Neustadt Ein glücklicher und ein klarer Erfolg

Nach dem entscheidenden Sieg gestern ging SCN-Trainer Janusz Gogola in voller Montur baden.
Nach dem entscheidenden Sieg gestern ging SCN-Trainer Janusz Gogola in voller Montur baden.

«Neustadt.»Durch einen glücklichen 12:11 (4:3, 2:2, 0:1, 2:2, 4:3 Fünfmeterschießen)-Sieg am Samstag und einen klaren 12:8 (3:1, 2:3, 4:0, 3:4)-Erfolg am Sonntag sicherte sich Wasserball-Bundesligist SC Neustadt den Klassenverbleib in der B-Gruppe gegen den SV Cannstatt.

Am Samstag gingen im Stadionbad die Wogen hoch. Nach dem Auswärtssieg in Cannstatt ging es nach dem Modus „Best-of-five“ in Neustadt darum, ob der SCN bereits an diesem Wochenende alles klar macht. Doch am Samstag machte es der SCN sehr spannend. Das Team führte 4:2, dann im zweiten Viertel mit 5:3, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen. Große Verantwortung im SCN-Spiel übernahm Laurence Tummings. Er gewann in der ersten Hälfte beide Anschwimmen und hatte mit vier Toren großen Anteil daran, dass Cannstatt nach der regulären Spielzeit nur zu einem Remis kam. Die Neustadter zeigten eine schlechte zweite Spielhälfte. Im dritten Viertel gelang dem SCN kein Tor und Cannstatt konnte zum 7:7 ausgleichen. Die letzten acht Minuten wurden besonders turbulent. Der SCN ging zwar nochmals mit 8:7 in Front, doch Cannstatt erhielt in den letzten Sekunden den dritten Fünfmeter zugesprochen. Alle Strafwürfe der Gäste während der regulären Spielzeit verwandelte Deni Cerniar. Dem Reglement entsprechend folgte nach dem 8:8 nach 32 Minuten sofort das Fünfmeterschießen. Kapitän Matthias Held verschoss allerdings den ersten Fünfmeter. Dann sorgte SCN-Keeper Ivan Pisk mit zwei gehaltenen Fünfmetern für die Chance zum Sieg. Kristof Reinspach behielt die Nerven und verwandelte sicher zum 4:3. Der Cannstatter Trainer Andras Feher sagte: „Was soll man da sagen, wenn man im Fünfmeter-Schießen verliert? Wir waren heute konditionell besser, haben aber Tore kassiert, die nicht hätten fallen dürfen.“ SCN-Coach Janusz Gogola war unzufrieden: „Wir haben in der zweiten Spielhälfte nicht mehr konsequent die Vorgaben erfüllt, vor allem wurde nicht das angesagte System bei der jeweiligen Überzahl angewendet.“ Am Sonntag lief es für den SCN besser. Zur Halbzeit führte das Team mit 5:4. Im dritten Viertel schien nach dem 9:4 durch Nachwuchsspieler Fabian Härtel die Vorentscheidung bereits gefallen. Doch Cannstatt nutzte die Unkonzentriertheiten im Spiel des SCN und verkürzte auf 9:8. „Wach bleiben, nicht einschlafen, konzentrieren“, forderte Stefan Ehrenklau während einer Auszeit. Der Weckruf half, Cannstatt war mit den Kräften am Ende, der SCN hatte in den letzten drei Minuten die Partie im Griff. Bester Spieler des Wochenendes war SCN-Torhüter Ivan Pisk. Auch am Sonntag parierte er zwei Strafwürfe und wehrte zahlreiche Schüsse ab. „Unser Problem war heute, dass unsere erfahrenen Spieler zu viele Fehler machten. Wir hatten nur zehn Spieler, kamen durch den Kräfteverschleiß nicht mehr heran“, erklärte der Cannstatter Trainer Feher. SCN-Coach Gogola ging nach dem Schlusspfiff erwartungsgemäß mit seinen Spielern „baden“ und ließ sich gerne in langen Jeans ins Becken werfen. Diese Abkühlung war notwendig. „Im letzten Viertel hatten wir einen Blackout. Es hat heute Nerven gekostet. Aber das macht den Sport interessant, wenn nicht alles glatt läuft“, betonte Gogola. So spielten sie SCN am Samstag: Pisk, Brzica – Ehrenklau (1 Tor), Tummings (4), Härtel, Hummel, Reinspach (1), Mongrell, Mosashvili, Mijaotvic (1), Glaser, Görge (1), Held SCN am Sonntag: Pisk, Brzica – Ehrenklau (1), Tummings, Härtel (1), Hummel, Reinspach (1), Mongrell (2), Mosashvili, Mijatovic (1), Glaser (1), Görge (3), Held (2).

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