicht trainieren wir an Faschingsdienstag vermoddelt“, sagt Reich. „In Richtung Fasching und vermoddeltes Training haben wir nicht groß kommuniziert“, sagt Marc-Kevin Schaf, der Trainer der zweiten Mannschaft des SV Lemberg, die am Samstag (16 Uhr) bei Rot-Weiß Pirmasens das einzige Spiel in der C-Klasse Ost bestreitet. Vorige Saison habe man in Lemberg verkleidet trainiert. Im Jugendbereich sei dies eher angesagt als bei den Aktiven. Beim FC Dahn ist und war Arbeiten angesagt. Nicht auf dem Fußballplatz, sondern hinter der Theke oder sonst wie als Helfer bei dem großen Festzelt-Event an Altweiberfasnacht in Dahn. „Das ist eine Veranstaltung des Karnevalvereins und des Fußballclubs. Da wird jede Hand gebraucht“, weiß FCD-Trainer Marco Juretic. Der Coach selbst wird beim Umzug am Sonntag in Dahn den Traktor fahren, der einen Wagen der Jugendspielgemeinschaft Wasgau zieht.

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