FUSSBALL
Antrag zu Spielgemeinschaften bei Kreistag Pirmasens/Zweibrücken
Fakt ist: Es gibt immer weniger junge Männer, die Woche für Woche in einer Liga Fußball spielen (wollen). Das liegt zum einen am demografischen Wandel und zum anderen am geänderten Freizeitverhalten. Dies bedingt, dass immer mehr Vereine keine Mannschaft mehr in den Spielbetrieb unter dem Dach des Südwestdeutschen Fußballverbands (SWFV) entsenden können. Um nicht ganz ausgeschlossen zu sein, flüchten sich etliche Vereine in Spielgemeinschaften. Zehn davon gibt es derzeit allein im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken. Doch Vorsicht! Nicht jede Spielgemeinschaft ist auch eine richtige Spielgemeinschaft, sondern mitunter lediglich eine Kooperation.
Kooperation, keine richtige SG
Ein Beispiel: Der
Gleiches gilt auch für die ebenfalls seit Sommer 2019 bestehende C-Klasse-Spielgemeinschaft des
Alle Pässe umgeschrieben
Anders verhält es sich beim Zusammenschluss der Fußballer des
Die Hauensteiner „Spielgemeinschaft“ musste dabei akzeptieren, dass für den Fall eines Auseinandergehens der klassenniedere Verein, in diesem Fall der TV Hauenstein, beim Wiedereinstieg in den Spielbetrieb als selbstständige Mannschaft in der C-Klasse starten muss, auch wenn der TVH zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses in der A-Klasse angesiedelt war. Der SCH scheiterte mit einem Antrag, die Statuten des SWFV dahingehend zu ändern, dass – wie bereits in Bayern und im Saarland praktiziert – bei einer Trennung der TVH, der in diesem Fall wieder eigenständig wäre, in jener Klasse weiterspielen dürfte, in der er sich gerade befindet. Doch dieser Antrag fand keine Mehrheit.
Konservative Linie
Franz-Josef Kolb, beim SWFV für den Spielbetrieb zuständig, verteidigt die konservative Linie des Verbands. Nur unter der aktuell geltenden Spielordnung sei sichergestellt, dass sich kein Verein einen Vorteil verschaffen könne. Kolb befürchtet, dass durch einen Investor zweite Mannschaften nach oben gepusht werden könnten und dann, bei einer Auflösung einer Spielgemeinschaft, in einer höheren Klasse verbleiben könnten. Das würde zum Nachteil anderer Vereine gereichen. Deshalb lehnte der SWFV das Begehren der Hauensteiner vor rund neun Jahren ab.
Jetzt nimmt der
Daran kommt der SVI zwar nicht vorbei, doch er will die Spielordnung geändert wissen und stellt den Antrag, dass künftig bei einer „Scheidung“ der klassentiefere Verein dort weiterspielen darf, wo er sich zum Ende der Kooperation befand. „Das macht doch Sinn“, betont SVI-Vorsitzender Sascha Grimm. Dadurch bewahre man „gleiche Rechte und Pflichten für alle an der Spielgemeinschaft beteiligten Vereine“. Der SVI wird einen entsprechenden Antrag beim Kreistag im April vorlegen und hofft auf die Zustimmung im Kreis, so dass der Antrag dann beim Verbandstag zur Abstimmung vorgelegt werden kann.