Am Rande der Bande RHEINPFALZ Plus Artikel Wieso eine Zeitmessmatte im Osterlauf des LC Haßloch vor dem Ziel liegt

Die Zeitnehmer Annette Weber, Ivica Jovic und Kieran Schumm (von rechts) haben auf ihren Monitoren alle Rennen im Blick.
Die Zeitnehmer Annette Weber, Ivica Jovic und Kieran Schumm (von rechts) haben auf ihren Monitoren alle Rennen im Blick.

300 Sportler in vier Läufe – beim Osterlauf des LC Haßloch haben die Zeitnehmer einiges zu tun. Mit einer Zeitmessmatte vor der Ziellinie verwirren sie so manchen Läufer.

Kabelsalat? Nein danke. Im Zeitmessbus von „My Raceresult timing Baden-Württemberg“ herrscht Ordnung. Das Unternehmen hat nach dem Wegfall der bisherigen Zeitnehmer in Haßloch den Osterlauf gerockt. Rund 300 Läufer in vier verschiedenen Strecken wurden erfasst. Das Trio Annette Weber, Ivica Jovic und Kieran Schumm ist um 8 Uhr in Sindelfingen losgefahren, um rechtzeitig die Technik vor Ort am Vogelpark Haßloch aufzubauen.

Da sich zahlreiche Läufer erst am Wettkampftag beim Rennbahngebäude einschreiben, müssen die Nachmeldungen noch erfasst werden. Doch die drei vom Bus bleiben entspannt und haben sogar Muße, ihre Technik vorzustellen. Vier Bildschirme sind diesmal in Betrieb, zwei weitere dürfen „schwarz“ bleiben. So groß wie etwa der Köln-Marathon ist der Osterlauf in Haßloch schließlich nicht. Die Zeitmessmatten werden noch an den richtigen Stellen platziert. Zwei verschiedene Startareale gibt es, je nach Distanz. Dort liegt jemals eine Matte, dann natürlich auch eine direkt am Ziel.

Eine Matte, die irritiert

Irritiert sind manche Läufer von der Matte, die noch rund 20 Meter vor der Ziellinie liegt, sie nehmen hier schon das Tempo heraus. Doch genau diese „Einlaufmatte“ ist für Moderator Samuel Schwake wichtig. Schwake, der pausenlos die Namen der Läufer nennt, die sich gerade nähern, ist nicht etwa ein Hellseher und Hexer, der blitzschnell die Nummern der Namen auf der Startliste zuordnen kann. Diese Methode gab es früher einmal. Damals mussten sich die Moderatoren auf der Starterliste mühsam durch die Nummern wühlen, bis sie den Namen nennen konnten. Oft stand ein Assistent dabei, der den Ansagern zuarbeitete. Jetzt indes lieferte ein Tablet immer genau den Namen des Läufers, der die Matte vor dem Ziel überschreitet. So kann Schwake sich immer auf den jeweiligen Namen konzentrieren. Schumm erzählt vor dem ersten Start: „Wir haben die Hardware verlegt, aber wir machten keinen Probelauf. Es wird alles funktionieren.“

So war es dann auch. Die Fans und Freunde der Sportler können die Ergebnisse in Echtzeit sogar zu Hause im Internet abrufen. Auch die Siegerehrung, vor allem bei den Bambini, die erfahrungsgemäß nicht gerne auf ihre Urkunden warten, geht zügig direkt nach dem Lauf über die Bühne.

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