Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Drittligist TSG Haßloch: Zeit zum Aufbruch

Yannik Polifka wirft hier eines seiner fünf Tore gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II.
Yannik Polifka wirft hier eines seiner fünf Tore gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II.

In dieser Saison fehlte Handball-Drittligist TSG Haßloch der Unterbau. In der Vergangenheit wurden Fehler gemacht, die sofort zu reparieren sind.

Die Haßlocher Chance auf den erneuten Ligaverbleib war nach der Niederlage gegen den TV Aldekerk 07 fast auf den Nullpunkt gesunken. Nur wenige glaubten noch an den Nichtabstieg. Auch innerhalb der Mannschaft bestanden Zweifel. Deshalb kann die Entscheidung von Kevin Seelos, dem Sportlichen Leiter der TSG, Trainer Marcus Muth von seinen Aufgaben zu entbinden und Michael Übel zu bitten, vorzeitig seine Aufgabe zu übernehmen, nicht hoch genug bewertet werden. Dieser Vorgang hat die Mannschaft wachgerüttelt. Es mussten drei Siege aus vier Spielen her. Ein fast aussichtsloses Unterfangen nach dem bisherigen Saisonverlauf.

Jetzt haben es die Bären mit dem dritten Sieg im dritten Spiel vorzeitig geschafft. Das verdient Respekt. Alle haben ihren Anteil daran, die in dieser Phase dem Team, den Verantwortlichen und dem Verein die Treue gehalten haben.

Aber der Ligaverbleib sollte auch als Aufbruch verstanden werden: Neun Spieler wurden verabschiedet, fünf sind erst verpflichtet, weitere sollen kommen. Der Schritt ist notwendig. Einige Akteure haben bis vor wenigen Wochen ihre Drittliga-Tauglichkeit nicht bewiesen. Ausfälle wie Marvin Gerdon, David Ganshorn, Denni Djozic, Lukas Wichmann und Theo Surblys schwächten die TSG zusätzlich. Es fehlt zudem der Unterbau. Ein Unding. Da wurden in der Vergangenheit Fehler gemacht, die sofort zu reparieren sind. 24 Spieler tummeln sich in der TSG II, darunter einige, die eine Chance zur Weiterentwicklung verdienen.

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