Hassloch
Handball: Unvergessene Duelle zwischen Haßloch und Dansenberg
Wenn Handball-Drittligist TSG Haßloch den Ligarivalen TuS Kaiserslautern-Dansenberg am Sonntag um 16 Uhr zu einem Freundschaftsspiel empfängt, geschieht dies coronabedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Beiden Mannschaften haben sich in der Vergangenheit viele packende Duelle geliefert.
Eine besonders ehrenvolle Rolle nahmen die beiden Vereine vor genau 40 Jahren ein. Die Handballsaison 1980/1981 war die letzte, in der die Regionalliga die zweithöchste deutsche Spielklasse bildete. 1981 installierte der Deutsche Handballbund die Zweite Bundesliga. Die TSG Haßloch und TuS Dansenberg gehörten als einzige Pfälzer Vereine der damaligen Regionalliga Südwest an und stellten damit die beiden höchstklassigen Mannschaften des Pfälzer Handball-Verbandes. Die Ausgangslage war jedoch in der Vorder- und Westpfalz unterschiedlich. Während Dansenberg zu den schwächeren Teams gehörte und am Ende unter 14 Mannschaften den zwölften Tabellenplatz einnahm, schafften es die Haßlocher, sich zusammen mit Meister TSV Jahn Gensungen, TuS Griesheim und TuS Eintracht Wiesbaden als Vierter der Abschlusstabelle für die Zweite Bundesliga zu qualifizieren.
Gemeinsamer Abstieg
Das Nachsehen hatten unmittelbar hinter der TSG Haßloch die TS Steinheim, der TSG Niedergirmes und der TV Holzheim – Vereine, die schon lange im überregionalen Männerhandball keine Rolle mehr spielen. In dieser Zeit war der Handball noch großteils eine Dorfsportart. Auch kleinen Vereinen gelang es damals, bis in die Bundesliga aufzusteigen.
Dansenberg feierte zwei Jahre später den Aufstieg in die Zweite Bundesliga Süd. In der Saison 1983/1984 gab es damit zwei Zweitligaspiele gegen die TSG Haßloch. Diese sollten bis heute die beiden einzigen bleiben, denn die beiden Pfälzer Mannschaften stiegen danach zusammen in die Regionalliga Südwest ab. Während die TSG nie mehr in die zweithöchste Spielklasse zurückkehrte, gelang dies Dansenberg immerhin noch einmal 1992. Die Freude währte aber nur eine Saison.
Unvergessene Vergleiche
Die letzte zweitklassige Regionalligasaison brachte manchem Haßlocher, der heute zwischen 50 und 55 Jahre alt ist, erste Berührungspunkte mit dem Handballsport. In der Rückrunde der Saison 1980/1981 stellte die TSG Haßloch den Schulen des Großdorfs für die entscheidenden Heimspiele im Kampf um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga zahlreiche Freikarten für die Westtribüne der Pfalzhalle zur Verfügung, um für mehr Stimmung zu sorgen. Die Lehrer verteilten die Karten an ihre Schüler, welche diese auch begeistert in Empfang nahmen.
Die Duelle mit dem TuS Dansenberg blieben losgelöst davon auch in der nur noch drittklassigen Regionalliga Südwest und zwischenzeitlich in der Oberliga Höhepunkte. Unvergessen bleibt ein Heimspiel der TSG Haßloch gegen die Westpfälzer Ende der 1980er-Jahre. Die Gastgeber erreichten im damals neuen TSG-Sportzentrum schafften, nach einem 15:20-Rückstand mit fünf Toren in den verbleibenden zwei Spielminuten noch ein 20:20 zu erreichen.