Mannheim/Heidelberg „In Flames“ gewinnt Filmfestival-Hauptpreis

SIegerfilm: „In Flames“ von
SIegerfilm: »In Flames« von

Der Debütfilm „In Flames“ von Zarrar Kahn aus Pakistan, der von einer Studentin erzählt, die auf ein Stück Freiheit hofft, hat den mit 30.000 Euro dotierten International Newcomer Award für den besten Film im Wettbewerb des 32. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg (IFFMH) gewonnen. Das Publikum favorisierte ebenfalls einen durchaus politischen Stoff.

„In Flames“ spielt in Karatschi und porträtiert die Studentin Mariam, die nach dem Tod des Großvaters versucht, sich ihr bisheriges Leben, in dem sie Zugang zu Bildung hatte, zu bewahren. Doch das ist nicht einfach, denn ohne Mann im Haus – ihr Vater ist bereits früher verstoben – stehen sie und ihre Mutter unter Druck. Und dann tauchen auch noch Geister auf. Regisseur Zarrar Kahn nahm die Auszeichnung am Donnerstagabend in Heidelberg persönlich entgegen.

Der seit diesem Jahr mit 15.000 Euro dotierte Rainer Werner Fassbinder Award ging an den US-Filmkritiker und Autor Nick Pinkerton für das beste Drehbuch zu „The Sweet East“ von Sean Price Williams, der eine Schülerin auf einem abenteuerlichen Roadmovie tief in die dunkle Psyche Amerikas begleitet. Eine lobende Erwähnung der Internationalen Jury ging an den deutschen Beitrag „Touched“ von Claudia Rorarius.

Der Favorit der Zuschauer

Den „Audience Award“ benannten Publikumspreis (dotiert mit 5000 Euro) erhielt der Film „Upon Entry“ des Regie-Duos Alejandro Rojas und Juan Sebastián Vásquez, der von einem jungen spanisch-venezolanischen Paar erzählt, das in die USA auswandern möchte und trotz aller Papiere an der Grenze so manche Prüfung zu bestehen hat.

Die Junge Jury zeichnete das ungarische Drama „Without Air“ von Katalin Moldovai mit dem mit 5000 Euro dotierten Student Award aus. Darin gerät eine Lehrerin unter Druck, da sie als Hausaufgabe ihrer Klasse das Ansehen eines Film über gleichgeschlechtliche Liebe empfohlen hat.

Der italienische Film „An Endless Sunday“ von Alain Parroni über drei junge Leute in der Krise erhielt den mit 2500 Euro dotierten Preis der Ökumenischen Jury. Der griechische Film „Animal“ von Sofia Exarchous über die Nöte von Animateuren in einem All-Inclusive-Hotel bekam den Preis des Filmkritikerverbands Fipresci.

Im Wettbewerb standen 16 Erst- und Zweitfilme von aufstrebenden Regisseurinnen und Regisseuren. In der Jury saßen die deutsche Schauspielerin Elisa Schlott, der französische Filmemacher Denis Dercourt und der australische Regisseur Goran Stolevski.

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