Verkehr Studie: Immer weniger E-Autofahrer würden ihr Modell weiterempfehlen

Längst nicht jeder Kunde ist zufrieden mit seinem E-Auto.
Längst nicht jeder Kunde ist zufrieden mit seinem E-Auto.

Der Anteil der Menschen, die ihr E-Auto Freunden oder Bekannten weiterempfehlen würden, ist einer Umfrage zu Folge in diesem Jahr gesunken. Während im vergangenen Jahr noch 48 Prozent angaben, ihre Marke anderen nahezulegen, sank die Zahl 2023 auf 41 Prozent, wie das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen UScale am Dienstag mitteilte. Grund sei vor allem eine gestiegene Erwartungshaltung der Kundinnen und Kunden.

Obwohl sich Elektroautos in den Bereichen Ladeleistung und Reichweite in den vergangenen Jahren stark verbessert haben, bewerteten Nutzende ihre Fahrzeuge zunehmend kritisch, stellte UScale fest: „Ursache für diesen scheinbaren Widerspruch sind neue Nutzergruppen, die jetzt ein E-Auto kaufen“. Während in der Vergangenheit besonders ökologische Motive eine Rolle spielten, übernehmen mittlerweile Fahreigenschaften und Kostenaspekte die Liste der Gründe für den Wechsel vom Verbrenner auf das E-Auto.

Fahrerinnen und Fahrer eines Teslas sind mit 69 Prozent häufiger bereit, ihren Wagen weiterzuempfehlen, als Nutzer anderer Hersteller. BMW-Nutzer sind mit einer Empfehlungsrate von 59 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich zufrieden und auch die Modelle von Kia und Hyundai würden knapp die Hälfte der Befragten weiterempfehlen. Unterdurchschnittlich schnitten hingegen die Modelle von VW (32 Prozent), Audi (33 Prozent) und Opel (acht Prozent ab).

Während Tesla insbesondere mit Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung überzeugt, offenbaren sich laut Umfrage hier bei den deutschen Premium-Herstellern Mängel. Dafür sind die Kundinnen und Kunden mit der allgemeinen Qualität des Fahrzeuges und der Akustik bei Audi, BMW und Mercedes vergleichsweise zufrieden.

„Alle Hersteller, auch der Marktführer, haben noch Verbesserungsbedarf, was bei den weiter steigenden Erwartungen der Nutzer und Nutzerinnen nicht einfach werden wird“, erklärte Axel Sprenger, Geschäftsführer von UScale dazu. Insgesamt befragte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 4500 Besitzerinnen und Besitzer von E-Fahrzeugen. Die Zahl der jeweiligen Fahrer einer Marke variierte dabei - zwischen rund 700 bei Tesla und 50 bei Porsche.

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