Neustadt „Standort einfach optimal“
Nachdem im vergangenen Jahr der Wertstoffhof im Gewerbegebiet „Nördlich des Bahndamms“ seine Pforten öffnete, wird dort zum Jahresende eine weitere Lücke geschlossen. Mit dem inhabergeführten Unternehmen G. Wegener GmbH wird sich eine Firma ansiedeln, die bereits seit über 20 Jahren am Markt ist und bei der sich alles um Kompressoren und Druckluftsysteme dreht. Die GmbH bietet auf diesem Gebiet ein Komplettpaket an, von der Beratung über den Verkauf und Internetshop bis hin zur Wartung, Reparatur, Entsorgung und einem 24 Stunden Notfalldienst. Gerhard Wegener gründete das Unternehmen 1993 zunächst in einem 16 Quadratmeter großen Büro im Keller eines Wohnhauses. Bald wurde jedoch aufgrund der positiven Entwicklung ein Umzug auf das heutige Firmengelände in der Schauernheimer Straße in Fußgönheim nötig. Seitdem wurden die Räumlichkeiten mehrmals erweitert, um so der wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können. Zum Kundenstamm gehören beispielsweise Zahnärzte, Weinbaubetriebe, Pharmaindustrie, Autohäuser, chemische und lebensmittelverarbeitende Industrie. Hauptsächlich sind die Mitarbeiter in einem Radius von etwa 50 Kilometern aktiv, aber auch Darmstadt oder Kaiserslautern werden angefahren. Seit das Druckluftunternehmen Wegener der Airgroup, einem bundesweit agierendem Serviceverbund, beigetreten ist, wird ein bundesweiter Service angeboten. „So platzen wir hier inzwischen aus allen Nähten, denn Kundenstamm und Warenumschlag sind kontinuierlich gestiegen. Unser Standort in Fußgönheim ist mit seinen 1200 Quadratmetern erweiterungstechnisch ausgereizt“, erläutert Michael Wegener, der 2014 die Firmenleitung von seinem Vater übernahm, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Unsere Hauptarbeit liegt bei den Kunden vor Ort. Daher müssen unsere 15 Servicemitarbeiter bei uns in der Schauernheimer Straße jeden Morgen das Material be- und entladen. Das ist unter den jetzigen Umständen eine große logistische Herausforderung. Eine Lösung musste her“. Über ein Jahr habe das Unternehmen nach passenden Alternativen gesucht. Zunächst seien Standorte in Maxdorf und Frankenthal im Rennen gewesen, „Haßloch hatten wir anfänglich nicht auf dem Radar“, erklärt Wegener. Dennoch sei schließlich die Entscheidung für das Haßlocher Gewerbegebiet Nord gefallen, da hier die Konditionen und das „Gesamtpaket“ am attraktivsten gewesen seien. Ausschlaggebend seien die günstigeren Quadratmeterpreise, die Grundstücksgröße mit ihren Ausbaureserven, die Zentrumsnähe, vorhandene Internetanschlüsse, die Nähe einer Tankstelle und die Verkehrsanschlüsse gewesen, erläutert Wegener weiter. „Daher haben wir das 5500 Quadratmeter große Grundstück inzwischen gekauft. Das Areal hat den Vorteil, dass es später noch Ausbaureserven bietet.“ Aber auch die vorhandene Infrastruktur und die Verkehrsanbindung seien „einfach optimal: nur 500 Meter bis zur A 65“. So sei man einerseits in wenigen Minuten in Fußgönheim, andererseits könnten die Mitarbeiter „schnell in alle Himmelsrichtungen zu unseren Kunden ausschwärmen“, so der Geschäftsführer. Eine Rolle habe zudem gespielt, dass man in Haßloch eine zweite Ebene errichten dürfe, was eine Nutzfläche von bis zu 8000 Quadratmetern biete. Zunächst seien ein zweigeschossiges Bürogebäude von 560 Quadratmetern, eine Halle inklusive Werkstatt, Technik, Sozialräumen und ein Anlagen- und Testraum von insgesamt 960 Quadratmetern sowie Schulungs- und Besprechungsräume geplant. Außenflächen von mehr als 1000 Quadratmetern sollen künftig eine effizientere Logistik und Warenwirtschaft ermöglichen und ausreichend Parkplätze bieten. Um das Vorhaben zu realisieren, kalkuliert Wegener mit 1,6 Millionen Euro an Investitionskosten. Wenn die Baufirmen gefunden sind und die Baugenehmigung erteilt ist, rechnet er mit einer Bauzeit von etwa sechs Monaten und damit einer Fertigstellung zum Jahreswechsel 2016/2017. Mit der Firmenverlagerung soll eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl von derzeit 28 auf 31 einhergehen. So wird auch Wegeners Sohn Carsten in die Firma einsteigen. „Die dritte Generation steht sozusagen schon in den Startlöchern“, ergänzt der Geschäftsführer. (kdn)