Neustadt Eine einseitige Angelegenheit

Neuhofen. Das Endspiel um den Fußball-Kreispokal Rhein-Mittelhaardt zwischen den beiden B-Klasse-Vertretern TSG Deidesheim und VfL Neustadt II war eine einseitige Angelegenheit. Gegen den völlig enttäuschenden Tabellenführer hatte die TSG Deidesheim leichtes Spiel und besiegte den Ligarivalen gestern Nachmittag auf dem Rasenplatz des Bezirksligisten VfL Neuhofen vor 600 Zuschauern mit 4:1.
Lediglich in der ersten Viertelstunde sowie in der Schlussphase, als die Deidesheimer mit ihren Gedanken anscheinend bereits beim Feiern waren, hatte der VfL etwas mehr vom Spiel. Nachdem jedoch Dennis Baumgart in der 17. Minute völlig unbewacht einen Eckball zur Deidesheimer 1:0-Führung verwerten durfte, war von den Neustadtern nicht mehr viel Positives zu sehen. Denis Maier bot sich zwar fünf Minuten später eine Chance zum Ausgleich, aber der nächste Treffer gelang wiederum der TSG. Dieser war allerdings kurios, denn Benjamin Reubigs Freistoß war eigentlich als Flanke gedacht, aber der Ball fand den Weg an Freund und Feind vorbei zum 2:0 ins Netz. „Ich habe meine Mannschaft vor dem Spiel vor den Deidesheimer Standardsituationen gewarnt, aber mehr als reden kann ich nicht“, klagte VfL-Trainer Markus Hissting nach dem Spiel. Bis zum Halbzeitpfiff musste er noch mit ansehen, wie Daniel Neu seine gewohnte Treffsicherheit vermissen ließ und noch zwei gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer vergab (43., 45.+1). Auch die erste Torchance der zweiten Hälfte bot sich Neu. Er schoss jedoch nach Zuspiel von Denis Maier links am TSG-Gehäuse vorbei (50). Anschließend machten die Deidesheimer alles klar. Zunächst schloss Michael Benkler einen Konter eiskalt mit dem 3:0 ab (54.). In der 66. Minute verwertete Nicolas Wrede eine Vorlage von Mario Seckinger zum 4:0. Angesichts des klaren Vorsprungs ließ es die TSG anschließend etwas ruhiger angehen, wodurch sich nun auch den Neustadtern noch einige Torchancen boten. Von diesen konnte jedoch lediglich Einwechselspieler Artur Scherf eine nutzen, indem er eine Vorlage von Viktor Müller verwerte (71.). Bis dahin hatte die Partie einen nicht unbedingt erwarteten fairen Verlauf genommen. Völlig unnötig musste Schiedsrichter Carsten Gassmann jedoch ausgerechnet in den letzten Minuten die meisten Karten zeigen, und dabei auch noch eine rote für Deidesheims Spielertrainer Rudolf Benkler. Nach einem Foul eines Neustadters ließ sich Benkler zu einer Verbalattacke hinreißen, wonach ihn der Unparteiische vom Platz stellte. „Eigentlich hätte der Spieler vom VfL die Rote Karte sehen müssen, denn dessen Aktion war brutal“, ärgerte Benkler sich. Ebenso wie Hissting sah er sein Team deutlich besser und deshalb als verdienten Sieger.