Pfalz Wiederkehr der Wölfe: Tierhalter entfachen Mahnfeuer

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Weidetierhalter in mehreren europäischen Ländern wollen am Freitagabend ein Zeichen gegen die Ausbreitung des Wolfs setzen. In Deutschland, in den Niederlanden, in Belgien, der Schweiz und in Österreich sollten am Freitagabend rund 600 Mahnfeuer brennen, sagte Wendelin Schmücker, der Vorsitzende des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung in Berlin. Wolfsschäden an den Herden nähmen dramatische Ausmaße an, zunehmend seien Weidetierhalter in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht: „Der Wolf mag seine Existenzberechtigung in definierten Naturschutzräumen suchen und finden. Landstriche mit traditioneller Weidetierhaltung zählen nicht hierzu“, betonte Schmücker.

Auch in der Pfalz werden nach Angaben des Fördervereins etliche Mahnfeuer entzündet, unter anderem in Nerzweiler (Kreis Kusel), Schneckenhausen (Kreis Kaiserslautern), Katzenbach, Breunigweiler (beide Donnersbergkreis), Maxdorf (Rhein-Pfalz-Kreis), Haßloch (Kreis Bad Dürkheim), Edesheim (Kreis Südliche Weinstraße) und Schindhard (Südwestpfalz). Der Schwerpunkt der Protestaktion liegt in Rheinland-Pfalz im Landesnorden um Neuwied und Altenkirchen, wo sich vor einigen Jahren das „Leuscheider Rudel“ niedergelassen hat. Dessen Leitwolf wird für zahlreiche Nutztierrisse verantwortlich gemacht. Auch im Saarland und in Nordbaden beteiligen sich nach Angaben der Schafzüchter etliche Halter von Weidetieren an der Aktion.

Auch in der Pfalz Nutztiere gerissen

„Die Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit dem Raubtier ist offensichtlich gescheitert und grundlegend zu ändern“, sagte der Fördervereinsvorsitzende Schmücker. „Eines der Hauptprobleme: Wo Schafherden üblicherweise weiden, auf Deichen, in Mittelgebirgen und auf Almen, lassen sie sich nicht schützen und fallen Wolfsrudeln zur Beute.“ Schutzhunde und Elektrozäune bieten demnach ebenfalls keinen zuverlässigen Schutz.

In Rheinland-Pfalz wurden laut Koordinationszentrum Luchs und Wolf (Kluwo) in Trippstadt (Kreis Kaiserslautern) seit Jahresbeginn rund 40 Nutztiere, vorwiegend Schafe und Ziege, nachweislich Opfer von Wolfsattacken, davon 13 in der Pfalz. Nach den Ergebnissen von Genanalysen stammt das männliche Tier, das in der Südwestpfalz, bei Kaiserslautern und bei Grünstadt zugeschlagen hat, aus Norditalien oder dem Alpenraum.

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