Neustadt Tore schießen, Tore verhindern

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Neustadt. Für dieses Bezirksliga-Wochenende ist die Fußball-Viererbande gesprengt. Da die Klasse mit 17 Teams „ungerade“ besetzt ist, muss an jedem Spieltag eine Formation pausieren – nun trifft es mit dem VfB Haßloch erstmals eine Elf aus Neustadt und Umgebung.

1. FC 08 Haßloch - Südwest Ludwigshafen (Freitag, 18.30 Uhr).

Der Saisonstart war reichlich verkorkst. Doch inzwischen haben die „Nullachter“ die Kurve bekommen. Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen – eine stattliche Ausbeute, verbunden mit dem Sprung auf Tabellenplatz acht. Zumindest was den Zeitpunkt des Ausgleichstores angeht, war das jüngste 2:2 in Billigheim indes glücklich: Jonas Riesbeck traf in der 90. Minute. Den Spielanteilen nach war der Teilerfolg gerecht. Riesbeck erzielte seinen fünften Saisontreffer. Ist er, in Kombination mit Pascal Beyer, jener Spieler, der die Haßlocher Abschlussmängel endlich behebt? „Er ist gut drauf, hat einen guten Riecher und belohnt sich für seinen Aufwand“, lobt Trainer Christian Lederle den aus Rödersheim gekommenen Zugang. Das 08-Team schöpft durch die Erfolge Selbstvertrauen, die Personallage wird von Woche zu Woche besser. Martin Berac und André Pischulti sind nun ebenfalls zurück. Christian Rebres stand vor Wochenfrist schon im Kader, jetzt könnte er zu einem Kurzeinsatz kommen. Der Gegner rangiert mit zwölf Punkten auf Platz vier und düpierte den FC im Pokal mit 3:1. Schlüsse für das heutige Spiel ließen sich daraus nicht ziehen, sagt Lederle. Beide Mannschaften seien Anfang August von ihrer Bestbesetzung weit entfernt gewesen. Eines weiß der Trainer aber sicher: So prima das Torerschießen funktioniert, so sehr muss sich das Toreverhindern verbessern. Bei zwölf Gegentreffern gewiss kein Fehler. Phönix Schifferstadt - TSG Deidesheim (Freitag, 19 Uhr). Die TSG bot dem hohen Favoriten SV Büchelberg Paroli – und unterlag doch mit 1:2. „Wir hatten noch zwei, drei Hundertprozentige. Ich denke schon, dass ein Punkt verdient gewesen wäre“, sagt Nicolas Deimel, der den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Deimel ist sich sicher, dass die TSG als Aufsteiger in der höheren Spielklasse „angekommen“ ist. Nur gegen Mannschaften des Kalibers Büchelberg hingen die Trauben eben hoch, vor allem bei einem nicht optimalen Kader. „Wenn bei uns mal drei oder vier Mann ausfallen, können wir das nicht kompensieren“, sagt Deimel, „wir konnten bis jetzt nie mit den ersten Elf spielen oder trainieren.“ Der kommende Gastgeber ist laut dem Verteidiger eine noch härtere Nuss: „Ich denke, dass Phönix deutlich stärker ist.“ Nach vier Spielen hat Phönix Schifferstadt bereits zwölf Punkte und 16:1 Tore verbucht. „Wir werden tief stehen, es über Konter versuchen“, überlegt Deimel. „Ich glaube allerdings nicht, dass viel zu holen sein wird.“ Niemanden im TSG-Lager würde eine Niederlage umwerfen, auch wenn es die dritte in Folge wäre. Eine Woche später steht das TSG-Heimspiel gegen den VTG Queichhambach an. Dann zählt es. FC Lustadt - VfL Neustadt (Samstag, 17 Uhr). Kein Sieg, zwei Punkte, vorletzter Tabellenplatz: Der VfL ist miserabel in die Saison gekommen. Die Leistungen in der Bezirksliga stehen im völligen Kontrast zur Performance im Cup-Wettbewerb, wo die Elf von der Haidmühle die dritte Runde erreicht hat und nun auf den Verbandsligisten FC Speyer 09 trifft. Der Pokalsegen wird zum Ligafluch, die englischen Wochen rauben die Kräfte. „Für die Liga sieht die erste Bilanz katastrophal aus“, sagt Spielertrainer Florian Schwertl und versucht eine über den Punkt Physis hinausgehende Analyse: „Wir haben zwei Spieler, die noch A-Junioren spielen könnten. Zwei, die gerade aus der A-Jugend kamen. Viele Spieler kommen aus unteren Klassen. Da sind Schwankungen normal. Doch die Jungen lernen auch aus den Niederlagen.“ Der Moral wegen braucht es alsbald jedoch ein Erfolgserlebnis, sonst verliert sich der Glaube an eigene Vorzüge im Nichts. Ob beim FC Lustadt die Wende glücken kann? Der Aufsteiger ist derzeit mit sieben Punkten Siebter des Klassements. |aboe/Foto: lm

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