Ludwigshafen Zuschauer mit Galavorstellung begeistert

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Fussgönheim. Mit einem ungefährdeten 4:1 (3:0)-Sieg gegen Aufsteiger SV Herschberg hat Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim seine gute Form untermauert und die Tabellenführung behalten.

Die Stimmung in Fußgönheim ist prächtig. Wie „in alten Zeiten“ stehen Spieler und Fans nach dem Abpfiff am Kiosk zusammen, diskutieren und fachsimpeln bei einem gemeinsamen Bierchen. Dass die Zuschauer wieder gerne zum ASV gehen, liegt an Mannschaft und Trainerteam. Fußgönheim spielt derzeit einfach guten Fußball. „Ich habe selten so wenig Verbesserungswürdiges gefunden als in der ersten Halbzeit. Da gab es nichts auszusetzen“, sagte Trainer Jan Kamuf. In diesem Abschnitt spielte der ASV flexibel und schnell nach vorne. Auffallend, dass die Mannschaft häufig das Tempo variierte, auch mal quer und zurück spielte, wenn sich vorne keine gute Anspielmöglichkeit ergab. Dabei präsentierte sich alle Akteure sehr ballsicher. Bemerkenswert auch, wie oft das Ziel mit flachen, vertikalen Druckpässen anvisiert wird. Alle drei Tore der ersten Hälfte fielen so. Hinzu kommt eine beachtliche Effektivität. Aus seinen ersten vier Möglichkeiten machte der ASV drei Tore und schockte damit den Aufsteiger. „Wir hatten die reifere Spielanlage und die Tore gut herausgespielt“, freute sich Kamuf. Einen dieser Treffer erzielte Talha Demirhan. „Ich habe den Torwart ausgeguckt. Dieses Tor wollte ich genau so machen“, sagte Demirhan. Der 26-jährige Stürmer bot eine hervorragende Leistung. Beweglich, laufstark, dynamisch und immer in Bewegung war Demirhan für die Westpfälzer ein ständiger Unruheherd. Der Türke wirkt fit wie nie. Ein weiteres sehenswertes Tor gelang David Braun. Der 21 Jahre alte Linksverteidiger drehte einen Freistoß von der Seite mit viel Effet in den entfernten Torwinkel. „Den Ball wollte ich schon aufs Tor schießen. Dass er dann so im Dreieck einschlägt, da ist natürlich auch ein bisschen Glück dabei“, gab Braun schmunzelnd zu. Einen wichtigen Grund für die derzeitigen Erfolge nannte Benjamin Bischoff, der wegen einer Zerrung vorzeitig vom Platz musste: „Man hat gesehen, dass der Wille da war und wir hungrig auf Siege sind.“ Einen anderen führt Kamuf an. „Das Team trainiert nicht nur gut, auch die Trainingsbeteiligung ist überragend. Die Spieler identifizieren sich mit dem Verein“, betonte der Coach. Diese Begeisterung kann die Mannschaft momentan problemlos auf das Spiel übertragen und scheint derart gefestigt zu sein, dass sie auch Niederlagen nicht umwirft. „Es war nie zu befürchten, dass wir dieses Spiel verlieren würden“, erklärte Nikolaos Matios. Der Innenverteidiger war am Vortag zum zweiten Mal Vater geworden. „Nach einer Tochter ist es nun ein Junge“, sagt Matios strahlend. So spielten sie ASV Fußgönheim: Knödler - Del Rio Pfeffer (62. Gutermann), Brenner, Matios, Braun - Stiller, Bischoff (66. Sanli), Euler (77. Botha), Takpara - Demirhan, Sorg.

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