Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Bahnhofsvorplatz: Demnächst wird das Pflaster ausgesucht

Bekommen ein ganz neues Gesicht: der Bahnhofsvorplatz und der dahinter liegende Busbahnhof.
Bekommen ein ganz neues Gesicht: der Bahnhofsvorplatz und der dahinter liegende Busbahnhof.

Ohne Bauprojekte keine Stadtentwicklung. Das größte Projekt – neben der Landesgartenschau – ist der Umbau des Bahnhofsvorplatzes. Demnächst geht es um den Belag. 2023 soll dann der Startschuss fallen. Aber nicht nur dafür.

Bahnhofsvorplatz
Nicht vor November 2023 startet der Umbau des Platzes vor dem Neustadter Hauptbahnhof inklusive zentraler Busbahnhof. Damit kann das Deutsche Weinlesefest im nächsten Jahr noch einmal wie gewohnt gefeiert werden. Laut Baudezernent Bernhard Adams liegen mittlerweile alle Zuschussbescheide für das Millionenprojekt vor, arbeiten die externen Büros – die Landschaftsarchitekten Bierbaum-Aichele (Mainz) und die Verkehrsplaner von Senger Consult (Treis-Karden) – an den genauen Bauplänen. Investiert werden sollen nach bisherigen Kostenrechnungen 6,5 Millionen Euro, etwa die Hälfte davon soll aus Fördermitteln bestritten werden. In einer der nächsten Bauausschuss-Sitzungen soll dann noch über drei Dinge beraten werden: Welches Pflaster wird verwendet? Welches Wasserspiel soll realisiert werden? Sollen vier Bäume in der Platzmitte gepflanzt werden, auch wenn diese unter Umständen die Nutzung für Veranstaltungen erschweren würden? Adams geht davon aus, dass Hotelinvestor Hans Sachs bis Frühjahr 2023 auch den Bauantrag für das Hotel am Saalbau samt Parkhaus einreicht. Abgemacht ist, dass Sachs mit dem Parkhaus beginnt, wenn der Umbau des Bahnhofsvorplatzes startet.

Schulen
Geplant beziehungsweise schon in Arbeit ist die Sanierung mehrerer Schultoiletten, darunter jene des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums, des Leibniz-Gymnasiums und der Ostschule. Am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium wird die Schulhofsanierung noch in diesem Jahr abgeschlossen, ebenso alles, was für den Brandschutz notwendig war. An der Eichendorffschule werden derzeit die Fundamente für Schulcontainer angelegt, die im November kommen sollen. Ebenfalls in der Pipeline hat das städtische Gebäudemanagement beispielsweise die naturwissenschaftlichen Räume am „Käthe“, die saniert werden müssen, die Sanitäranlagen der Grundschule Gimmeldingen und die restlichen Dacharbeiten am „Leibniz“. Kleinere Maßnahmen sind unter anderem die WC-Sanierung an der Gebrüder-Grimm-Schule in Diedesfeld oder der Umbau der Hausmeisterwohnung an der Dr.-Albert-Finck-Schule in Hambach in Schulräume.

Feuerwehr
Noch 2022 beginnen die Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus Mußbach, das einen Anbau für ein Fahrzeug erhält. Bis Ende 2024 soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Lachen-Speyerdorf stehen, die Baugenehmigung ist laut Dezernent „in den Endzügen“, dann wird ausgeschrieben und 2023 der Rohbau errichtet. Eine Übergangshalle für Fahrzeuge erhält die Hauptfeuerwache in der Lindenstraße im nächsten Jahr.

Kindertagesstätten
Mehr Betreuungsplätze zu schaffen ist und bleibt ein Schwerpunkt des Gebäudemanagements. Bis 2024 sollen die Kitas Am Stentenwehr in Mußbach und Pestalozzistraße in Lachen-Speyerdorf erweitert sein. Dasselbe gilt für die Kita Gimmeldingen bereits für 2023: Dort wird die aktuelle Kita saniert und in der früheren Ortsverwaltung Platz für eine weitere Gruppe geschaffen. Die Außensanierung der Kita Hetzelstift läuft noch bis Frühjahr/Sommer 2023. Geplant ist außerdem, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft eine neue Kindertagesstätte in der Erfurter Straße baut: Dafür liege der Bauantrag jetzt vor, sagt Baudezernent Adams.

Sportanlagen
Dickster Brocken ist und bleibt die Stadionsanierung. Noch wird laut Adams über Fördermittel verhandelt. Dann soll 2023 der Startschuss zunächst für das Stadion und danach für die Tribüne fallen.

Stadtverwaltung
Hier ist das Gebäudemanagement laut Fachbereichsleiterin Katharina Bender vor allem mit Umbau und Sanierung des Gebäudes in der Konrad-Adenauer-Straße 10 befasst. Es handelt sich um das ehemalige Lescault-Gebäude, lange Zeit eine Dienststelle des Finanzamts und auch künftiger „Historischer Lernort“ wegen der ehemaligen Gestapo-Keller.

Straßenbau
Bis Jahresende ist das Großprojekt Humboldtstraße im Afrikaviertel abgeschlossen. Parallel läuft der Ausbau Haardter Straße noch bis Ende 2023.

Grünflächen
Erneuert wurde der Spielplatz Ecke Spitalbachstraße/Allensteiner Straße. Damit wurde das Projekt Soziale Stadt Branchweiler endgültig abgeschlossen. Geplant ist ein Spielplatz in der Weststadt, und zwar auf dem Parkplatz des TSG-Geländes.

Erneuerbare Energien
Ob Unterhalt oder neues Projekt: Die Neustadter Klimaschutzziele gehören laut Gebäudemanagement und Bauverwaltung immer dazu. Von kleinen Maßnahmen wie dem Austausch der Beleuchtung bis zu großen wie Photovoltaik auf den Dächern. 2023 steht Geld bereit, so für die Schuldächer des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums und der Grundschule Hambach, das Dach am Altbau der Berufsbildenden Schule sowie das Dach der Gemeinschaftsunterkunft in der Böhlstraße. Geprüft wird das aber auch bei allen anderen Projekte von Feuerwehr bis Kita.

Auftragslage
Nach den Erfahrungen des Gebäudemanagements ist es derzeit etwas einfacher Handwerker zu bekommen. Schwierig sei es nach wie vor bei allen technischen Gewerken. Oft bewerbe sich maximal ein Unternehmen, hinzu kämen lange Lieferzeiten beim Material. Das habe sich beispielsweise auch negativ auf die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume am „Käthe“ ausgewirkt. Seit Sommer 2021 sei eine Kostensteigerung von im Schnitt knapp 17 Prozent zu verzeichnen.

Sieht interessant aus und macht hoffentlich auch Spaß: der neue Spielplatz in der Allensteiner Straße.
Sieht interessant aus und macht hoffentlich auch Spaß: der neue Spielplatz in der Allensteiner Straße.
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